Was heisst eigentlich "Corporate Governance"?

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3 Antworten

Deutscher Corporate Governance Kodex

Die von der Bundesministerin für Justiz im September 2001 eingesetzte Regierungskommission* hat am 26. Februar 2002 den Deutschen Corporate Governance Kodex verabschiedet.

Der Kodex besitzt über die Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG (eingefügt durch das Transparenz- und Publizitätsgesetz, in Kraft getreten am 26.07.2002) eine gesetzliche Grundlage. Er ist im amtlichen Teil des elektronischen Bundesanzeigers in der für die Erklärung nach § 161 AktG maßgeblichen Fassung bekannt gemacht. Dabei ist für das Jahr 2002 zudem die Übergangsregelung gemäß § 15 EGAktG zu beachten.

Auf dieser Internetseite ist der Kodex in seiner aktuellen Fassung veröffentlicht. Berücksichtigt sind die in der Plenarsitzung am 12. Juni 2006 beschlossenen Änderungen, nachdem die Bekanntmachung der geänderten Fassung im elektronischen Bundesanzeiger nunmehr erfolgt ist.

Mit dem Deutschen Corporate Governance Kodex sollen die in Deutschland geltenden Regeln für Unternehmensleitung und –überwachung für nationale wie internationale Investoren transparent gemacht werden, um so das Vertrauen in die Unternehmensführung deutscher Gesellschaften zu stärken. Der Kodex adressiert alle wesentlichen – vor allem internationalen - Kritikpunkte an der deutschen Unternehmensverfassung, nämlich

mangelhafte Ausrichtung auf Aktionärsinteressen;

die duale Unternehmensverfassung mit Vorstand und Aufsichtsrat;

mangelnde Transparenz deutscher Unternehmensführung;

mangelnde Unabhängigkeit deutscher Aufsichtsräte;

eingeschränkte Unabhängigkeit der Abschlußprüfer. Die Bestimmungen und Regelungen des Kodex gehen auf jeden einzelnen dieser Kritikpunkte ein und berücksichtigen dabei die gesetzlichen Rahmenbedingungen. Der Kodex kann selbstverständlich nicht jedes Thema in allen Einzelheiten regeln, sondern gibt einen Rahmen vor, der von den Unternehmen auszufüllen sein wird.

Die Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex bleibt auch nach der Bekannmachung des Kodex bestehen. Sie wird die Entwicklung von Corporate Governance in Gesetzgebung und Praxis verfolgen und mindestens einmal jährlich prüfen, ob der Kodex angepasst werden soll.

Quelle: http://www.corporate-governance-code.de/

"Corporate Governance" steht für gute und verantwortungsvolle Unternehmensführung. Es gibt sogar einen Corporate Governance Kodex. Dieser umfasst eine Vielzahl von Regelungen, die hier auch im Wesentlichen schon genannt sind. Meiner Ansicht nach handelt es sich aber um einen Papiertiger. Dann z.B. hat Siemens auch immer den "Corporate Governance" formal eingehalten. Die Realität sieht aber häufig anders aus.

Hier geht es um die "Anstandsregeln" innerhalb eines Unternehmens.

Wenn ein Unternehmen sich solche Regeln gibt, dann steht darin etwa,

  • dass das Unternehmen in seinen Drittweltfilialen niemanden ausbeutet,

  • dass das Unternehmen die Gesetze des Landes achten will,

  • dass Bestechungen nicht zulässig sind,

  • dass umweltbewusst produziert wird,

  • dass die Geschäftsleitung sich politisch neutral verhält ...

Es gibt tausend Möglichkeiten, was das Unternehmen für sich selbst, die Geschäftsführung und die einzelnen Mitarbeiter dort hineinschreiben kann.

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