Was heißt es konkret Gott nach zu folgen und wie macht man das?

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11 Antworten

Hallo Jambalaya37,

in der Bibel ist ein Appell an uns alle zu finden, der da lautet: "Naht euch Gott, und er wird sich euch nahen" (Jakobus 4:8). Es ist also möglich, Gott nahe zu sein und ihn sogar als Freund zu gewinnen! Wie man das macht? Wie bei jeder anderen Freundschaft auch, entsteht diese nicht von einem Moment zum anderen. Bevor sich zwei Menschen näher kommen, müssen sie sich erst einmal gut kennenlernen. Mit der Zeit mögen sie Eigenschaften am anderen entdecken, die sie sehr anziehend finden und tief berühren. Auch findet zuvor ein reger Gedankenaustausch statt.

Willst Du also Gott näher kommen, dann wäre ein erster und wichtiger Schritt der, dass Du Gott kennenlernst. Wie ist das aber möglich? Natürlich kann man sich mit ihm nicht so unterhalten, wie das zwei Menschen miteinander tun können. Doch auch in der Beziehung zu Gott gibt es zwei Kommunikationswege: Gott kann zu Dir sprechen und Du mit ihm.

Bleiben wir zunächst bei dem ersten Kommunikationsweg. Wie kann Gott zu Dir sprechen? Ganz einfach: durch die Bibel, sein geschriebenes Wort! Jedes mal, wenn Du in der Bibel liest, entsteht eine Verbindung zu Gott. Frage Dich vor allem immer: Was will er mir durch diesen oder jenen Gedanken sagen? Oder: Was kann ich aus dem Erzählten über Gott lernen - über seine Eigenschaften, seine Einstellung oder seine Denkweise? Wenn Du so die Bibel liest und analysierst, dann ist das Lesen in ihr ein echter Gewinn für Dich und macht Dir auch zunehmend Freude. Auch wenn das Ganze nur wenige Minuten dauert, so ist diese kurze Zeit doch gut eingesetzt, meinst Du nicht auch? Wenn Du dann irgendwann wieder mehr Zeit hast und Dein Verlangen nach dem Wort Gottes größer geworden bist, dann kannst Du ja den Zeitrahmen etwas erweitern.

Jedes Mal, wenn Du Dich bemühst in der Bibel zu lesen, machst Du einen Schritt auf Gott zu. Immer mehr wird er Dir zu einem Vertrauten und zu einem Freund, mit dem Du über alles sprechen kannst, selbst über die tiefsten innersten Gedanken und Gefühle. Das wiederum bringt Dich Gott noch viel näher. Im Laufe der Zeit wirst Du merken, dass Dir die Freundschaft zu Gott zu dem Wichtigsten im Leben wird! Und Du betrachtest Dein Leben mit ganz anderen Augen. In Dir entsteht das Gefühl der Freude und des Glücks in einem Maß, das Dir durch nichts sonst gegeben werden kann.

Um dahin zu gelangen, muss man einen Anfang setzten. Du musst Dich vielleicht erst einmal dazu durchringen, anzufangen, Dich mit Gottes Wort, der Bibel, zu beschäftigen. Und wie sagt man so schön: "Der Appetit kommt beim Essen". Ist erst einmal das Herz beteiligt, dann entsteht aus dem "ich muss" ein "ich will". Jesus Christus sagte einmal in den sog. "Glücklichpreisungen" der Bergpredigt: "Glücklich sind die, die sich ihrer geistigen Bedürfnisse bewusst sind" (Matthäus 5:3). Geistige Bedürfnisse hat jeder Mensch, doch die wenigsten sind sich dieser Bedürfnisse auch bewusst und unternehmen etwas. Stell Dir einmal vor, jemand hätte plötzlich überhaupt kein Hungergefühl mehr. Stände er nicht in der Gefahr, zu verhungern oder zumindest unterernährt zu werden? Wird der "geistige Appetit" angeregt, dann beginnt man auch zu "essen". Und das Ergebnis? Jesus sagte, dass man dadurch "glücklich" werden würde. Ist das nicht auch ein guter Grund, es einmal mit dem Bibellesen zu versuchen?

