Was heißt: "Jesus ist für mich am Kreuz gestorben?"

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Das hat folgenden Ursprung. Die Menschen wurden durch die SÜnde von Adam und Eva imperfekt, sie haben mit Gott gebrochen. Da die Sünde von den ersten Menschen begangen wurde übeträgt sie sich auf alle Menschen, also auch ein Mensch der sein ganzes Leben keine andere Sünde begeht muss Gott trotzdem um vergebung wegen dieser Erbsünde bitten.

Im Jüdischen glauben geschah das verzeihen der Sünde durch ein Opfer. Tiere waren damals sehr wichtig und stellten oft den einzigen Lebensunterhalt vieler Menschen dar. Daher wurde das beste Tier Gott geopfert damit das Opfer auch wirklich ein Opfer für den Menschen ist. Diese 'vergebung' der SÜnden wurde aber mit der Zeit ausgenutzt, die Menschen sündigten ständig und kauften sich dann durch das opfern eines kranken oder schwachen Tieres wieder frei. Da dies nicht im Sinne Gottes war schickte er, um die Menschen vor SÜnde zu retten, das ultimative Opfer auf die Erde. Gott befreite Maria vom ersten Augenblick ihres Lebens von der Erbsünde so dass ihr Sohn 'unbeflekt' und ohne Sünde auf die Welt kommen konnte. Schlussendlich opferte Jesus sich für die Menschen so dass diese, durch das Opfer Jesus, nach dem Tod von der Erbsünde befreit und das ewige Leben erlangen können.

Sehr simpel ausgedrückt und vielleicht mit ein paar Fehlern, aber so ungefähr ist die Rationale dahinter ;-)

Super, vielen Dank! ABER: Wieso kann Gott den Menschen nicht einfach gleich ihre Sünden vergeben, statt erst "seinen Sohn" auf die Erde zu schicken usw.? Hätte es eine einfache Vergebung + ein klares Zeichen nicht auch getan?

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@tizenegy

Weil es ein Opfer benötigt, das Prinzip von Opfern spielt im Christentum eine nicht unbedeutene Rolle. Schieb es dem Menschlichen Bedürfniss nach Ritualen in die Schuhe wenn du magst ;-).

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@IaraIara

OK, leuchtet ein... Das erklärt dann wohl auch die nächste Frage!

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@tizenegy

@tizenegy: Gute Frage: Kann Gott nicht einfach so vergeben? Gott hat gesagt: Sünde=Tod, Liebe=Leben. Wer liebt schon perfekt? Also sind wir alle Sünder. Sünde ist schrecklich. Kann nicht in Gottes Gegenwart kommen. Tod muss sein. Furchtbar. Ja. ... Wenn Gott einfach nur so verzeihen könnte, wäre ihm das sicher selber auch lieber gewesen, dann hätte Jesus nicht so furchtbar für uns leiden müssen (denke ich mal). Allerdings: Mit welchem Recht könnte er dann Satan und seine Engel und die Bösen am Jüngsten Tag vernichten? Er könnte doch denen dann auch "einfach so" verzeihen - und sie mit in die Ewigkeit aufnehmen ... dann ginge das Theater wieder von vorne los...

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UND: Warum lässt sich Gott lange Zeit mit irgendwelchen Opfern besänftigen, wenn der Sündenfall offensichtlich gar nicht so schlimm gewesen ist: Schließlich vergibt er dann den Menschen ja doch?!?

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@tizenegy

Die Vergebung alleine hebt nicht die Ernsthaftigkeit der Sünde auf, das er es ernst gemeint hat beweist Gott ja schon alleine damit dass die Sünde überhaupt vererbbar ist und dass er den Menschen erst nach dem Tod die Möglichkeit gibt ins Paradies zu kommen. Es spielt im Christentum ja nicht nur Gotts Vergebung eine wichtige Rolle sondern auch die Willigkeit der Menschen um Vergebung zu bitten. Daher Opfer und in abgemilderter Form heute die Beichte wo ja ebenfalls Bupe getan wird.

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@IaraIara

Klasse, vielen Dank für die schönen Erklärungen!

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@tizenegy

Bitte gerne, und ich meinte natürlich Buße nicht Bupe ;-)

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@IaraIara

lol naja, ernstes thema aufgelockert.

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@tizenegy

Gott muss nicht besänftigt werden, sondern Er muss auf Grund seines gegebenen Gesetzes den Menschen zur Verantwortung ziehen, wenn er seine Ordnung gebrochen hat.

