Was heisst Löss?

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4 Antworten

Um es mal ganz wissenschaftlich zu sagen: Löss ist ein äolisches Lockersediment, das während des Pleistozäns aus den Periglazialgebieten ausgeblasen wurde und sich an andere Stelle wieder abgelagert hat. Erklärung: Die Eiszeit (Pleistozän) dauerte von vor etwa 2 Millionen Jahren bis vor ca. 10.000 Jahren und war unterbrochen von Zwischenwarmzeiten (Interglazialen). Während dieser Zeiten zogen sich die Gletscher nördlich der Alpen und in Nordeuropa zurück. Es gab immer Grenzgebiete zwischen Gletscher und Vegatation (Periglazialgebiete), die nicht bewachsen waren. So konnte der Wind den "nackten" Boden angreifen und feinere Partikel ausblasen (Schluff). Dieser hat sich im Windschatten wieder abgelagert. Da damals bereits Westwinde vorherrschten, also vor allem an Osthängen, aber auch in Senken (z.B. Hessische Wetterau). Aus diesen sehr jungen Ablagerungen entwickelten sich während der letzten 10.000 Jahre mit die fruchtbarsten Böden der Welt - in Deutschland und Frankreich Parabraunerden und im Osten (z.B. Ukraine) Schwarzerden. In Deutschland enthält der Löss etwa 16% Kalk.

Löß ist ein Lockergestein, das äolisch entstanden ist (also eine Windablagerung). Die Teilchen haben die Korngröße von Schluff (also kleiner als Sand, aber gröber als Ton). Die mineralogische Zusammensetzung ist abhängig vom Herkunftsgebiet des Gesteinsstaubs (in Deutschland kalkreich - daher die "Lößkindel", knollenförmige Konkretionen). Löß verwittert leicht zu fruchtbaren Böden, bei uns meist Parabraunerden, in Südrußland Schwarzerdeböden (Tschernosjem). In Lößgebieten gibt es viele Hohlwege. In Deutschland ist der Löß im Kaiserstuhl sehr dick. Soweit mein altes Schulwissen.

Danke ist bis jetzt die hilfreichste Antwort :))

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der wind transportierte fruchtbaren gletscherstaub weit ins landesinnere, bis ins hügelland

aussehen: gelblich

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