Was ist aus den langen Kerls geworden, die Friedrich Wilhelm I. für das Bernsteinzimmer bekommen hat?

3 Antworten

Die "Langen Kerls" waren die Leibgarde von Friedrich dem Großen. Es war ein richtiges MultiKulti Garderegiment, das nach dem Tod Friedrich d. G. von seinem Sohn aufgelöst wurde.


Diese historische Betrachtung erschein mir am meisten belegbar durch Dokumente aus dem preussischen Staatsarchiv


"Lange Kerls


Volkstümliche Bezeichnung für die Potsdamer Leibgarde von König Friedrich Wilhelm I.in Preußen, die er seit 1707 für die neue Garnison aufstellen ließ.

Das Garderegiment bestand aus 60 Offizieren, 165 Unteroffizieren, 53
Trommlern, 15 Pfeifern, 15 Feldschern [Sanitäter] und 2160 Musketieren,
von denen - und das war die namensgebende Besonderheit - keiner weniger
als sechs Fuß - das waren knapp 1,90 Meter - messen durfte, was
angesichts der damals üblichen Körpergrößen eine nicht leicht zu
erfüllende Forderung war. Die Langen Kerls mußten mit Geld oder Gewalt
aus allen Teilen der Welt geholt werden, aber wenn es um ihre
Beschaffung ging, vergaß der sonst so sparsame Soldatenkönig
jedes Maß. 1720 trat er den Holländern die unter seinem Großvater in
Besitz genommenen und mit erheblichen Investitionen ausgebauten Kolonien
und Stützpunkte ab und legte noch 7 650 Taler drauf, um 12 sehr groß gewachsene Afrikaner für seine Riesen-Garde zu bekommen. 36 Millionen Taler
mußten die preußischen Steuerzahler während seiner Regierungszeit für
die Aufstellung und den Unterhalt des Regiments aufbringen. Die
wenigsten der neuen Rekruten kamen freiwillig und die meisten wußten
nicht, was ihnen bevorstand. Viele wurden von den Werbern einfach
entführt oder mit falschen Versprechungen, üblen Tricks und mit Hilfe
eigens dafür organisierter Banden auf preußisches Gebiet gelockt und
nach Potsdam
verschleppt. Umgekehrt flohen viele junge preußische Männer wegen ihrer
Körpergröße, so etwa 1724 der ostpreussische Pfarrerssohn und spätere
Dichter Johann Christoph Gottsched von Königsberg nach Leipzig,
um dem Dienst in Potsdam zu entgehen. Ausländer mit besonderer
Körpergröße wollten nicht mehr in Preußen studieren, aber die Werber
spürten auch jenseits der Landesgrenzen umher, denn der Soldatenkönig
wollte unbedingt große Soldaten haben, es kam zu den übelsten
Verwicklungen, manchmal nahe an einen Krieg, weil Friedrich Wilhelm I.
weder Recht noch Gesetz achtete, um an sein Spielzeug zu kommen. Dann
wieder wurde er von fremden Mächten benutzt, die ihm gegen ein paar
Lange Kerls diese und jene politischen Versprechen abnahmen. Der
russische Zar Peter I. pflegte sich alljährlich für die kostbaren
Geschenke, die ihm der preußische König gemacht hatte, mit einer
Lieferung von "Riesen" zu revanchieren. Auf Bitte der Zarin Anna ließ
Friedrich Wilhelm I. 1731 eine Anzahl Waffenschmiede von Hagen gewaltsam
nach Rußland transportieren, damit sie dort ihre Kunst nutzbringend
anwenden sollten, wofür er vier Riesen geschickt bekam. Wenn sich die
Riesen in ihr Schicksal fügten, ging es ihnen allerdings auch besser als
den anderen Soldaten. Sie bekamen mehr Sold und Zulagen, der König
schenkte ihnen Grundstücke und Häuser, ließ ihnen große und kräftige
Bauernmädchen aussuchen und übernahm Patenschaften für die Sprößlinge
seiner Riesen. Sein Sohn Friedrich II. löste nach seinem
Regierungsantritt 1740 die Riesen-Garde auf."




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"...große und kräftige Bauernmädchen". Da müssten sich ja noch Gene in Preußen finden lassen.

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18
@Gearloose

........die finden sich auch noch in MeckPomm (ehemals Preußen) und bildhübsch sind sie noch dazu!

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37

Friedrich "der Große" war Friedrich II, der Sohn des Soldatenkönigs, der die langen Kerls aufgelöst hat.

Da der innenpolitisch sehr liberal war, werden sich die ehemaligen Langen Kerls, in Preußen niedergelassen haben.

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26

Da steht nur "Manchmal waren sie auch „Geschenke“ befreundeter Fürsten". Und weiter. "Dieser Artikel oder nachfolgende Abschnitt ist nicht hinreichend mit Belegen (...) ausgestattet."

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48
@Gearloose

Das habe schon in der Schule gehabt.Kann Dir das jetzt aber nicht Belegen.

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Mit absoluter Sicherheit läßt sich sagen, daß sie tot sind, alle tot.

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