Was ist besser bei Lichttechnik?

1 Antwort

Hallo gehmalhi

Dass Moving Heads schwächer sein sollen als Scanner ist so als Pauschalaussage Unsinn. Es werden die gleichen Leuchtmittel verwendet und ebensolches gilt für die gesamte Optik, die da verbaut wird.

Entscheiden über das was aus dem Gerät letztlich rauskommt, tut in erster Linie die Qualität. Merke: Bei nicht oder schlecht vergüteten Linsen gehen pro Medienübergang (also pro Linse 2x) bis zu 4% Licht verloren. Bei einer hochqualitativen Vergütung sind es gerade noch 0.4%! Es gilt also einmal mehr: Qualität hat ihren Preis.

Ich denke, die entscheidende Frage ist viel eher: Wo und wie möchtest Du die Geräte einsetzen? Der Scanner hat ganz klar Vorteile, wenn es um die Positioniergeschwindigkeit geht. Der Massearme Spiegel ist im Vergleich zu einem bis zu so-und-so-viel Kilogramm schweren Kopf einfach enorm viel schneller zu bewegen. Dafür weist er den Nachteil eines kleineren Aktionsradius auf. Den Wackeleimer stellste in die Mitte eines Raumes und kannst damit quasi jeden beliebigen Punkt anfahren. Kann der Kollege Scanner nicht. Scanner kannste auch schlechter einfach irgendwo hin stellen, benötigt eine entsprechende Befestigung via Clamp o.ä.

Für Flächen- oder Gegenlicht gibts bei den Moving Heads die Wash Lights. Die verfügen über eine Fresnel-Linse statt eine reguläre plankonvexe Optik. Hat einen stark weichzeichnenden Effekt. Dafür is natürlich nix mit Gobos und Prismen und so.

Seit einigen Jahren gibt es sogar voll theatertaugliche Vertreter beider Gattungen mit eingebauten Blendenschiebern. Ist dann aber preislich schon die Klasse 7er BMW oder Audi S8.

Lg aus Gelsenkirchen ;)

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