Was ist beim Kauf eines Didgeridoo zu beachten?

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2 Antworten

Es gibt Didgeridoos aus den unterschiedlichsten Materialien. Wie von Isabella geschrieben erstmal die originalen Eukalyptus-Hölzer, die von Termiten ausgehölt sind, was Du an entsprechenden "Bahnen" im Inneren des Holzes erkennst. Darüberhinaus gibt es Didges in fast jeder Holzart, Redwood, Bloodwood, bei uns meist aus Neuseeland eingeliefert. Sie sind preisgünstiger als die Eukalyptushölzer, haben aber absolut ihren Reiz und oft wunderschöne Klangfarben. Es gibt auch europäische Hölzer; hier ist die Herstellung maschinell, das heißt die Hölzer werden meist der Länge nach auseinandergesägt, ausgehölt und wieder zusammengeklebt, oder schlichtweg ausgebohrt; auch diese können sehr schön klingen. Wichtig zu wissen ist, dass jedes Didge erst nach einiger Zeit des Spielens durch die warme Luft, die Feuchtikeit des Atems, aber auch durch Deine Persönlichkeit einen ganz besonderen Klang annehmen, den Klang also auch mit der Zeit verändern. In Didgekursen habe ich schon erlebt, dass ein und das selbe Didge bei unterschiedlichen Kursteilnehmern vollkommen anders klingen - ein Didge hatte auch nur bei einem Kursteilnehmer überhaupt eine satte, runde Klangfarbe angenommen! In manchen Überlieferungen der Aborigines heißt es, dass jedem Menschen ein bestimmtest Didge bestimmt ist und dieses zu finden die einzige Aufgabe des Menschen sei. Natürlich gibt es auch Bambus-Didges, die auf Temperaturunterschiede heikler reagieren und leicht reißen. Einmal ein Bambusholz irgendwo angeschlagen, ist es meist kaputt. Bambushölzer sind insgesamt heikler zu behandeln als die sogenannten Echthölzer, dafür sind sie für einen Anfänger viel leichter anzuspielen als die Echtholz-Didges, die mit ihrer dicken Wand weniger leicht in SChwingung gebracht werden können. Bambushölzer verändern ihre Klangfarbe allerdings nicht mehr, auch nicht bei längerem Spielen. Abgesehen davon findest Du auch Didges aus Fieberglas, haben einen bombigen Sound, sind aber sündhaft teuer. Letztlich ist die Materialfrage eine ganz persönliche: Willst Du lieber beim batürlichen bleiben oder setzt Du auf neue Erfindungen??? Ich persönlich habe nach langem Suchen ein 2m langes Papprohr gefunden, auf dem mal Stoffbahnen aufgerollt waren. Habe mir Bienenwachs draufgebastelt und es hat einen so tiefen Sound, dass mir beim Spielen die Schädeldecke schwingt... In jedem Fall lohnt sich der Kauf einer gepolsterten (!) Tasche dazu. Zum Mündstück: Es besteht bei den Originalen aus Bienenwachs, das Du selbst nachformen kannst. Also selbst wenn es nicht auf Anhieb passt, kannst Du es Dir passend gestalten. Es gibt auch schon Bienenwachs in passender Menge für ein Mundstück im Handel. Bambusdidges sind meist so rund geschnitzt, dass es keines Bienenwachs-Mundstücks mehr bedarf. Zur Bemalung: Vorsicht! Mit Bemalung werden oft Risse oder Fehler im Holz zu vertuschen gesucht. Also nimm lieber ein unbemaltes, bei dem Du Dir auch sicher bist, dass es einwandfrei ist. Auch wenn Du keine Spielerfahrung hast, blase einfach Luft durch und taste mit der Handinnenfläche über das Holz, dann spürst Du, ob irgendwo Luft austritt, das darf natürlich nicht sein. Schau auf jeden Fall auch bei Weltläden rein, hier holen die Händler die Didges meist selbst aus Australien und Du kannst echte Schätze entdecken. Lass Dir Zeit beim Suchen und Kauf. Viel Spaß!

Du solltest es probespielen, probeblasen - ob dir der Klang gefällt. JEDES Didgeridoo klingt anders. Daraüberhinaus gibt es die Naturgewachsenen (von Termiten ausgehöhlt) und die Erzeugten - die werden dann im nachhinein ausgehöhlt, bzw. wird der Stamm in zwei Hälften geschnitten > ausgehöhlt > und wieder zusammen geleimt. Welche die Teuersten sind ist wohl klar :-) Beachte auch: Nicht das Größte klingt unbedingt auch am größten. Und schaue auch, dass die Größe des Loches wo das Wachsmundstück draufsitzt gut zu der größe deiner Lippen, deines Mundes passt. >Probeblasen! (Manche gehen sogar so weit es auszupendeln. Manche fahren nach Australien dafür. Manche entscheiden ganz locker nach dem äußeren Aboriginal-Design.)

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