Was ist Agrarwirtschaft und wo kommt sie vor?

4 Antworten

Agrarwirtschaft ist ein Synonym für Landwirtschaft. Biologische Landwirtschaft ist eine Unterkategorie davon. Was du vermutlich meinst ist der Unterschied zwischen sogenannter konventioneller Landwirtschaft, und biologischer Landwirtschaft.

Der Unterschied liegt im Einsatz von Pflanzenschutzmitteln, Dünger, gentechnischer Verfahren, Futtermittel, Medikamenten und Haltungsbedingungen von Nutztieren. In der biologischen Landwirtschaft sind nur Pflanzenschutz- und Düngemittel zugelassen, die grundsätzlich auch in der Natur vorkommen. Gentechnische Verfahren sind nicht gestattet. Der Einsatz von Medikamenten ist stärker eingeschränkt, und es gelten marginal strengere Richtlinien für die Haltungsbedingungen von Nutztieren.

Agrarwirtschaft und Landwirtschaft sind zwei Begriffe für die gleiche Sache. Mit der Landwirtschaft war es den Menschen möglich, Nahrungsmittel herzustellen und damit sesshaft zu werden.

Biologisch ist alles, was nicht synthetisch hergestellt ist. Ökologische Landwirtschaft (das ist vermutlich das, was Du mit »biologisch« meinst) ist der Versuch, die Pflanzen die man anbaut so wenig wie möglich mit zusätzlichen Stoffen oder Methoden zu manipulieren. Wenn es doch erforderlich ist, dann mit natürlichen Mitteln. Zum Beispiel das Düngen.

In der am meisten verbreitete Landwirtschaft verwendet man Kunstdünger, genetisch manipuliertes Saatgut und andere Hilfsmittel. Immer mehr Gemüse- und Obstsorten werden das ganze Jahr über produziert/gezüchtet. Das ist aber normalerweise nicht das Ziel der ökologischen Landwirtschaft.

Gruß Matti

Gute Einleitung, nur was ist Kunstdünger? Oder meinst du Mineraldünger? Jegliches Saatgut ist genetisch manipuliert, dazu werden die zu kreuzenden Pflanzen Radioaktivität, chemischen Substanzen usw ausgesetzt. Falls du gentechnisch veränderten Pflanzen meinst, die kommen in Deutschland nicht zum Einsatz.

Zucht ist übrigens was anderes als vermehren oder gar produzieren.

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@Bonatus

Mit der Berichtigung kann ich leben. Danke!

Für mich zählt die Bewässerung schon zum natürlichen Düngen. Im Gegensatz dazu ist der Regnen kein Düngen, da der Mensch seine Hände nicht im Spiel hat.

In der ehemaligen Sowjetunion hat man das Wetter dahingehend manipuliert, dass man Regenwolken "produziert" hat. Das ist schon wieder Düngen, finde ich. Wenn auch nicht mit Kunstdünger. »Kunstdünger« mag kein fachlich korrekter Begriff sein; genau wie »Kunsthonig« keiner ist, aber ich weiß auch nicht, ob »Mineraldünger« das richtige Wort ist.

Falls du gentechnisch veränderten Pflanzen meinst, die kommen in Deutschland nicht zum Einsatz.

Hier war ja nicht nach deutscher Agrarwirtschaft gefragt. Abgesehen davon: Es mag verboten sein (keine Ahnung, ob dem so ist), gentechnisch veränderte Pflanzen in Deutschland einzusetzen. Es dürfen zumindest Zweifel angemeldet werden, ob sich alle daran halten.

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