Was ist an Bundestagswahlen nicht demokratisch?

2 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Das hängt wohl von der Tiefe ab, in die du gehen willst und/oder kannst, um deine Zuhörer/Leser erreichen zu können.

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Die folgenden Fragen eignen sich als Einleitung. Stelle sie als offene Fragen; und "beantworte" bzw. "belege/widerlege" sie im Hauptteil mit den Ausarbeitungen, die du schon gemacht hast.

  • Angenommen, ich möchte gern "CDU" wählen, weil ich das Wahlprogramm insgesamt für gut halte. Aber ich bin der Überzeugung, dass Frau Merkel dieses Wahlprogramm gar nicht umsetzen kann (und will). ... Wie kann ich wählen, um "meine Vertretung", also eine "CDU ohne Merkel, aber mit XYZ als Vertreter" zu bekommen? Gibt es IRGENDEINE Option?
  • Kraft der "Listen-Wahl" ist die Möglichkeit "meine Vertretung" auszuwählen, auf durch Partei-Taktik beschränkte Optionen eingegrenzt und "Partei-Eliten" werden massiv bevorzugt. ... Wie kann ich "meinen Vertreter" wählen?
  • Dass die Minister vom Kanzler bestimmt werden, ist noch nachvollziehbar. Immerhin soll der Kanzler mit ihnen regieren. Allerdings stellt sich die Frage nach den Kompetenzen. Die Minister wechseln nicht etwa nach Fähigkeiten; sondern nach Beliebtheit ihre Ämter und Posten. Wenn sie aber wirklich in Amt und Funktion so beliebig austauschbar sind, dann wäre eine "Direktwahl" der Minister nicht problematischer. ... Gibt es eine Option, darauf Einfluss zu nehmen?
  • Angenommen, ich halte Herrn deMaiziere für einen miserablen Innenminister und ich möchte seiner Behauptung der Legitimation meiner Vertretung den Boden entziehen. ... Wie kann ich verhindern, dass er Innenminister wird? Wie kann ich veranlassen, dass er abgesetzt bzw. ausgetauscht wird?
  • In der Vergangenheit haben sich Minister und andere Politiker wiederholt als "politische Totalversager" herausgestellt. In ihrem Arbeitszeugnis würde stehen "Sie gaben sich große Mühe, dem Geschehen zu folgen." ... Wie kann ich verhindern, dass sie weggelobt oder sogar befördert werden und mich weiterhin "vertreten"; nur eben an anderen Stellen (und mit mehr Gehalt und "Verantwortung")? 
  • Angenommen, ich gebe einem Vertreter einer Partei meine Stimme, weil mich seine Argumente hinsichtlich seiner politischen Absichten überzeugen. Unmittelbar nach der Wahl stellt sich aber heraus, dass er mich angelogen hat, um meine Stimme zu ergaunern. ... Wie kann ich ihn wieder loswerden?
  • Welchen Sinn machen Wahlen überhaupt, wenn der Fraktionszwang - obwohl grundgesetzwidrig - durchgängig durchgesetzt wird (Kauder (CDU) ihn sogar völlig ungestraft und grundgesetzwidrig öffentlich einfordern darf), und "mein Vertreter", sollte er diesen Zwang negieren, gar keine Chance hat, sich politisch zu entfalten?

All dies - und noch einiges mehr - wäre für eine VERTRETUNGS-Demokratie, also eine Gesellschaft, in der ich meinen eigenen Vormund, der über mich und mein Leben bestimmen soll, aussuchen muss, EXISTENZIELL.

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Doch NICHTS DAVON kann ich realisieren. 

Ich "darf" wählen (kann es aber auch lassen). Und was danach geschieht, ENTZIEHT SICH VOLLSTÄNDIG meinem Einfluss. Ich bin den Dingen hilflos ausgeliefert und mir bleibt nur "hoffen & beten" oder ein laaaaaaanger, unsicherer und meist erfolgloser Weg durch die Instanzen.

Die sinkende Wahlbeteiligung ist doch ein prima Aspekt - woran liegts, was bedeutet sie für die Legitimität der Wahl, was wird dagegen getan, ...