Die daraus resultierende Bestrafung(sie bedeutet den Tod für den Menschen) hat Christus auf sich genommen, um ihnen die Strafe zu ersparen.

Darum hat schon der Prophet Jesaja in Kapitel 53, 1-10 geschrieben: "Aber Er wurde getötet um unserer Übertretungen willen, zerschlagen wegen unserer Missetaten ; die Strafe liegt auf Ihm, damit wir Frieden hätten, und durch seine Wunden werden wir geheilt....; aber der Herr warf unser aller Sünden(Verfehlungen) auf Ihn..."

Christus nahm unsere Schuld auf sich und ist dafür an unserer Stelle gestorben. Nur auf diese Weise war es um der Gerechtigkeit willen möglich den Menschen vor de der Bestrafung zu bewahren.

Darum gibt es auch keine andere Möglichkeit, um vom Tod bewahrt zu werden. Apostelgeschichte 4, 12.

Alle anderen menschlichen Bemühungen sind zum Scheitern verurteilt und können den Menschen nicht helfen. Egal wie ernstlich und auch aufrichtig diese Bemühungen sein mögen.

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@evangelista

Guck mal, evangelista, laralara hat sich Mühe gegeben, und eine wirklich gute Antwort auf die gestellte Frage gegeben.

Dass Einzige, was Dir einfällt, ist wieder darauf hinzuweisen, dass nur der das ewige Leben erhält, der diese abgefahrenen Geschichten auch wirklich glaubt. Und dass alle Menschen, egal wie gut sie sich benehmen, automatisch verdammt werden, wenn sie nicht das glauben, was Du glaubst.

Ich weiß nicht, wie Andere das finden, ich zumindest finde es widerlich!

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@frank1968

Frank

Wenn Du die Aussagen der Bibel über die Erlösung des Menschen nicht ernst nehmen möchtest, dann ist das Deine Angelegenheit.

Nur wirst Du mit Deiner subjektiven Auffassung keinen Menschen die Erlösung vermitteln können.

Klarer kann es uns die Bibel nicht vermitteln, warum wir nur durch Christus Erlösung finden können.

Das Problem liegt doch nicht in der Bibel begründet, sondern beim Menschen, der in seiner Eigenmächtigkeit glaubt, dass er auf seine eigene Weise Erlösung finden könnte. Nur können alle diese eigenmächtigen menschlichen Bemühungen ihnen nicht die Erlösung bringen.

Und warum das dem Menschen nicht selber möglich ist habe ich auch klar erklärt und das wirst Du auch an vielen Stellen in der Bibel bestätigt finden.

Darum besteht die Frage:

Wollen wir uns auf Gott und seine Hilfe verlassen oder auf unsere eigenen Bemühungen?

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@evangelista

Um Deine letzte Frage zu beantworten: Wenn jemand in meiner direkten Umgebung Probleme hat, dann versuche ich ihm direkt zu helfen, und fange nicht an einen Gott um Hilfe zu bitten!

Es gibt nur unsere eigenen Bemühungen und die Bemühungen von anderen Menschen. Dass Gott irgendwem irgendwann geholfen hätte, ist nicht dokumentiert.

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@frank1968

Frank

Du wirst Dich wundern wieviel Menschen in ihrem Leben die Hilfe Gottes erfahren haben und dies in den unterschiedlichsten Umständen. Ich habe sie selber auch schon erfahren.

Aber das wird für Dich sowieso kein Beweis, sondern wider nur ein subjektive Behauptung sein.

Dazu kann ich nur sagen, dass durch meine eigenen Bemühungen diese Dinge nicht gelöst worden wären. Und das werden Dir auch viele andere Menschen bestätigen können.

Und was unsere Erlösung anbelangt sind wir genauso auf seine Hilfe angewiesen.

Es gibt die verschiedensten Lebenssituationen, wo wir auch auf die Hilfe anderer angewiesen sind.

Umso mehr wenn es um unserer Erlösung vom Tod geht, brauchen wir die Hilfe Gottes.

Das unterscheidet einfach die Menschen voneinander, dass sich die eine bewusst sind, dass sie Hilfe Gottes brauchen und die andere, die glauben, dass sie Ihn nicht brauchen.

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@evangelista

Machs einfach konkret: Bring ein Beispiel einer Situation, die du erlebt hast, in der Gott geholfen hat.

Dann können sich Alle, die es lesen, ein Bild machen.

