Was ist Animismus?

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Der englische Kulturanthropologe Edward Tylor (1832 bis 1917) stellte eine Theorie auf, die allgemein als Animismus bezeichnet wird. Nach seiner Vermutung haben Erfahrungen wie Träume, Visionen, Delirien und die Leblosigkeit von Leichnamen die Naturvölker auf den Gedanken gebracht, daß im Körper eine Seele (lateinisch: anima) wohnt. Gemäß dieser Theorie nahmen sie an — weil sie häufig von ihren verstorbenen Angehörigen träumten —, daß nach dem Tod die Seele weiterlebt, das heißt den Körper verläßt und in Bäumen, Felsen, Flüssen oder sonstwo Wohnung nimmt. Schließlich wurden die Toten und die Gegenstände, in denen die Seelen wohnen sollten, vergöttlicht. Und so nahm nach Tylors Ansicht die Religion ihren Anfang.

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