Was ist besser , softair Pistole mit CO2 oder softair Pistole mit Gas?

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Bei einer Gas-Softairpistole, ob nun NBB oder GBB, wird Flüssiggas kopfüber ( die Gasflasche ) in den Gastank gefüllt - hier steht nur der Gastank ständig unter ca. 8 bar Gasdruck.
Gas kann man jederzeit nachfüllen, wenn z.B. noch BB im Magazin sind, aber Gas zur Neige geht, weil man mit der Gasfüllung die 2. oder 3. BB-Füllung verschiesst.
Der Gastank ist meist Teil des Magazins und muß, damit die Dichtungen im Tank dicht bleiben, immer mit etwas Silikonöl-haltigen Gas ( die meisten Gase enthalten etwasSilikonöl ) gelagert werden.
Das Magazin entspricht meistens in der Form dem echten Magazin des scharfen Vorbildes.

Bei Gas-Softairpistolen findet man sehr hochwertige und sehr langlebige Pistolen wie z.B. die von Tokyo Marui, Maruzen, Marushin und KWA, um die empfehlenswerten Marken in der Reihenfolge der Qualität zu nennen, die echte Spielerwaffen und weniger Sammlerwaffen produzieren.

Bei einer Co2-Softairpistole wird entweder im Magazinschacht oder im Magazin selber eine 12g Co2-Kaapsel eingelegt und durch fixieren ( festschrauben oder Klemmhebel umlegen ) angestochen - die Magazine haben in den allermeisten Fällen keinerlei Ähnlichkeit mit echten Magazinen.
Ab nun steht das gesamte System samt Ventileinheit unter einem Gasdruck von 56 bar, was Dichtungen und Ventileinheit nicht dauerhaft aushalten.

Deshalb muß nach jedem Schiessen die 12g Kapsel komplett entleert und entnommen werden - man muß also, ob man will oder nicht, die 12g Kapseln durch Schiessen ( auch ohne BB ) komplett entleeren, wenn das System und damit die Pistole eine zeitlang halten soll.
Einfach eine teilgefüllte oder far volle angestochene Kapsel zu entnehmen, führt dazu, das das flüssige Co2 in der Kapsel schlagartig unter enormer Kältebildung nahe am absoluten Nullpunkt ( - 176°C ) verdampft/vergast und alles in seinem Einwirkungsbereich ( z.B. die Pistole, die Hand, etc. ) einfriert.
Da sind schwere Erfrierungen der Hand und Beschädigungen bis hin zum Totalschaden der Pistole vorprogrammiert!!
Einfach eine gefüllte angestochene Kapsel in der Waffe zu lassen, zerstört innerhalb relativ kurzer Zeit Anstechdichtung und Ventileinheit. Eine leere Kaspel drinzulassen, zerstört die Anstechdichtung.

Weitere Minuspunkte bei CO2 sind die, gegenüber Softairgas je Schuß gerechnet, mehrfach höheren Kosten für das CO2 und die durchweg minderwertige Qualität und Haltbarkeit der Co2-Softairpistolen, von denen viele kein Hopup ( für Schußweite! ) haben und/oder viel zu hohe Schußenergien besitzen, die eine Benutzung bei Spielen auf Airsoftgeländen unmöglich machen ( max. 1,0J für eine Pistole oder Revolver ).

Da meistens die Ventileinheit aufgrund des hohen Gasdruckes von CO2 hinübergeht und diese entweder nur sehr teuer oder garnicht zu bekommen ist, ist es letztendlich einfach nur teuer bei gleichzeitig mieser Performance, sich eine Co2-Softair anzuschaffen!

Der einzige "Vorteil" von CO2 ist die Spielbarkeit bei Temperaturen unterhalt von 10°C, wo die allermeisten Gas-Softairpistolen Funktionsprobleme bekommen, weil das Gas zu langsam und mit zu wenig Gasdruck verdampft/vergast. Ich habeden Vorteil in Häkchen gesetzt, weil es GBB-Pistolen von Tokyo Marui gibt, die mit Wintergas bis runter auf ca. 4°C einwandfrei funktionieren und NBB-Pistolen, von TM und Maruzen, die mit Wintergas sogar bei leichten Minusgraden noch funktionieren, wo CO2 garnichts mehr bringt. Selbst bei den Greengas-bedürftigen KWA gibt es mit Pro Tech inzwischen ein Wintergreengas, womit man z.B. eine KWA G17 / Glock G17 noch bei 6°C einwandfrei betreiben kann.

Daher gibt es aktuell keinerlei Vorteile für Co2, zumal einigermaßen qualitativ brauchbare Co2-Softairpistolen das Gleiche kosten wie durchschnittliche GBB-Pistolen von z.B. KWA, die da noch deutlich hochwertiger sind. Billig-Co2-Softairpistolen von deutlich unter 100€ sind derartig schrottig, das man sich das Geld dafür im Eigeninteresse sparen sollte.

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