Was ist ' menschenwürde"?

5 Antworten

Menschen brauchen zum Überleben nicht nur atmen, trinken und essen, sie brauchen auch "werten". Wir werten ununterbrochen als Grundlage für unser Handeln und Überleben. Da Menschen Gemeinschaftswesen sind bilden sich im gemeinsamen Miteinander auch gemeinsame Wertungen, Werte heraus. Menschenwürde ist ein auf uns als Menschen selbst bezogener Aspekt einer gemeinsamen Werthaltung. Sie ist eigentlich noch recht jung und so richtig erst in der Aufklärung durchdacht worden (Kant). Sie ist die Basis von respekt- und achtungsvollem Umgang miteinander und nicht mehr nur gegenüber "Würde-Trägern" (Adel, Klerus, usw.). Dahinter steht die Einsicht, dass man selbst im gegenseitigen Umgang nur aus Würde Achtung und Respekt erwarten kann, wenn man sich das gegenseitig zusagt und nicht mit Hauen und Stechen "verdienen" muss. Das ist die Theorie. In der Praxis spielen die Erfahrungen, ob sich jemand dieser Achtung auch als würdig erweist, eine nivellierende Rolle.

leben und leben lassen

wiki sagt:

Der Begriff Würde (lateinisch dignitas)
bezeichnet die Eigenschaft, eine einzigartige Seinsbestimmung zu
besitzen. Sie kann einem Lebewesen, einem System von Lebewesen, aber
auch einer natürlichen oder menschlichen Schöpfung zugesprochen werden.
Zumeist wird die Seinsbestimmung von Menschen in einem moralischen Sinne
verstanden oder als ein in einer Wertehierarchie hoher Rang bzw. eine
Vorrangstellung von Personen. Traditionell wurde der Ausdruck auch auf
politische oder soziale Einheiten angewandt, etwa auf den römischen
Staat und seine Bürger oder auf gesellschaftliches Ansehen bzw.
Stellung, wie sie etwa dem erblichen Adel zukamen. In jüngerer Literatur
wird auch von einer Würde der Natur oder sogar jeden Lebewesens
gesprochen. Mit dem Begriff der Menschenwürde wird die besondere Seinsbestimmung bezeichnet, die jeden Menschen von allen anderen Lebewesen unterscheidet.[1]

Die Tätigkeit, einer Person die Würde zuzusprechen oder diese anzuerkennen, wird als (das) Würdigen oder (die) Würdigung bezeichnet.

Nach Kant (Grundlegung zur Metaphysik der Sitten) besteht die Würde des Menschen darin, ein autonom Werte setzendes Wesen zu sein. Daraus leitet sich ab, dass jeder Mensch niemals nur als Mittel, sondern immer zugleich auch als Zweck behandelt werden muss.

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