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Bundestagswahl: Haben Kandidaten kleinerer Parteien in kleinen Bundesländern eine geringere Chance in den Bundestag einzuziehen aufgrund von Landeslisten?

Sehe ich das so richtig: Als Politiker einer kleinen Partei hat man nur in einem großen Bundesland die reale Chance, in den Bundestag einzuziehen, da bei der Bundestagswahl bei der Zweitstimme eine Länderliste - keine Bundesliste - gewählt wird und einem kleinen Bundesland somit weniger Plätzen zusteht. Um dann einen Platz zu ergattern, bräuchte man prozentual mehr Stimmen als in einem großen Bundesland.

Zum Beispiel bei der Bundestagswahl 1983 erreichten die Grünen in Bayern 4,7% und schickten 4 Abgeordnete nach Bonn, während im Bundesland Bremen die Grünen mehr als doppelt so viel erreichten, nämlich 9,7% und schickten kein einzigen Abgeordneten nach Bonn (sorry, dass die Zahlen alt sind, aber neuere fand ich auf die schnelle nicht. An der Methode hat sich aber ja nichts geändert).

Die prozentuale Sitzverteilung im Bundestag stimmt dadurch zwar schon, aber als Politiker einer kleinen Partei, wie der FDP oder Grüne, würde dann ein Mandat im Bundestag zu erlangen kaum möglich sein, wenn er aus einem kleinen Bundesland kommt. Seh ich das so richtig? Und wenn ja, was ist die Begründung? Um den eigenen Wahlkreis vertreten zu bekommen, gibt es doch die Erststimme, die Zweitstimme soll doch eigentlich das eigentliche und somit das bundesweite Ergebnis widerspiegeln, aber schlussendlich würde doch z.B. ein Freidemokrat aus Hamburg kaum die Chance haben, bundespolitisch Einfluss zu nehmen, während er aus z.B. NRW beim gleichen Ergebnis der Zweitstimme es könnte.

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Wenn ich weder die SPD noch die CDU wähle, für welchen Kandidaten bin ich letztendlich?

Also, bitte haltet mich nicht für blöd, ich versteh einfach nicht so viel von Politik. Ich denke mal wenn ich nicht frage, bleib ich ja unwissend, also helft mir bitte auf die Sprünge. Also ich hatte das auch in Politik. Man wählt nicht direkt den Bundeskanzler sondern Parteien. Es gibt ne Erststimme(Kandidat) und ne Zweitstimme (Partei). Ich denke das versteh ich alles. Die hälfte der Sitze im Bundestag wird dann auf die meistgewählten Kandidaten verteilt und die andere Hälfte wird durch den Anteil, den die Partei bekommt, verteilt ( mit dieser einen Liste, mit der Reihenfolge der Kandidaten ) Berichtigt mich wenn ich was gaaanz Falsches hier sage.

Aber nun zu meiner Frage: wenn ich beispielsweise die FDP und die Tierschutzpartei wähle ( ich weiß es passt nicht zsm und so. ich will einfach nur darauf hinaus, dass NICHT die SPD oder die CDU gewählt wird ), für welchen Kanzlerkandidaten bin ich dann letztendlich. Ich meine, ich kann ja nicht davon ausgehen, dass die Partei die ich wähle, es eh nicht zur Mehrheit schaffen wird, sonst könnte ich ja gleich das Wählen lassen. Das wiederum finde ich auch unsinnig, da sonst die Demokratie flöten geht. Aber mich nur zwischen den beiden Parteien zu entscheiden, bei denen es einen Kandidaten gibt, entspricht ja vielleicht nicht meine Interessenvertretung..

Also wie wird das geregelt?

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Wie seht ihr das? Und habt ihr Reformideen?

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Überhang- und Ausgleichsmandate richtig verstanden?

Also, ich habs so verstanden, dass Überhangmandate dann gelten, wenn mehr Politiker durch ein Direktmandat gewählt wurden, als es an Plätzen durch die Prozentzahl der Zweitstimme möglich ist. Dann kommen diese Politiker trotzdem noch in den Bundestag und Ausgleichsmandate sind, wenn nicht so viele Politiker gewählt wurden, wie es eig an Plätzen gibt. Dann kann die Partei noch extra Leute hinschicken? Bitte korrigiert mich

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