Was ist an diesem Satz (.....)grammatikalisch falsch(Dativ.Genitiv)?

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5 Antworten

Angehörige und Politiker gedachten der Opfer. Genitiv statt Dativ.

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der Opfer

Und mache keine Witze, wir wissen doch was du sagen willst


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Da gehört der Genitiv hin, auch wenn hier jemand in einem polemischen Beitrag seine Privatgrammatik als verbindlich darzustellen versucht.

"Sie gedachten der Opfer."

Gruß, earnest

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Kommentar von Deponentiavogel
30.11.2016, 16:03

Und du gibst hier die Privatgrammatik von Duden an. 

Jetzt kann man als vernunftbegabtes Individuum meine Privatmeinung und die Privatmeinung des Dudens miteinander vergleichen und für sich selbst entscheiden, was einem einleuchtender vorkommt.

Es gibt keine amtlich verbindlichen Grammatikregeln. Du versuchst hier – gestützt durch die Autorität, die mit dem Namen Duden mitschwingt –, dem Fragesteller Grammatikregeln als verbindlich zu verkaufen, die dir besonders hochstehend/schön/richtig/was auch immer vorkommen. 

Ich betone in allen meinen Beiträgen, dass die Grammatik beim einzelnen am besten aufgehoben ist. Von dir wissen wir ja, dass du davon ausgehst, dass bestimmte Bevölkerungsschichten grammatikalisch besser sprechen als andere. Du bist also entweder ein Heuchler oder einfach nur ignorant gegenüber anderen Anschauungen.

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Nichts. Da hat dein Lehrer nur 

1. keinen Schimmer, was der Primat der gesprochenen Sprache ist und 

2. keine Ahnung von Sprachgeschichte und der Funktion des Dativs.

Als Deutschlehrer hält man die deutsche Sprache für ein vollendetes System, das nach den Regeln des Dudens funktioniert und demnach keine Änderung erfahren kann. Das hängt mitunter auch damit zusammen, dass man im Lehramtsstudium germanistisches Gedankengut geimpft bekommt. 

Die germanistische Linguistik geht davon aus, dass Verben häufig einen lexikalischen Fall nach sich ziehen. Das heißt irgendjemand hat da mal einen beliebigen Fall hintangestellt, und das muss man jetzt auswendig lernen. Im Falle von gedenken ist das der Genitiv.

Tatsächlich funktioniert unsere Grammatik anders. Das Verbum gedenken benötigt eine adverbiale Bestimmung. Wenn man früher eines Sachverhalts gedachte, dachte man aktiv über diesen Sachverhalt nach. Deswegen benutzte man den adverbialen Genitiv (in der Germanistik: Genitivobjekt). Er antwortet auf die Frage ›in Bezug worauf gedenkst du?‹ (= über was denkst du nach?)

Wenn man heutzutage gedenkt, dann tut man das feierlich oder bedächtig. 

Man gedenkt heutzutage nicht mehr der Opfer (Genitiv), sondern den Opfern (Dativ). 

Das Gedenken geschieht nämlich zugunsten von jemandem. Und es ist die ureigenste Aufgabe des Dativs, anzuzeigen, zu wessen Gunsten etwas geschieht (--› dativus commodi).

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Kommentar von earnest
30.11.2016, 07:09

Pardon, aber was für eine dusselige Verallgemeinerung die Deutschlehrer betreffend.

Deine Vorurteile sind derart massiv, dass man da fast ein Trauma vermuten könnte.

Und wieso entscheidest DU, dass "man" (wer immer das sein mag) nicht mehr DER Opfer gedenkt, sondern DEN OpferN?

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Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod . . .

Im Ernst: der Opfer ist richtig.

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