Was hindert die „Luft“ dran aus der Erde in den Weltall auszutreten?

6 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Es gibt kein "in der Erde" und "Austritt zum Weltall". Die Erde ist ein Planet mit Gravitation, alles wird auf der Erde gehalten aufgrund der gegenseitigen Massenanziehung. Und damit:

Erst einmal hält den "Luftsee" über der Erde das gleiche um die Erde herum, was auch die Meere daran hindert, Urlaub in den Alpen zu machen. Die Schwerkraft.

Als nächstes werden "Sonnenwinde", was Partikelströme hoher Energie sind, durch das Erdmagnetfeld von der Erde weitgehend abgehalten. (Das resultiert bspw. auch in Polarlichtern.) Dieser Partikelstrom ist wie ein kosmischer Fön und würde – so wie beim Mars geschehen – den Großteil der Atmosphäre tatsächlich davon tragen.

Und schließlich passiert genau das, es kommt zu einem Gasverlust zum Weltraum hin von 3 t/s, also 95'000 t/a! Netto sind – aller Masseeintrag und -verlust gegengerechnet – das zwar "nur" 55'000 t/a, aber immerhin! Das ist allerdings gegen die Gesamtmasse der Erde verschwindet gering wenig.

Ergo: Gravitation hält die Erde und die Atmosphäre zusammen, das Erdmagnetfeld schützt uns vor Sonnenwinden, ganz wenig Atmosphäre geht dennoch verloren.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Diplom in Physik

Ziehen Polarlichter wirklich Luft in den Weltraum wo sie auftauchen??

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@Nichtsnutz12

Wer sagt das?

Polarlichter entstehen in der Folge von sogenannten Sonnenstürmen oder auch Eruptionen in unsere Richtung.

Der Sonnenwind ist relativ dauerhaft und beständig, einen gewissen Abtrag der Luftschicht gibt es also permanent. Wird er durch eine Eruption stärker, wirkt er auch hier natürlich stärker. Das ist aber eine parallele Sache.

Und: Es "zieht" nichts Luft in den Weltraum. Die Luftmoleküle werden angestoßen und können dadurch an der äußersten Luftschicht in den Weltraum davon driften. Da zieht nichts.

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Prinzipiell die Schwerkraft und das Erdmagnetfeld. Allerdings nicht zu 100 Prozent. Ein bisschen Atmosphäre geht verloren, aber wird ja noch ausreichend nachproduziert.

Das Magnetfeld sorgt vor allen dafür, dass energiereiche Strahlung die Atmosphäre nicht "wegschubst", was vor allem in den oberen Schichten relevant ist.

Da die Gase aber ständig neu gebildet werden, sind die geringen Verluste durch Sonnenwind und Co. wieder ersetzt.

Die Schwerkraft oder Anziehungskraft oder Gravitation der Erde.

Es heißt nicht den, sondern das Weltall.

ok. Bonus Frage: Andere Planeten haben ja auch ne Schwerkraft, kann man theoretisch Luft zum Mars oder Mond „transportieren“? Dort würde sie ja auch nicht wegfliegen wegen der Schwerkraft, natürlich bräuchte man dafür unendlich viel Luft und transportieren kann man ja eh nur kleine Mengen, aber wenn wir in deer Lage wären Luft zu produzieren, wieso nicht???

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@Nichtsnutz12

Der Mars hat ja eine dünne Atmosphäre. Der Mond hat zu wenig Schwerkraft um eine Atmosphäre zu halten

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@Stromermeister

Ok was heisst dünne Atmosphäre dachte es geht um die Schwerkraft die ist glaub ich aufm mars recht stark wie auf der erde

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@Nichtsnutz12

Nö, der Mars ist kleiner als die Erde, die Schwerkraft weniger als halb so groß.

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@Nichtsnutz12

Da die Gravitation auf dem Mars deutlich kleiner als auf der Erde und auf dem Mond nochmals viel kleiner ist, würde die dorthin transportierte Luft inziemlich kurzer oder sehr kurzer Zeit ins Weltall verduften. Die Moleküle der Luft unterliegen eben nicht nur der Gravitation, sondern auch der kinetischen Energie aus Partikelkollisionen.

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@rumar

interessante Diskussion. Eine Frage: wenn Teilchen "Verschwinden" dann erreichen sei also die Fluchtgeschwindigkeit nach einer Kollision mit Teilchen vom der Sonne und fliegen dann durch den Weltraum.

Gibt es dann auch den umgekehrten Effekt, dass ein Planet Teilchen "einfängt" die so durchs All vagabundieren.

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@juergen63225

Möglicherweise geschieht das auch - aber da es ohnehin herzlich wenige solche "vagabundierenden Teilchen" gibt, resultiert daraus bestimmt kein messbarer Effekt.

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Die Schwerkraft (Gravitation).

Deshalb steigt die Dichte der Luft je näher man dem Boden kommt.

ok. Bonus Frage: Andere Planeten haben ja auch ne Schwerkraft, kann man theoretisch Luft zum Mars oder Mond „transportieren“? Dort würde sie ja auch nicht wegfliegen wegen der Schwerkraft, natürlich bräuchte man dafür unendlich viel Luft und transportieren kann man ja eh nur kleine Mengen, aber wenn wir in deer Lage wären Luft zu produzieren, wieso nicht???

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@Nichtsnutz12

Ja klar. Allerdings wird es schwieriger bei kleinen Planeten. Zum Beispiel können Merkur oder Pluto (Zwergplanet) fast gar keine Atmosphäre halten, weil ihre Schwerkraft zu gering ist.

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@Nichtsnutz12

Auf anderen Planeten ist die Schwekraft anders, weshalb das wahrscheinlich nicht gehen würde

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@Nichtsnutz12

Hi Nichtsnutz12,

Abgesehen vom 'Sonnenwind' der natürlich die 'Atmosphäre' abträgt ...

Grundsätzlich gibt es einen einfachen Zusammenhang zwischen der planetareren Masse, der Oberflächentemperatur und dem Tempo des Atmosphärenverlustes.

Physikalisch ist 'Temperatur' ein Maß für die durchschnittliche Geschwindigkeit der einzelnen 'Luftmoleküle'.

Die Masse eines Planeten legt die sogenannte Fluchtgeschwindigkeit fest.

Das ist die Geschwindigkeit bei der ein Objekt den Planeten entgültig verlässt (bei der Erde sind das etwa 11,2 km/s).

Das bedeutet: Je kleiner ein Planet ist, und je höher seine Temperatur, desto schneller verschwindet seine Atmosphäre.

MFG automathias

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Die Schwerkraft. Die Kraft die alles zum Boden zieht, zieht auch die Luft, die ein Gemisch aus verschiedenen Gasen ist, Richtung Erde.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Masterstudium Physik

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