Was heißt denn nun "selbstverschuldete Krankheit"?

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7 Antworten

Selbstverschuldete Krankheiten sind nur solche, die bewußt oder grob fahrlässig billigend in Kauf genommen werden, d.h. wo der Patient ein Verhalten gezeigt hat, von dem ihm klar sein mußte, daß eine Krankheit folgen kann und das somit vermeidbar gewesen wäre.

Meines Erachtens sind damit eben nicht Sportunfälle gemeint, sondern Piercing, Tattoo und Schönheitsoperationen aller Art.

Persönlich finde ich das völlig in Ordnung. Es ist im Gegenteil eine Frechheit, wenn die ganze Bevölkerung, also wir alle, dafür mitzahlen sollen, wenn einige wenige ihren eigenen Körper mutwillig ruinieren und gefährden. Dies soltle auf Drogen- und Alkoholprobleme ausgeweitet werden!

Nein, das ist nicht gemeint. Kein vernünftiger Mensch wird dagegen sein, dass man Sport treibt. Hier ist folgendes gemeint: z.B., wenn nach einem Piercing eine Entzündung entsteht, wenn nach einer Tätowierung eine allergische Reaktion erfolgt oder ähnliche Erkrankungen. Dieser Gedanke ist eigentlich nicht soooo falsch, oder?

Weiß zwar nicht, wer auf solche Ideen kommt, aber man muß schon sehr vorsichtig sein mit "selbstverschuldeten" Krankheiten. Der Begriff könnte ausgedehnt werden; ein Beispiel: Unfall mit vielen Verletzungen, monatelanger Aufenthalt, wenn man dann am Unfall schuld ist, das Reh hat ja niemand gesehen, ein Fussballer, der sich eine komplizierte Unterschenkelfraktur zuzieht, sollen diese Menschen das alles selber zahlen?

Unter selbstverschuldet werden Erkrankungen von Seiten der Kassen angesehen und nicht mehr "bezahlt", die durch eine medizinisch nicht angezeigte Beandlung des Patienten verursacht wurden: so z.B. (Nach-) Behandlung mißlungener Schönheitsoperationen -z.B.Brustvergrößerungen/-Verkleinerungen und daraus resultierenden Eiterungen o.d.gl.; auch Pircing- oder Tätowierungswunden sollen dazugezählt werden.

mit Ausstellung eines Krankenscheines oder/und eines Rezeptes und der monatlichen Abrechnung melden die Ärzte immer die Krankheiten. Dabei kommt es erstmal gar nicht darauf an ob selbstverschuldet oder nicht...Selbstverschuldet können in meinen Augen solche Sachen sein, wie Alkoholabhängigkeit oder Drogenabhängigkeit, da ich ja beide Sachen nicht einnehmen muss und mich niemand dazu zwang

Unter selbstverschuldeter Krankheit verstehe ich z.B. ein gebrochenes Bein beim Skilaufen, eine Verstauchung nach einem Fußballspiel in der Freizeit oder ähnliches.

ich würde es begrüssen, wenn die krankenkassen darunter alle folgen von drogenkonsum (alkohol, nikotin, heroin, ...) einordnen würden.

Genau!!! Auch Geschlechtskrankheiten, Grippe und alles andere: Beiträge Hoch, Leistungen runter. Und natürlich auch Kinderkriegen.

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