Was ist besser geeignet zum messen des Wohlstandes einer Gesellschaft? Nominales Bruttoinlandsprodukt oder reales BIP?

6 Antworten

Ganz einfaches Modell: Ein Eimer Wasser unter einem tropfenden Wasserhahn.

Du willst den Wohlstand einer Gesellschaft wissen. D.h. Du willst eigentlich wissen, wieviel Wasser im Eimer ist. Das wird von keinem der beiden BIPs gemessen.

Wenn Du wissen willst, wieviele Tropfen aus dem Wasserhahn innerhalb eines Jahres in den Eimer getropft sind, dann gibt Dir das BIP Auskunft, und zwar am besten das reale BIP.

Eine unumstrittene Wohlstandsmessung gibt es nicht, weil dazu viel zu viele umstrittene Bewertungen vorgenommen werden müssten. Denn das einfache Modell mit dem Eimer hat einen Haken. Vieles von dem, was innerhalb eines Jahres in den Eimer tropft, verdampft gleich, hat keinen Bestand, z.B. alle Verbrauchsgüter oder Dienstleistungen. Bei dem, was länger im Eimer bleibt gibt es sehr unterschiedliche Verfallsdaten. Wer sich z.B. Anfang der 60er Jahre eine Fotokamera gekauft hat, konnte damit rechnen, dass sie nur durch den Gebrauch und Defekte an Wert verliert. Wer heute eine Digitalkamera kauft, gibt seine Kamera mit Film zum Müll oder zum Sammler. Doch da sich die Technik rasant ändert, ist die Digtalkamera von vorgestern heute schon alt. Das gilt für Fernsehapparate, Autos, fast alle technischen Produkte: Das Karussel dreht sich immer schneller. Da zerrinnen Dir die Werte unter den Fingern. Immobilien in der Stadt steigen. Auf dem Land fallen die Werte. Wie zählt eine sichere oder abnehmende Altersversorgung. Wie zählt Arbeitsplatzsicherheit. Alles das macht Wohlstand aus, doch wie ist es zu messen und wie schnell ändern sich die Bewertungen?

In Deutschland kann man über die Jahre vergleichen (ich kenne aber keine Erhebung) was man sich im Schnitt von seinem Lohn leisten kann über die Jahre. Da ich 69 Jahre alt bin und mich noch an die 50er erinnern kann, wo meine Eltern keinen TV, kein Telefon und kein Auto hatten, wo für ein Paar Schuhe gespart werden und ein Anzug Jahre halten musste, wo meine Mutter noch die Löcher in den Strümpfen gestopft hat, es keine Waschmaschine gab und Waschtag ein Knochenarbeitstag war, das können sich Jugendliche heute gar nicht mehr vorstellen. Aber ein Vergleich z.B. mit den Leuten auf dem Land in Indien, mit ihren wackeligen Hütten und wenig Vieh, das geht einfach nicht, weil da eine ganz andere Historie hintendran ist. Und die Tagesarbeit dort ist eine vollkommen andere als hier in einer Werbeagentur z.B. oder in einer Autofabrik oder Supermarkt. Darum ist Wohlstand länderübergreifend vergleichen eine fragwürdige Angelegenheit.

Das BIP kann sehr wenig über den Wohlstand aussagen,
Es gibt Länder mit hohem bip, wo teile der Gesellschaft zu tausenden unter provisorischen Wellblechhütten hausen, aber auch Länder, wo das bip wegen geringer Wirtschaft und wenig Millionären ein niedriges BIP vorliegt, das Vermögen aber sehr gut im Land verteilt ist und alle ein akzeptables Leben führen.

Der BIP ist erstmal ein Indikator, der die wirtschaftliche Potenz veranschaulichen zu versucht.
Im entferntesten sagt er auch etwas über die Bonitätsanforderungen der Zentralbanken der jeweiligen Staaten aus.

Paradebeispiel:
Die USA haben weltweit das höchste BIP, jedoch gibt es hier unglaublich viele Menschen, die weit unter der Armutsgrenze verharren, sich nichtmal eine Versicherung leisten können. Die Kriminalität sowie die Obdachlosigkeit ist gigantisch, teils marode Wirtschaft und Infrastruktur. Auf der anderen Seite gibt es unglaublich viele Millionäre und Milliardäre, viele Weltkonzerne sind in den USA ansässig. Die USA sind in vielerlei wirtschaftlichen und finanziellen Aspekten Weltführend, an der Börse spricht man immer von den „Vorgaben“ aus den USA.

Die anderen sagen es schon ganz gut...

aber ich würde von den beiden sagen, dass eher das reale BIP den Wohlstand anzeigt, da die Preisveränderung rausgerechnet wird. Wenn man dann noch mehrere Jahre miteinander vergleicht, kann man die jährliche Veränderung beobachten.

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