Was ich auch schon immer einmal wissen wollte...

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6 Antworten

Bewegung ist relativ. Wenn Du dich neben die Erde in den Weltraum stellst, ohne dich um die Erde zu drehen, dann wirst Du zwar auf den Hubschrauber heruntergucken können, der über der Erde schwebt, und von Dir aus gesehen wird der Hubschrauber sich mit der Erde mitbewegen, aber deine Perspektive ist ziemlich irrelevant.

Der Aufwand, sich nach Osten zu bewegen, ist für ein Flugzeug der gleiche wie nach Westen. In Beiden Fällen muss man die Trägheit und v.a. den Luftwiderstand überwinden, und da sich die Athmosphäre (also die Luft) ebenfalls mit der Erde mitdreht, hält die einen nach Osten genauso auf wie nach Westen. (Ausser es kommt grad Wind aus der einen Richtung, aber das hat wenig mit der Drehung der Erde zu tun).

Danke.

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@hotguenther

PS: Die Corioliskraft hätte durchaus noch einen kleinen Einfluss.

http://de.wikipedia.org/wiki/Corioliskraft

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Hier gehts ziemlich mit den Begriffen durcheinander. Dein Problem hat mit dem Übergang von Inertialsystemen ("ruhender" Beobachter außerhalb der Erde) in Nichtinertialsysteme (NIS, Beobachter auf der sich drehenden Erde) zu tun. Um in solchen NIS weiterhin die Newtonschen Gesetze aufrecht erhalten zu können, muß ein Beobachter im NIS eine Reihe sogenannter Scheinkräfte berücksichtigen: Dazu gehört die hier hier angesprochene Corioliskraft, die Zentrifugalkraft (diejenige Kraft, die Dich in einem Kettenkarussell nach außen beschleunigt, wenn da die Kette nicht ist), die Trägheitskraft (zu spüren beim Bremsen im Auto) und eine weitere Kraft, die erst mal nicht so wichtig ist.

Die Corioliskraft führt für den Beobachter im NIS zu einer Ablenkung, wenn sich der Körper auf die Drehachse des NIS zu- oder von ihr wegbewegt.

Scheinkräfte - obwohl für den Beobachter im NIS durchaus zu spüren - unterscheiden sich von den übrigen Kräften dadurch, daß sie dem 3. Newtonschen Gesetz (Actio = Reactio) nicht gehorchen.

So, und jetzt zu Deinen Fragen: - Ja. - Nein. - Mit Schwerkraft hat das nichts zu tun. - Sie wird gar nicht außer Kraft gesetzt, sondern ist wie erklärt ein Effekt des NIS.

Die hier diskutierten Effekte in der Fliegerei haben damit zu tun, daß man die Kräfte auf ein Flugzeug relativ zur umgebenden Luft betrachten muß. In der Tat: bei einem Flug nach Westen hat man in unseren Breiten häufiger Gegenwind. Da sich aber der Abstand des Flugzeugs zur Drehachse der Erde für ein genau nach Westen fliegendes Flugzeug nicht verändert, erfährt es keine Corioliskraft.

Ich finde die Frage toll. Die sogenannte "Corioliskraft" verhilft dazu, dass nach Westen fliegen schneller geht / weniger Treibstoff braucht. Und, solange man in der "Westwindzone" (bedingt durch die corioliskraft) fliegt hat man höchstwahrscheinlich Rückenwind. Schon in Kriegen vor ein paar hundert Jahren hat man, wenn man mit Artillerie ein Ziel genau treffen wollte, die Corioliskraft mit in die berechnungen einbezogen (ich glaube zumindest, dass das mal in Erdkunde von einer kompetenten Lehrkraft behauptet wurde).

Die Kräfte nehmen im direkten zusammenhang mit der Schwerkraft und dem Wind. Aber genaue Formeln weiß ich nicht, und selbst wenn, ich denke damit könntest du ohne Erklärung nichts anfangen.

Top! Genau das wollte ich wissen. Danke!

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Glaub ich nicht. Immer wenn ich bis jetzt nach Osten geflogen bin (Hongkong, Tokyo), war die Flugzeit kürzer als retour. Mit dem Hinweis des Cockpits auf Rückenwind in Richtung Osten.

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@ungererbad

Hast recht, es ist umgekehrt. laut Wikipedia: "Ähnliche Auswirkungen hat die Westwindzone auf den Luftverkehr. Ein typisches Beispiel dafür ist ein Nonstopflug eines Düsenflugzeugs in 10-12 Kilometern Höhe. Auf dem Hinflug von Europa nach Amerika in Richtung Westen trifft das Flugzeug frontal auf bis zu 400 km/h schnelle Jetstreams, welche es um bis zu 100 km/h abbremsen. Auf dem Rückflug hingegen kann das Flugzeug durch den heftigen Rückenwind auf bis zu 1000 km/h beschleunigt werden. Dadurch entstehen Flugzeitunterschiede von etwa einer Stunde." http://de.wikipedia.org/wiki/Westwinddrift tut mir leid, is schon ne weile her.

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Ja, das ist so, die Erddrehung spielt da so mit. Auch Weltraumraketen werden in der Nähe des Äquators leichter gestartet, weil da die Erddrehung am schnellsten ist, mit der Drehrichtung wird das ausgenutzt!

Ich denke es stimmt, wenn mann mit der Erdbeschleunigung fliegt braucht man weniger lange als entgegen. So, jetzt könnt ihr mich in der Luft zerreißen.

Heute ist der "Was ich auch schon immer einmal wissen wollte... " Tag

Ich hätte es auch anders formulieren können, wenn dich das so stört. ^^

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@hotguenther

Vielleicht solltes du das, wenn du die Antworten hier kritisch betrachtest, wirklich mal tun!!!

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