Was ist bei der Erkrankung an Autismus, die ja vor der Geburt entsteht, im Gehirn konkret anders, als es im Normalfall sein sollte?

3 Antworten

Beim Autismus besteht eine geringere Kommunikations zwischen unterschiedlichen Gehirnarealen. Man weiß es noch nicht genau, aber die bisherigen Theorien zum Autismus haben sich allesamt als falsch erwiesen. Eine fehlerhafte Informationsverarbeitung macht auch bei den Inselbegabungen Sinn, denn hier fehlt den Betroffenen meist ein Filter in diesem Bereich, der zwischen notwendigen und überflüssigen Informationen unterscheidet und den "Müll" aussortiert.

Hallo NosUnumSumus,

wenn man deine Frage beantworten könnte, dann wäre die Wissenschaft einen großen Schritt weiter.

Ich selbst war schon mehrmals jeweils mehrere Stunden zu Tests im funktionalen MRT, da man u.a. mit meiner Hilfe Veränderungen im Gehirn von Autisten entschlüsseln wollte. Das Ergebnis ist ernüchternd: Keine signifikanten Veränderungen.

Ich habe bei weiteren Studien teilgenommen, u.a. bei einen Gentest, wo man herausfinden wollte, welche Gene bei Autisten anders seien. Das Ergebnis ist ernüchternd: Keine signifikanten Veränderungen.

Resultat: Es gibt immer (noch) keinen Biomarker, durch den man Autismus sicher diagnostizieren kann, sondern man ist auf die symptomatische Beobachtung und Beurteilung angewiesen und nimmt dazu standardisierte Verfahren zu Hilfe wie z. B. ADOS, das bei mir allerdings ein eindeutiges Ergebnis mit der Diagnose Autismus ergab.

Was mir jedoch Sorgen bereitet ist die Vorstellung, dass ein Gentest - wenn es denn einen gegeben hätte - meine Eltern u.U. veranlasst hätte, mich abtreiben zu lassen! Denn ich bin neben Autismus auch noch hochbegabt und das hätte dieser Gentest wiederum nicht offenbart!

Keine Sorge, alles hat seine Berechtigung und jeder ist genau so richtig, wie er ist!
Ich weiß, was Du meinst...
Die älteren Generationen sind noch so weit, Kinder bzw. Menschen mit Autismus/Asperger/Hochbegabung/Sonder -und Inselbegabung/Besonderheiten zu akzeptieren, geschweige denn zu verstehen.
Aber da wir, die neuen Generationen, schon weiter sind, können wie vielleicht die Kleinheit des Geistes unserer Vorgänger verzeihen. Sie waren noch nicht so weit und sie sind unser Ursprung.
Wenn wir anderen Menschen vergeben, befreien wir uns selbst aus den Mustern der Abhängigkeit und der Schuld, die jedoch nichts mit "schuldig sein" zu tun hat. Das Wort "Schuld" wird leider allgemein missverstanden und falsch benutzt...

Vielen Dank für Deine Worte und freundliche Grüße!

NosUnumSumus

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Bitte formuliere deine Frage genauer. Geht es um eine Erkrankung, oder geht es um Autismus?

Mit Erkrankungen kenne ich mich nicht aus.

Aber bei Autismus ist es so, dass es von den kurzen Nervenverbindungen zwischen direkt benachbarten Gehirnregionen sehr viel mehr als üblich gibt, dafür etwas weniger von den langen. Mehr weiß man heute noch nicht.

Und wie genau wirkt sich diese "Mutation" auf die kognitiven Fähigkeiten des Menschen aus?

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@NosUnumSumus

Das wird noch erforscht. Bisher weiß man eigentlich nur, dass Autisten auf allen Sinnen hochsensibel sind, so dass sie zwar mehr Information über die Sinne aufnehmen (Suchbegriff: Reizfilterschwäche), aber mit der Verarbeitung dann überfordert sind. Das heißt, ihnen fallen mehr Details und Strukturen auf, im Gegenzug setzen sie aus den vielen Details nur schwer ein "großes Ganzes" zusammen.

Was die Art zu denken angeht, weiß man bisher nur, dass Autisten sich gern tiefgründig mit einem Thema befassen. Wenn sie etwas interessiert, dann werden sie Experte darin. Im Gegenzug ignorieren sie langweilige Themen.

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