Was ist an der Planwirtschaft so schlecht?

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3 Antworten

Du vermengst da viele Themen. Das lässt sich so nicht beantworten.

Staatliche Planwirtschaft ist erst einmal ungefähr das Gegenteil von einer (freien) Marktwirtschaft. D. h. Befürworter einer Marktwirtschaft werden staatliche Planwirtschaft grundsätzlich ablehnen.

Ob eine Planwirtschaft "schlechter" ist, hängt sehr stark von der (politischen) Führungskompetenz ab. Schlechte Planung = Probleme über einige Jahre. Bei einer Planwirtschaft fällt ein entscheidendes Korrektiv für die Politik weg, nämlich die marktwirtschaftliche Selbstbereinigung. Auch in einer Marktwirtschaft gibt es inkompetente Unternehmensführungen. Aber die werden dann halt vom Markt erledigt, und woanders macht jemand neu auf, der's besser macht.

Planwirtschaft als Gegenmittel gegen Kapitalkonzentration bei einigen wenigen Reichen wird jedenfalls nicht funktionieren. Letztlich sind Politik und Geldadel eigentlich überall stark miteinander verflochten. Im Falle einer Planwirtschaft wird es letztlich sogar noch einfacher, gezielt politisch gewünschte "Reiche" zu protegieren und mit Aufträgen zu versorgen.

Und was zuletzt Mark Zuckerberg angeht, würde ich mal einen Vergleich mit der Filmindustrie wagen: prominente Hauptdarsteller verdienen unendlich viel Geld, während die ganzen Komparsen für Hungerlöhne aktiv werden. Nur dass es hier nicht um einen Film geht, sondern um eine Inszenierung von initialen Geldgebern. Mark Zuckerberg ist in diesem Kontext aber auch nichts anderes als ein Darsteller, der (zu) gut bezahlt wird. Diejenigen, die tatsächlich für den Erfolg gesorgt haben, sind die frühen Investoren. Die haben - wie meist bei Start-Ups - ihre Kontakte spielen lassen, um das Unternehmen zu promoten und mit guten Deals auszustatten. Nicht selten werden da "vom Kapital" her Netzwerke konstruiert, wo die Geldgeber in mehreren dieser "vernetzten" Unternehmen investiert sind.

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An Planwirtschaft ist nicht Schlechtes. Jede Firma plant wie sie wirtschaften muß.  Auch heute.

Was du meinst ist sicherlich der damalige 5 Jahresplan in der DDR. Dort wurde eben auf 5 Jahre im Voraus fest geplant und leider versäumt flexibel auf auftretende Probleme zu reagieren.

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Was ist effektiver, wenn jeder Mensch aus eigenem Antrieb mit eigenen Idee für sich selbst so effektiv wie möglich wirtschaftet oder wenn eine zentrale Stelle aus wenigen Köpfen für die Bedürfnisse von Millionen Menschen planen will?


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Kommentar von Neun188
07.11.2016, 00:15

Das zweite, nicht? Weil die kann ja auch regulierend eingreifen, damit kein gesellschaftliches Ungleichgewicht entsteht.

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