Man muss nicht unbedingt ganz vorn in der Bibel anfangen und sie komplett durchlesen, sie ist ja nicht wie ein Roman geschrieben. Nicht schlecht wäre es, z.B. mit den vier Evangelien zu beginnen und dann vielleicht mit den Psalmen weiterzumachen. Es kommt beim Lesen der Bibel auch nicht auf die Seitenzahlen an, sondern ob man das, was man gelesen hat, auch richtig verstanden und mit dem Herzen erfasst hat. Dazu ist es nötig, öfter mal innezuhalten und über das gerade Gelesene nachzudenken.

Nun zu dem zweiten Kommunikationsweg, dem Sprechen zu Gott, also dem Gebet. Stell Dir vor: Du kannst zu jeder Tages- und Nachtzeit mit dem Höchsten sprechen, ohne Wartezeit oder Voranmeldung! Ist das nicht etwas ganz Besonderes, was man sehr schätzen sollte? In der Bibel wird Gott sogar der "Hörer des Gebets" genannt (Psalm 65:2). In den Psalmen finden wir auch eine Aufforderung, die an uns alle gerichtet ist: "Vertraut auf ihn zu allen Zeiten. Vor ihm schüttet euer Herz aus" (Psalm 62:8). Das kann doch niemand für einen anderen tun, oder? Nur persönliche, innige Gebete zu Gott bringen uns ihm näher! Ein Gebet ist die Zwiesprache mit Gott, betrifft also nur mich und Gott. Je öfter Du Dich Gott im Gebet völlig öffnest, ihm also Dein Herz ausschüttest, desto inniger wird Deine Beziehung zu ihm und desto realer wird er für Dich.

Da ist noch etwas, was Du beim Entwickeln einer Freundschaft zu Gott berücksichtigen solltest. Wenn ich jemanden als meinen Freund gewinnen will, dann tue ich sicher nicht ständig Dinge, die er nicht mag oder ihm sogar zuwider sind. Wenn Du also Gott näher kommen möchtest, dann solltest Du Dich vergewissern, was der Wille Gottes für Dein Leben ist und danach leben. Die Bibel drückt es an einer Stelle so aus: "Und dadurch wissen wir, dass wir ihn kennengelernt haben, nämlich wenn wir fortfahren, seine Gebote zu halten. Wer sagt: „Ich habe ihn kennengelernt“ und dennoch seine Gebote nicht hält, ist ein Lügner, und die Wahrheit ist nicht in diesem.   Wer aber sein Wort hält, in diesem ist wahrhaftig die Liebe Gottes vollkommen gemacht worden" (1. Johannes 2:3-5). Ja, die Liebe zu Gott stellt man durch das Halten seiner Gebote unter Beweis. Wenn einem die Freundschaft zu Gott wirklich am Herzen liegt, dann fällt einem die Einhaltung der Gebote Gottes auch nicht allzu schwer. Im Gegenteil: Man macht immer öfter die Erfahrung, das Gottes Richtlinien uns nicht der Freude berauben, sondern uns vielmehr zum eigenen Nutzen dienen.

Ich wünsche Dir von Herzen, dass Du einen Weg zu Gott findest und ihm, so wie es offenbar Dein Wunsch ist, näher kommst! Und dann wirst Du im Laufe der Zeit merken, dass beim Beten zu Gott auch ein Gefühl in Dir entsteht, ein Gefühl tiefer innerer Verbundenheit!

LG Philipp

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Für mich heißt das im ersten Schritt, Gottes Autorität anzuerkennen. Als Schöpfer dieser Welt. Und Jesu Geschenk, nämlich sich selbst, anzunehmen. Zu akzeptieren, dass er Gottes Sohn ist und für uns alle gestorben ist. Und nicht zuletzt sollte man akzeptieren, dass die Bibel das Wort Gottes für uns ist.

