Was ist besser ein Kaiser oder ein könig?

Das Ergebnis basiert auf 17 Abstimmungen

Kaiser 88%
König 12%

9 Antworten

König
Was ist besser ein Kaiser oder ein könig?

Die Frage lässt sich nur so beantworten: "Besser" ist es, in einem zivilisierten und wohlhabenden Land "König" zu sein als "Kaiser" in einen weniger zivilisierten und wohlhabenden Land.

Heute gibt es nur noch einen "Kaiser", den Tenno von Japan. Gewiss ist Japan ein zivilisiertes und wohlhabendes Land, aber dieser Kaiser ist derart eingeschränkt auch in seinem privaten Leben und politisch völlig entmachtet, nur noch eine Symbolfigur, dass sein Kaisertum nicht erstrebenswert ist.

Die europäischen Monarchen, zumeist Könige, sind viel besser dran. Sie haben ein freieres Privatleben, können ihren Reichtum genießen, haben auch noch eine gewisse Macht, die sie gemäß den Verfassungen ihrer Länder in Abstimmung mit ihren Regierungen direkt, aber auch indirekt über ihre Höfe und Beziehungen in die Gesellschaft hinein ausüben. Sie sind noch wahre Könige bzw. Königinnen!

Das britische Königshaus beispielsweise umgibt immer noch der Glanz eines Weltreiches, auch wenn der Kaisertitel (über Indien) seit den 1940er Jahren aufgegeben worden ist. Der Reputation der Windsors hat das nicht wirklich geschadet. Sie gelten weiterhin als wichtigste und angesehenste Monarchenfamilie der Welt, nicht zuletzt auch aufgrund sehr langer Regierungszeit der jetzigen Queen, die ein neues Zeitalter geprägt hat. Der Königstitel reicht für das hohe Ansehen in jedem Falle aus.

Bleibt gesund und vernünftig!

Arnold

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Ich arbeite als Historiker.
Kaiser

Der Kaisertitel ist höher. Was hätte wohl der König von Bayern gesagt, wenn man ihm seinen Titel abgenommen hätte, nur weil der preußische König nun Chef über die deutschen Länder wurde. Also mußte ein übergeordneter Titel her, bevor man einen König degradiert und das war nunmal der Kaiser. Ähnlich wie in Ö, denn da waren ja auch einige Länder zu einem Verbund zusammen geschlossen.

Stimmt, zum Beispiel war Maria Theresia Kaiserin von Österreich und zeitgleich Königin von Ungarn

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@HorseRiver

War in vielen Ländern so. Auch z.B. ein Kaiser Napoleon mit seinen diversen eroberten Ländern in denen er meist jemanden von der Verwandtschaft als König einsetzte. Er war aber als Kaiser sozusagen der Chef.

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Kaiser

Kaiser ist der höhere Titel, er leitet sich von Cäsar her und sollte somit ursprünglich eine Nachfolge zu den römischen Herrschern und damit eine Vorherrschaft über Europa verdeutlichen. Er wurde anfangs vom Papst vergeben und machte seinen Träger außerdem zum Verteidiger des Christentums. Daher nannten sich die russischen Herrscher Zar, was ebenfalls von Cäsar kommt, denn sie sahen sich als die Beschützer der orthodoxen Christen.
Der Titel wird aber mittlerweile auch für andere große Herrscher verwendet, wie dem japanischen Herrscher. Auch Napoleon nannte sich Kaiser, als er die Vormachtstellung über Europa erlangte.

Praktisch war der Kaisertitel zumindest im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation nicht besonders mächtig, die lokalen Herrscher wie Könige und Fürsten hatten mehr Macht über ihre Gebiete als der de jure übergeordnete Kaiser.

Einen haben?

Oder einer sein?

Ansonsten steht der Kaiser nunmal anner Spitze ganz oben.

LG

PS: Schon witzig, wie oft diese Frage hier tatsächlich schon gestellt wurde

(siehe weiter unter dieser Frage)

:-))))))

Im Märchen ist es ein Kaiser.

In Echt waren unsere deutschen Kaiser von ihrem Titel gar nicht so angetan, weil es menschengemachte Titel waren. Die hielten von ihrem Königstitel, der ihnen durch Gottes Gnade verliehen wurde, viel mehr. Wurde aber anders entschieden, weil sie sich dem Zeitgeist auch nicht entziehen konnten.

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