Was ist an einer festbrennweite so gut?

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6 Antworten

Für Festbrennweiten gibt es mehrere gute Gründe: Einerseits ist die Abbildungsqualität i.d.R. besser als bei Zoom-Objektiven. Der Grund liegt nahe: Hier können die Linsen optimal korrigiert werden. Bei einem Zoom muss man für die verschiedenen Brennweiten immer Kompromisse eingehen. Außerdem, wie von D1vinorum schon angemerkt, können sie lichtstärker gebaut werden. Wenn man eine hochwertige Kamera mit ebensolchem Sensor hat, holt eine Festbrennweite da noch merklich Qualität 'raus.

Ein anderer Grund ist folgender: Jedes Motiv hat 'seine' Brennweite. Man muss sich als engagierter Amateur und natürlich erst recht als Profi Gedanken darüber machen, welche Brennweite für ein bestimmtes Motiv optimal passt, so dass die Perspektive das Motiv möglichst genau so wiedergibt, wie es der Fotograf haben will.

Früher war das normal. Seit es erschwingliche Zooms gibt bleibt man einfach stehen, holt das Motiv mit dem Zoom näher 'ran oder stellt auf Weitwinkel, wo aber ein anderes Objektiv und/oder eine Ortsveränderung besser gewesen wäre. Folge: Bildgestaltung wird schlechter, Motive wirken zunehmend beliebig.

Das MUSS nicht so sein. Viele engagierte Amateure nutzen die Möglichkeiten eines Zooms auch sehr bewusst. Aber in der Mehrzahl der Fälle wird gezoomt was das Zeug hält und das ohne minimale Kenntnisse über das Thema fotografische Perspektive.

Zum Thema Brennweite für Hund und Katzen: Um die Brennweite beurteilen zu können, müsste man auch erstmal die Sensorgröße wissen. Ob man dazu wirklich überhaupt so lange Brennweiten braucht, wage ich zu bezweifeln. 'Ran gehen wäre für mich die Devise. Geht nicht immer, aber das bringt Leben und Authentizität. Die Bilder werden einfach besser als wenn man aus der Ferne fotografiert.

Ein 200er mit 2,8 ist schon deftig teuer, egal von welcher Marke. Und schwer dazu. Aber natürlich ist eine große Öffnung immer vorzuziehen, wenn man sich das leisten kann.

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Was ist besser für die Hunde und Katzen Fotografie ein objektiv bis 200mm oder eins bis 300mm

Kommt ganz drauf an, wie weit du beim fotografieren vom Objekt entfernt bist und um was für eine Kamera es überhaupt geht (Cropfaktor bedenken: eine Kamera Micro Four Thirds Sensor verlängert die Brennweite noch mal mal2, eine Canon mit APS-C Sensor mal1,6, eine Nikon mit APS-C Sensor mal1,5 , eine Kamera mit Vollformatsensor oder mit analogem Fotofilm verlängert die Objektivbrennweite gar nicht.

Und welche Blende

Das hängt davon ab, wie das Bild später aussehen soll.

muss es zwingend 2.8 sein?

Nein, muss nicht. Liegt ganz in der Entscheidung und bei den Wünschen des Fotografen.

Huhu ich wollte mal fragen was an einer festbrennweite so toll ist

Nicht jede Festbrennweite ist automatisch toll, da gibt es auch mehr als genug, die man nur als Briefbeschwerer benutzen möchte/kann. Ein Objektiv wird nicht generell gut, nur weil es eine Festbrennweite ist.

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Eine zB 35mm Festbrennweite ist perfekt auf 35mm abgestimmt. Gleiches gilt für alle anderen Festbrennweiten... Da Fotografen meistens nicht mit 10-20 Festbrennweiten-Objektiven runrennen wollen gibt es Zoom-Objektive.

Je größer der Zoom-Bereich desto großer der Kompromiss zwischen kleinster und größter Brennweite. Ergo muss bei einen zB 18-270mm Objektiv ein viel extremerer Kompromiss eingegangen werden als bei zB 18-55mm und weiters wird die Konstruktion teuer und viel aufwändiger bei einem 18-270mm als beim 18-55mm.

Durch diesen Kompromiss wird die Bildqualität beeinträchtigt. Je größer der Kompromiss desto größer die Beeinträchtigung. Daraus kann man schließen, dass eine zB 18-270mm Linse ist nicht grottenschlecht ist aber von der Bildqualität einer anderen Linse deutlich unterlegen ist. In dem Fall ist es eben eine der Ausnahmen von der "You get what you pay for" - Regel!

Tele:

  • Tamron 70-300 VC USD - 330 EUR - sporttauglicher schneller AF, guter Zoom-Bereich, gute Abbildungsleistung - eher für Außenaufnahmen bei gutem Licht
  • Tamron 70-200 f/2.8 - 550 EUR - sporttauglicher schneller AF, guter Zoom-Bereich, top Abbildungsleistung, lowlight-tauglich, 1,2kg schwer! - Für Lowlight (Indoor oder Dämmerung)
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Hi,

Eine Festbrennweite hat meistens eine große Blende (z.B. 1,4; 1,8), sehr geringe Verzeichnungen (Verzerrung des Bildes) und eine sehr gute Schärfe. Für die meisten dürfte ein normales Objektiv jedoch ausreichen, da sie die Vorzüge einer Festbrennweite wohl kaum nutzen werden. Außerdem sind die meisten wohl eh zu faul die 10 zusätzlichen Meter zu laufen. ;)

Zu der Frage welche Brennweite: Kommt drauf an was sie fotografieren möchte (Bewegung, Ruhe etc.), unter welchen Bedinungen etc. Muss nicht zwingend 2.8 sein, aber in bestimmten Situationen (bzw. bei bestimmten "Effekten") wird man um eine große Blende nicht drum herum kommen. Von daher lieber gleich richtig als zwei mal kaufen. ;) Achja, bei der Brennweite wäre ggf. noch der Cropfaktor der Kamera zu beachten. (Falls Digital, wovon ich jetzt einfach mal ausgehe) (Der Cropfaktor beschreibt die "interne Vergrößerung" der Kamera, aufgrund einer abweichenden Sensorgröße zum Kleinbildformat).

lg Divinorum

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Festbrennweite pro:

  • bessere Abbildungsleistung
  • höhere Lichtstärke

Es gibt viele Leute, die sagen, dass es f/2,8 sein sollte - natürlich ist das besser als 4-5,6, aber für Hobby finde ich es jetzt nicht notwendig.

Was ist besser für die Hunde und Katzen Fotografie ein objektiv bis 200mm oder eins bis 300mm ..

Also eigentlich gibt es in der "nicht ganz teuren" Preisklasse mehr Objektive bis 300mm als bis 200mm. Ausreichen tut aber beides.

Meine Empfehlung unter Telezooms: Tamron SP70-300mm f/4-5,6 Di VC USD. Absolut geile Abbildungsleistung, absolut geiler Stabi, absolut geiler Fokusmotor :)

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das Gute an Festbrennweiten ist:

  • ihre Enorme Bildqualität (hat mbauer588 bereits erklärt)
  • ihre zt sehr hohe Lichtstärke die bei einigen Modellen sogar die Lichtstärke das menschlichen Auges übersteigen (ca f2.0) wodurch die Kamera im LiveView bei wenig licht mehr erkennen kann als man selbst mit bloßem Auge
  • Ihre enorme Schärfe (zb bei Makroobjektiven)
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