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@frank1968

@frank,lass dich doch von eva hier nicht verrückt machen,das ist es nicht wert, seine permanente, impertinente art der zitatenwiedergabe, die meisstens nur einen aufdringlichen biblichen werbeblock darstellen und in den meissten fällen total am eigentlichen thema der jeweiligen frage vorbeigehen,ist es meisstens gar nicht wert zu kommentieren.

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@rubicon66

Ne, nee, neee, Rubi, die Frage ist ausgezeichnet!

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"Machs einfach konkret: Bring ein Beispiel einer Situation, die du erlebt hast, in der Gott geholfen hat. Dann können sich Alle, die es lesen, ein Bild machen."

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Da bin ich dabei.

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Linda?

Wie Frank sagt:

Bring doch bitte ein Beispiel einer Situation, die du erlebt hast, in der Gott geholfen hat.

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@frank1968

Frank

Ein Beispiel dazu!

Ich habe eine Vortragsreihe gehalten, bei ca. 150 Menschen gekommen sind.

Am ersten Abend stand ich unter einer Klimaöffnung, aus der Permanenz kühle Luft gekommen ist.

Als Folge davon wurde meine Stimme immer schlechte, so dass am Ende des Abends fast nicht mehr sprechen konnte.

Das war am Samstag Abend. Am Sonntag morgen war es um keine Spur besser.

Daraufhin bin ich ins Spital gefahren, um mich untersuchen zu lassen.

Der Arzt bescheinigte mir, dass ich eine starke Stimmbänderentzündung hätte, die mich zwingen würde in den nächsten 14 Tagen nicht zu sprechen, geschweige eine Vortrag zu halten. Würde ich es dennoch tun, dann könnte das negative Folgen für meine Stimme haben.

Am Dienstag war der nächste Vortragsabend vorgesehen.

In diesen kommenden zwei Tagen habe ich alles versucht den Zustand meiner Stimme zu verbessern, doch nichts hat geholfen.

Ich habe meine ausweglosen Lage Gott vorgelegt und um Hilfe gebeten.

Obwohl sich bis zum frühen Abend nichts an meiner Stimme verbessert hat bin ich trotzdem in das Kongresshaus gefahren, um meinen Vortrag zu halten.

Und dann geschah etwas, was man nicht rational erklären kann.

Ich begann wieder vor den 150 Leuten zu sprechen und je länger ich sprach, um so besser wurde meine Stimme. Ungehindert und ohne Schwierigkeiten konnte ich meinen Vortrag halten, der ca. eineinhalb Stunden gedauert hat.

Am Mittwoch bin ich wieder ins Spital gefahren, um mich ansehen zu lassen. Und der Arzt, der mich am Sonntag untersucht hatte konnte einfach nicht verstehen warum meine Stimmbänderentzündung völlig verschwunden war. Ich erzählte ihm was ich gemacht habe: Gebetet!

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@evangelista

Gut, Danke , ich werde dazu zwei Dinge bemerken, und dann klinke ich mich aus.

Zuallererst sind sehr viele Stimmbandentzündungen stressbedingt: Sie kommen schnell, sind aber oft auch genau so schnell wieder weg(eigene Erfahrung).

Dann gibt es aber einen Punkt, auf den ich unbedingt genauer eingehen möchte, und ich würde mir wünschen, dass Du genau liest, was ich schreibe, und auch versuchst zu verstehen, wo das Problem liegt.

Nehmen wir einmal an, Gott hat Dir tatsächlich geholfen. Könnte ja sein.

Wenn Gott die Macht hat, Deine Stimmbandentzündung einfach so zu heilen, dann muss ich mich doch fragen, wieso er nicht eingreift, wenn Menschen ein ernsthaftes Problem haben. Glaubst Du, all die Menschen, die während des dritten Reiches umgebracht wurden, haben nicht gebetet, damit Gott ihnen hilft?

Weißt Du, ein Gott, der Dir bei Deiner Stimmbandentzündung sofort hilft, aber Kinder verhungern oder ermorden lässt, ohne einzugreifen, auf den pfeife ich! Ernsthaft!

Glaubst Du wirklich, Du bist ein so viel besserer Mensch als alle Anderen, dass er Dir bei jeder Kleinigkeit zur Seite steht, ihm die Menschen in Pakistan aber offensichtlich egal sind. Ein Glück, dass ich nicht an ihn glaube, sonst wäre er aber sowas von unten durch.

Und wenn ich an ihn glaubte, würde ich, denke ich, eher dafür beten, dass er Menschen mit wirklichen Problemen hilft, bevor ich ihn darum bitte, meinen Pickel verschwinden zu lassen.