Wenn man dieses Bekenntnis klar hat, kann man mit der Nachfolge beginnen. Dieser Prozess ist bei jedem etwas anders ausgeprägt. Ich kann da nur für mich sprechen.

Ich versuche, Jesus ähnlicher zu werden. Den Menschen mit Liebe zu begegnen, nicht schlecht über sie zu reden oder zu denken, Gutes zu tun. Es geht nicht darum, sich an die Buchstaben des Gesetzes zu halten, sondern an den Geist der Vereinbarung sozusagen. Bei Entscheidung überlege ich mir, was Jesus wohl in dieser und jener Situation tun würde oder gutheißen würde. Ich versuche, mehr in der Bibel zu lesen. Einigermaßen regelmäßig in den Gottesdienst zu fahren. Auch ein Haus- oder Bibelkreis ist eine gute Idee, bei uns momentan aber familienbedingt etwas schwierig.

Das alles gelingt mir an manchen Tagen besser und an manchen Tagen deutlich schlechter. Ich bin eben auch nur ein armer Sünder - aber immerhin mit guter Hoffnung und Motivation :-)

Aber wie gesagt: Jeder muss seinen eigenen Weg finden. Solange der im Einklang mit der Bibel steht, kann aber eigentlich nix schiefgehen :-)

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Für mich fängt es damit an, dass man Jesus ganz bewusst in sein Herz und Leben aufnimmt. Lies mal Johannes 1,12: Diejenigen, die ihn (Jesus) aufnahmen, denen gab er das Recht, Kinder Gottes zu werden, heisst es da so ungefähr.

Wenn Gott dein Vater ist, und du sein Kind, dann benimm dich einfach so wie ein Kind es einem guten Vater gegenüber tut.

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Den Willen Gottes für das eigene Leben zu erfahren, ist wohl eines der wichtigsten und sehnsuchtsvollsten Wünsche, die man als Christ haben kann. Was will Gott für mich? Das bewegt mich innerlich sehr. Es gibt einen allgemeinen Willen Gottes, wie die Absicht, daß allen Menschen geholfen wird, und sie zur Erkenntnis der Wahrheit kommen (1. Timotheus 2,4). Aber es gibt auch einen sehr persönlichen Weg, den Gott jedem einzelnen Christen individuell verordnet hat. Es gibt zwar ein ewiges, gemeinsames Ziel für alle Glaubenden, aber es gibt für keinen eine fromme Schablone für das Leben davor. Es ist ein direkter und praktischer Bestandteil unserer Nachfolge, durch Glauben, Vertrauen und praktische Hoffnung, Gottes Reden und seine Wege für uns in aller Geduld aktiv herauszufinden. Das wird uns zugemutet.

Nur ein fahrendes Schiff kann man lenken. Paulus schreibt in Römer 12,2: ''Und passt euch nicht diesem Weltlauf an, sondern lasst euch [in eurem Wesen] verwandeln durch die Erneuerung eures Sinnes, damit ihr prüfen könnt, was der gute und wohlgefällige und vollkommene Wille Gottes ist''. Es ist außerdem der Wille Gottes für seine Kinder, daß sie in der Heiligung leben (1. Thessalonicher 4,3). Ich würde das für mich so definieren wollen, daß wir mehr und mehr erkennen und verinnerlichen müssen, wie schlimm und böse die Sünde, undwie groß und herrlich die Erlösung durch die Gnade und Liebe Gottes bei mir persönlich ist - jeden Tag!

Je mehr das geschieht, umso mehr werden wir auch verwandelt und der Welt gegenüber unangepasst. So etwas lässt sich nur unzureichend theoretisieren und erklären, und letztlich ist das auch der Unterschied zwischen einer aufgesetzten Religiosität und Pharisäertum und einem inneren Zerbruch und einer persönlichen, inneren Kapitulation vor Gottes Heiligkeit und Gerechtigkeit.

