Was ist besser: Fristgerecht Kündigen oder sich mit dem Arbeitgeber einigen und einvernehmlich gekündigt werden?

6 Antworten

"Einvernehmlich gekündigt werden" gibt es nicht. Was Du meinst ist eine "Aufhebungsvereinbarung im gegenseitigen Einvernehmen". Wird vom Arbeitsamt gewertet wie selbst gekündigt.

Grundsätzlich kann eine Aufhebungsvereinbarung eine gute Sache sein. Besonders wenn man gut verhandelt hat und dabei eine saftige Abfindung rausspringt, ein gutes Zeugnis (in dem NICHT steht "in gegenseitigem Einvernehmen"), etc. Besonders dann sinnvoll, wenn man relativ sicher sein kann, dass man problemlos wieder gut unterkommt (altersmäßig, etc.).

Selbst kündigen ist üblich, wenn man dies tut um eine neue Stelle anzutreten, die man bereits vertraglich sicher hat.

einvernehmlich bedeutet, man schliesst einen Aufhebungsvertrag. Dann kann man sich auch ueber die Fristen einigen.

Selbst kuendigen bedeutet Einhalten der Kuendigungsfristen, die sind unterschiedlich, da muss man im Arbeitsvertrag/Tarifvertrag nachsehen, haengt auch mit der Betriebszugehoerigkeitsdauer zusammen. Das koennen 2 Wochen oder auch 3 Monate sein.

Beides selbst kuendigen oder Aufhebungsvertrag bringt in der Regel beim Arbeitsamt eine 3 Monatige Sperrzeit mit sich. Daher ist beides nur sinnvoll, wenn man einen Folgejob hat oder man kuendigt z.B. aus gesundheitlichen Gruenden.

Für den Lebenslauf sieht eine Eigenkündigung immer besser aus, als wenn Du eingestehen musst, dass Du gekündigt wurdest. Wenn Du die Kündigung des AG herbeiführst, dass bekommst Du trotzdem Leistungssperre bei der AA, auch wenn der AG Dir kündigt.

mit einvernehmlich gekündigt werden, meint er das sicher nicht

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Wenn man sich einigt, muss es das Amt nicht erfahren.

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@Marakowsky

Dann ist es Erschleichen von Leistungen, das kann teuer werden.

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@Novos

so einfach ist das  nicht, wenn man einen Aufhebungsvertrag schliesst, will das Amt immer wissen, warum und ohne guten Grund gibt es auch eine Sperrzeit wie bei der Eigenkuendigung.

Und dass der Arbeitgeber einem einfach kuendigt auf Wunsch, das geht allenfalls in Kleinbetrieben (betriebliche Gruende), bei groesseren Firmen muss der Betrieb das auch begruenden koennen und dann wird auch nachgefragt, wieso diese Person gekuendigt wurde und ob ein Sozialplan erstellt wurde, denn es besteht ja oft Kuendigungsschutz. Und stimmt da nicht alles, dann wird der Arbeitnehmer aufgefordert, gegen die Kuendigung zu klagen, weil sie nicht rechtens war. Und dann haben beide wieder ein Problem

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