Was ist besser: Verzerrung aus dem Amp holen, oder aus dem Pedal?

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3 Antworten

Moin Vando,

die Jungs mit den fetten Röhrentopteilen, die aber trotzdem etliche Pedale/Zerrer etc, da stehen haben, nutzen Verzerrer/Distortion- Pedale eher als Nachbrenner, oder auch um ein bisschen die Klangfarbe zu ändern.

Sooo starkes High-Gain spielen die meisten gar nicht, wie es sich anhört.

Da ist fette Endstufenzerre im Spiel, gar nicht soooviel (Pre)Gain. Dann noch ein bisschen mit nem Delay/Echo angefettet, voila.

Ich persönlich liebe es, einen fetten Crunch-Sound mit nem Treble-Booster anzublasen.

So bekommt man imho einen saugeilen Sound ( Zitat :
Akkordtrennung, Definition, Klarheit, Dynamik und weniger HiGainrauschen)

Als Nachbrenner noch nen Okko Diablo, oder ähnliches, dann bist Du in High-Gain Gefilden.

Wie gesagt, zum anfetten nutze ich gerne "ein bisschen" Echo/Delay. Das darf den Sound halt nicht zumatschen.

Oder man haut ein fettes Delay rein, welches aber dann auch als richtiger Effekt genutzt wird, rhythmische Delays wie von "The Edge" U2, oder Soli-doppeln....

Viel mehr brauche ich nicht, an Effekten.

WahWah ist eh Pflicht, ein Whammy-Pedal auch geil.

Also würde ich an deiner Stelle den Schwerpunkt auf einen wirklich guten Crunch-Sound legen.

Und ich hätte noch gerne einen wirklich guten Clean-Sound, den können aber die meisten Amps nicht wirklich, die angezerrt odder stärker verzerrt gut klingen...

Es gibt auch sehr gute Gitarristen, welche vom Amp nur einen wirklich guten Clean-Sound nehmen, und alles andere mit Pedalen (oder 19" Teilen) machen.

So ist deren Sound praktisch in jeder Lautstärke abrufbar...

Aber wenn ich E-Gitarre zocke, gehört für mich auch eine gewisse Lautstärke dazu. Es müssen einem nicht die Ohren bluten, aber wenn ich im Proberaum mal den Fireball anschmeisse, dann muss das auch ein bisschen schieben/drücken :-)

Grüße aussem Pott


JimiGatton 28.04.2016, 13:06

David Gilmour z.B. holt seinen Sound hauptsächlich aus seinen cleanen Hiwatt-Amps, alles andere durch Pedale etc.

Und der hat einen wirklich geilen Sound.

Ich stehe trotzdem auf Röhrenamps (und nen Kemper zusätzlich hätte ich auch gerne...xD)

Fakt ist aber auch, der Sound kommt echt zu 99% aus den Fingern. Gutes Equipment ist natürlich schön, wenn man es hat, aber...

Ein guter Gitarrist holt auch aus nem ziemlich miesen, oder billigem Verstärker, einen richtig geilen Sound raus ;-)

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Hi, ich glaube das musst du für dich selbst entscheiden, das ist ziemlich subjektiv.

 Du siehst oft Profis auf der Bühne mit ihren ganzen Tretminen die auch super klingen, allerdings sind diese auch im oberen Preissegment angesiedelt. Was ich damit sagen möchte, solltest du Pedale präferieren und legst Wert auf einen guten Klang dann musst du teure kaufen!
Vorteil von den Pedalen, die sind mega vielfältig und können präziser nach deinen Wünschen eingestellt werden. Reicht dir die Zerre aus deinem Amp nicht, dann benutz ein zusätliches Distortion Pedal und was das Rauschen betrifft musst du dir eh ein Rauschverminderer (Noisegate) kaufen, weil es im Higain Bereich nunmal ziemlich rauscht.

Ich persönlich nutze den reinen Klang aus meinem Amp, der gefällt mir so wie er ist und was gibt es schöneres als einen klaren Röhrensound :) Aber ich bin auch eher im Rockgenre angesiedelt :) 

Womit man selber einen Rocksound erzeugt, muss jeder für sich entscheiden. Das bleibt Geschmackssache. Mir z.B. reicht der Sound meines Engls, völlig hin. Spiele ich dann ein Solo, und brauche etwas mehr "Punch" schalte ich einen Booster dazu. Das reicht locker. 

Auf Bühnen sieht man immer ganze Verstärkerwände. Beispiel: Ich war auf einem Metallica Konzert. Die Band spielen Mesa und Randall Amps. Im Hintergrund war aber eine ganze Wand voller Marshall Boxen. Diese sind innen aber leer, und dienen nur zu Werbezwecken.

Was man sieht, ist nicht unbedingt das, was man auch hört. Die meisten großen Gitarristen nutzen wenn, ihre Pedale, um den Sound etwas zu verstärken. 

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