Paulus drückte es bei sich so aus: ''Ich elender Mensch! Wer wird mich retten von diesem Leibe des Todes?''. Martin Luther suchte seinerzeit flehentlich einen ''gnädigen Gott'', nachdem er erkannte, diesem HERRN niemals gerecht werden zu können, und ebenso wie Paulus elend und verloren zu sein ohne die unverdiente Gnade Gottes. Wenn wir herausfinden durften, von was wir erlöst wurden durch das teure Blut Jesu Christi, nämlich dem Bösen, der Sünde, dem Unglauben, dem Tod und dem Teufel, dann fangen wir an Gott zu vertrauen und ihn zu lieben sowie in aller Geduld praktisch an die Hoffnung zu glauben, die uns im Wort Gottes offenbart ist. Der Schmerz der Sünde treibt uns in die Arme des Erlösers.

David schreibt in Psalm 25, 3-5: ''Gar keiner wird zuschanden, der auf dich harrt; zuschanden werden, die ohne Ursache treulos handeln. Herr, zeige mir deine Wege und lehre mich deine Pfade! Leite mich in deiner Wahrheit und lehre mich, denn du bist der Gott meines Heils; auf dich harre ich allezeit''. Das gilt es praktisch zu suchen im Umgang mit anderen Menschen und im Gebet und der Gemeinschaft mit Gleichgesinnten und in seinem Alltag.

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http://www.bibleserver.com/text/EU/Jakobus1,5

Um Gott etwas zu fragen, ist also ein Gebet gemeint, indem man ihn entsprechend fragt. Das setzt natürlich voraus, dass man vermutlich in eigenen Worten fragt und nicht mit einem vorgefassten Gebet, das nicht das eigene ist.

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Christus als Vorbild nehmen.

Sein Leben, Sein Reden und Handeln auf dieser Erde studieren (darüber nachdenken durch das Lesen der Bibel) und danach leben.

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Du stellst eine sehr gute Frage!
Was "konkret" Nachfolge für dich heißt, können wir dir nicht beantworten, es geht ja um dein konkretes Leben! Du wirst auch nicht einfach so die Frage beantworten können, - wie in anderen Bereichen auch - entsteht der Weg im Gehen.

Zur Zeit Jesu haben Menschen Gewohntes verlassen und sind ihm wörtlich nachgefolgt, das heißt sie haben Familie, Besitz, Heimat zurückgelassen und sind mit Jesus herumgezogen.

Das wurde zum Bild, wie Christen leben sollen.

Also nimm Gott wichtig, nimm dir Zeit für ihn! Versuche dein Leben so zu gestalten, wie er es möchte. Lies in der Bibel. Suche Gemeinschaft mit anderen Christen, geh in die Kirche.

God bless!
Eselspur

https://stjosef.at/morallexikon/nachfolg.htm

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Ist das nicht ungefähr dasselbe als wenn man bei Facebook oder Twitter ein Follower wird?

Dann kann doch bestimmt auf der Gott Homepage auch sowas anklicken.


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Kommentar von danhof
29.04.2016, 07:53

Im Prinzip hast Du absolut Recht! Eine schöne metaphorische Sprache :-)

Nur dass die Nachfolge Jesu ein bisschen verbindlicher ist, als die "Folgschaft" bei Facebook.

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man muß in seiner seele fühlen_

-gott ist der boß

-ich bin sein diener

-ich darf nicht frei denken

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Da müsste man erstmal klar stellen wer oder was "Gott" ist

Gott ist sicher keine Person im Himmel der uns nach seinem Ebenbild erschaffen hat

Wir selbst sind Gott alles um uns herum ist Gott dazu braucht man keine Lügengeschichten aus der Bibel oder dem Koran oder sonst wo her

Demnach gibt es keinen dem man folgen muss

Einfach leben positiv denken nett sein alles mit Respekt behandeln

MfG

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Als Ergänzung zu schon guten Antworten ein Hinweis auf folgende interessante und sehr empfehlenswerte Internetseite: http://www.gottesbotschaft.de

Zur Fragestellung passen besonders die Rubriken "Christ werden" und "Als Christ leben".

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