Was ist besser: Geburtshaus oder Krankenhaus?

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8 Antworten

Ich habe beides erlebt, ich war beim ersten Kind im Krankenhaus, das beste, größte und sicherste, was wir in der Gegend haben. Es war schrecklich, es lief so viel schief, ich habe viel geweint und war auch viel allein im Kreißsaal und bin letzten Ende durch eine PDA erlöst worden, weil ich mit meinen Kräften nach 51 Stunden Wehen am Ende war. Das zweite Kind kam dann im Geburtshaus zur Welt. Die ganze Geburt hat inklusive Muttermundsöffnung 4 Stunden gedauert, wovon ich übrigens nicht eine Minute lang liegen musste. Ich brauchte kein CTG, da man mir ansehen konnte, dass die Wehen regelmäßig kamen und es wurden lediglich die Herztöne regelmäßig abgehört. Ich konnte essen, trinken, mich bewegen und auf die Toilette gehen, wie ich wollte, ohne dass ich ständig an diese CTG-Maschine angeschlossen war. Ich war ruhig, mein Kind war ruhig und am Ende ging alles ganz schnell. Ich hatte zu keinen Zeitpunkt Angst, ich war nicht verkrampft und dadurch ging das alles wie von selbst. Ich hatte ja beim ersten Mal eine PDA und wusste daher nicht genau, wie sich Presswehen anfühlen. Aber ich weiß jetzt, dass man instinktiv weiß, wie man das Kind rausbekommt. Man braucht da gar nicht so viele Anweisungen. Das Problem ist, dass man im Krankenhaus einfach behandelt wird, wie eine Auszubildende im ersten Lehrjahr. So wie bei mir, als ich sagte, dass ich Schmerzen habe und die Hebamme sagte: Die Schmerzen können gar nicht so schlimm sein, die Wehen sind ja noch gar nicht so stark. Bei der nächsten Untersuchung jedoch war der Muttermund zur Hälfte eröffnet, d. h. die Wehen waren zumindest stark genug. Und ob ich Schmerzen habe, das weiß ich doch wohl selbst am besten, dafür brauche ich keinen Wehenschreiber. Ich habe mich im Krankenhause jedenfalls sehr allein gelassen gefühlt.

Hallo. Erst mal alles Gute für die Geburt! Ich habe mich bei meiner Schwangerschaft sehr ausführlich über die Möglichkeiten in meiner Umgebung informiert und wollte auch möglichst "normal" gebären. Trotz aller Planung, Vorinformation, Tips und Empfehlungen von anderen Müttern kam es dann ganz anders... Ich habe mich sehr bewusst für eine bestimmmte Klinik entschieden, würde aber im Nachhinein diese nicht mehr betreten... Nun, mein Kind und ich sind jetzt wohlauf, dass ist alles was zählt! Mein Tip: Suche dir rechtzeitig eine gute Hebammme, die dich vorher, hinterher und evtl. auch bei der Geburt richtig gut und viel unterstützt! Die kann dich auch beraten mit möglichen Geburtsorten in deiner Umgebung.

Hallo!

Ich habe mein Kind im Krankenhaus entbunden-und während der Geburt war eigentlich nur die Hebamme, ganz am Ende ein Arzt dabei. Ich hab keine PDA gebraucht-kam zu spät dafür im KH an, aber ich hab Schmerzmittel bekommen und war darüber sehr froh. Trotzdem musste mein Kind an seinem 3. Lebenstag wegen einer Infektion ins Kinderkrankenhaus. Die Geburt war für meinen Freund und mich ein tolles Erlebnis, wir hatten aber auch Glück, dass als wir ankamen eine super Hebamme Dienst hatte.

Meine Cousine hat ihr erstes Kind im Geburtshaus entbunden. Es waren 2 Hebammen da, die sie schon vorher gut kennen gelernt hat. Es ist im Geburtshaus KEIN Arzt anwesend (den braucht man aber auch nicht wirklich, wenn alles gut geht) aber es gibt auch keine PDA oder Schmerzmittel. Die gleichen Hebammen begleiten die ganze Geburt (nicht wie im Krankenhaus, wenn da Schichtwechsel ist, kommt einfach ne neue Hebamme). Bei meiner Cousine waren die Hebammen am Ende nicht sicher, ob die Placenta vollständig geboren wurde, deshalb haben sie meine Cousine noch mit einem Krankenwagen in ein nahes Krankenhaus gebracht-zur Sicherheit. Das machen sie übrigens ohnehin auch während der Geburt, falls was nicht planmässig läuft-um Mutter und Kind nicht in Gefahr zu bringen.

Sollte ich nochmal schwanger werden, werd ich mir das mit dem Geburtshaus auch überlegen-der Bericht meiner Cousine klang schön...

Du hast aber die Möglichkeit, Dir beide Einrichtungen eingehend an zu schauen-mach das-und entscheide dann, was das Beste für Euch ist!! Schöne Schwangerschaft noch!! und eine tolle Geburt-egal wo!

Danke für die Info... Aber ich hab trotzdem noch Bammel vor der Geburt :)) egal wo es zur Welt kommt, was mit Sicherheit normal ist, wenn man sein erstes Baby im Bauch hat. Aber noch mehr Angst hab ich fast vor Spritzen, also die sogenannte PDA fällt für mich wohl so oder so aus!!

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@bina84

Den Bammel hatte ich auch...

Aber glaub mir, wenns soweit ist, dann bist Dus auch und Du willst Dein Baby sehen und ich wollte endlich wieder Sodbrennenfrei sein ;o))

Wird sicher alles toll-aber-mach, wie es so viele hier schreiben-such Dir auch noch ne Hebamme, mit der Du gut auskommst!!

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@bina84

Die Angst vor der Geburt kann dir keiner nehmen, da niemand vorher sagen kann, wie eine Geburt verläuft. Wichtig ist, dass du dir selbst vertraust, dass du das schaffen kannst und dass du der Hebamme vertraust, dass sie das Richtige tun wird, falls irgendwas dazwischen kommt. Es gibt unheimlich viele Geburten, wo die Hebammen kaum etwas tun müssen, denn die meiste Arbeit musst du schon noch selbst erledigen. Aber denke stets daran: Im Regelfall wird die Schwangerschaft in den letzten vier Wochen so anstrengend, dass du am Ende fast alles tun würdest, um dieses Kind endlich zur Welt zu bringen. Man hat ja sowieso zum Schluss alle möglichen Schmerzen: Rückenschmerzen, Sodbrennen, Fußschmerzen, Ziehen in den Mutterbändern, Wadenkrämpfe usw. Deine Nerven liegen blank, weil du nicht mehr liegen kannst und an Schlaf ist auf den letzten Metern sowieso kaum noch zu denken. Da motiviert es ungemein, wenn man weiß, dass das alles bald ein Ende haben wird. Es ist eigentlich recht einfach: Die meisten Geburten verlaufen immer noch ganz normal.

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