Was Inspiriert euch (Atheisten?) an der Wissenschaft?


12.04.2021, 07:06

tut mir leid hab was falsches hingeschrieben wusste nichts davon was ihr unten hingeschrieben hattet

14 Antworten

Nachdem nun einige falsche Vorstellungen geklärt sind: Was inspiriert an der Wissenschaft?

Wissenschaften sind eine Methode, mehr über die Welt herauszufinden. Das einzige Kriterium dabei ist: Es muss funktionieren. Ich könnte z. B. auf irgend eine Weise auf die Idee kommen, ich könne das Wetter beeinflussen, wenn ich mich nur fest genug auf die Wolken konzentriere oder wenn ich eine höhere Instanz, z. B. einen Wettergott, anbete. Wenn ich diese Idee habe, probiere ich sie aus. Und wenn ich dies einige Zeit ausprobiert habe, merke ich: Das funktioniert gar nicht. Und jetzt kommt das Wichtigste: Wenn es nicht funktioniert, dann lass ich die Theorie fallen. Wenn die Theorie ein bisschen funktioniert, kann ich vielleicht noch versuchen, ein bisschen daran rumzuschrauben. Aber wenn sie nicht tut, wird sie verworfen.

Dies ist der Unterschied zum Glauben: Gläubige sind stolz darauf, auch die Dinge zu glauben, die seit Jahrhunderten nicht funktioniert haben. Sie meinen, gerade daran zeigt sich ein wahrhaft guter Gläubiger.

Theoretisch könnte man über die Wissenschaften zur Überzeugung kommen, dass es einen Gott gibt. Nämlich z. B. dann, wenn die Gebete funktioieren würden. Wir wissen aber, dass sie höchstens sehr schwach funktionieren, so schwach, dass dies auch durch andere Effekte erklärt werden kann. Z. B. als Placeboeffekt. Deshalb sind die meisten Menschen, die wissenschaftlich denken, nicht sehr stark gläubig oder eben atheistisch.

Da sich Atheisten in eine Gottfreie Sekte verwandeln bist du mit glaube an Wissenschaft gar nicht mal so falsch. Viele Atheisten reden informationen genau so wie sie sie hören nach, ohne sie nachzuprüfen. Dabei entstehen viele Fehlinformationen. Soviel zu glaube und Wissenschaft. Warum sie daran Glauben, weil sie eigentlich gläubig sind und sich einen Ersatz in ihrem großen protest suchen. Ich selber bin Bekenntnislos und verlasse mich auf validiertes Wissen, das unterscheidet meines erachtens glaube an Wissenschaft und wissen in Wissenschaft

Mfg DP

Grüß Dich SayInshallah313

Ich glaube nicht an die Wissenschaft als Religion gesehen, aber sie ist doch bedeutender Bestandteil meines Glaubens. Ich selbst bin Atheist aber ich bin auch religiös. Beides geht gut zusammen. Und da befinde ich mich mit Albert Einstein in guter Gesellschaft. Albert Einstein stellte für sich folgen­des absolut klarstellend fest:

Das Wort Gottes ist für mich nicht mehr, als der Ausdruck und das Produkt mensch­licher Schwächen. Die Bibel ist eine Sammlung ehrbarer, aber dennoch pri­mitiver Legenden, wel­che doch ganz schön kindisch sind. Keine Interpretation, wie feinsinnig sie auch sein mag, kann das für mich ändern. Ich glaube nicht an einen persönlichen Gott und ich habe dies niemals geleugnet, son­dern habe es deutlich ausgesprochen. Falls es in mir etwas gibt, das man religiös nennen könnte, so ist es eine unbe­grenzte Bewun­derung der Struktur der Welt, so weit sie unsere Wissen­schaft enthüllen kann.“

Genau das ist der Punkt. Forschung kann früher oder später was bisher nicht gewusst wurde enthüllen. Aber je mehr sie enthüllt, desto mehr Fragen tauchen auf und um so geheimnisvoller wird die Welt. Der Begriff Geheimnis oder wie die Natives (Indianer) sagen das 'Große Geheimnis' ist als das göttliche anzusehen. Nicht Gott, der ist personalisiert. Dieses Geheimnis als ein ES zu verstehen, als Grund warum etwas ist und nicht nichts und damit auch alles andere einschließlich uns selbst, ist völlig unpersönlich aber dennoch ergreifend.

Herzlichen Gruß

Rüdiger

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Wissenschftl. Buchstudium, Weiterbildung, Eigene Erfahrung

Wissenschaft ist eine Methodik, mit der wir falsifizierbare und somit belegbare Theorien entwickeln, um uns natürliche Phänomene erklären zu können. Evolution ist beispielsweise eine wissenschaftlich belegte Tatsache und die gesamte Biologie testet das Modell der Evolution implizit. Nichts in den Geisteswissenschaften ergibt einen Sinn außer im Lichte der Naturwissenschaft. Diese Basis haben Religionen nicht, weswegen sie sich auch auf ein sinnfreies Dogma festklammern müssen.

Über Gott macht die Wissenschaft jedoch keine Aussage - sie zeigt uns aber, dass wir nicht an Zauberern, Dämonen und Hexen festhalten müssen. Auch stammt die gesamte Menschheit nicht von einem einzigen Menschenpaar ab. Die Leute wussten es damals einfach nicht besser.

Wie der Ex-christliche Prediger Dan Barker schon sagte, sind heilige Schriften nichts anderes als magische, absurde und primitive Geschichten.

Wer nichts weiß, muss alles glauben, ein Zitat von Marie Ebner von Eschenbach.

Woher ich das weiß:Hobby – Wer nichts weiß, muss alles glauben, was so ausgedacht wurde

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