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@evangelista

Hier entgleitet die Diskussion.

Für meine Frage IRRELEVANT: - Gibt es einen Gott? - Ist die Kirche eine gute Einrichtung? - Steht in der Bibel die Wahrheit?

RELEVANT ist hingegen die Frage: - FALLS man an Gott glaubt, wie erklärt man sich LOGISCH den Vorgang des Sünden-auf-sich-Nehmens durch Jesus?

Evangelista schreibt: "Christus nahm unsere Schuld auf sich und ist dafür an unserer Stelle gestorben."

Das hilft natürlich nicht weiter. Denn hier wird nur wiederholt, nicht erklärt. Nötig ist also eine Erklärung von Christen für Nichtchristen.

Übrigens ist dies der einzige Weg, andere zu überzeugen. Hinweise auf die Inquisition oder Zitate aus der Bibel werden niemanden dazu bewegen, seine Meinung zu ändern.

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@tizenegy

Ich gebe Dir recht tizenegy, dass die Frage, ob es Gott gibt oder nicht für Deine Frage irrelevant ist.

Allerdings wirst Du von echten Christen schwerlich eine logische Erklärung für etwas bekommen können, was man logisch nicht greifen kann.

Die von Dir prämierte Antwort ist gut, mehr geht aus meiner Sicht nicht.

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@evangelista

Opfer als Strafe, Strafe als Mittel zur Durchsetzung von Regeln. Leuchtet ein, das ist "auf der Erde" ja auch so. Aber wieso ist es möglich, dass jemand für mehrere andere eine Strafe auf sich nimmt? Dann ist doch das Ziel der Bestrafung verfehlt... Es kann ja zum Beispiel auch kein Vater für seinen Sohn ins Gefängnis gehen, nur weil er das aus Liebe gern möchte.

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@tizenegy

Wie gesagt, Du gehst mit Deinem Wissen und Deiner Vernunft an eine Behauptung heran, die man glauben muss, um sie so stehen lassen zu können.

Glaubenswahrheiten sind für einen vernünftigen Diskurs nicht geeignet, weil sie sich diesem Diskurs durch diverse Zirkelschlüsse entziehen, was aber von den Gläubigen selbst im Algemeinen nicht erkannt wird.

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@frank1968

Ich stimme Dir zu. Laralara hat es verständlich skizziert, darüber hinaus wird es dann wohl ohne Glauben zu neblig... ;-)

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@frank1968

Evangelista ich kann DICH leider NICHT ernst nehmen und halte dich für total verblendet und hoffe du wachst irgendwann mal auf aus diesem seltsamen Traum in dem du dein Leben fristest. Ist teilweise lächerlich und teilweise traurig..teilweise widerlich was du hier im GF an Beiträgen lieferst.....

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@frank1968

Frank

Ich weiß, dass es sinnlos ist, Dir irgend etwas zu erklären, weil Du Deine vorgefasste Meinung sowieso nicht ändern wirst.

Ich könnte Dir auf Deine Vorwürfe gegen Gott antworten, nur wird das überhaupt nichts bringen. Deshalb erspare ich mir die Zeit!

Wir können beide durch unsere Spende mithelfen das Leid zu lindern.

Ich wünsche Dir einen schönen Tag!

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Es geht um das Stellvertretende. Jesus ist gestorben - quasi als Sühne für unsere Sünden. So, wie (wenn es denn so kommt) z.B. der Herr Sauerland in Duisburg stellvertretend für alle zurücktritt, die bei der Organisation und Genehmigung der Loveparade geschlampt haben. (Ich weiß, jeder Vergleich hinkt...)

Ganz einfach erklärt wird es in dem Buch eines bekannten Theologen: Klaus Berger, "Wozu ist Jesus am Kreuz gestorben?", Quell Verlag Stuttgart. Klaus Berger ist Neutestamentler (Professor) und hat einen sehr guten Ruf. Vor allem geht er weg von der "Opfer-Theologie", nach der ein wenig gnädiger Gott unbedingt ein Opfer braucht, damit er zufriedengestellt ist und die Gläubigen nicht zur Hölle fahren läßt. Gott wurde Mensch aus Liebe und aus Liebe lebte er ein gewaltfreies und heilbringendes Leben, verkündete eine solche Botschaft und ließ sich dafür in letzter Konsequenz auch töten. Das erklärt das Buch. Gruß, q.

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