Was hat man bei einer Beleidigung als Strafe zu erwarten?

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6 Antworten

Grundsätzlich ist eine Einschätzung ohne Akteneinsicht und ohne genauen Sachverhalt schwierig.

Je nachdem was geäußert wurde und je nachdem ob Dein Verwandter bereits strafrechtlich in Erscheinung getreten ist, ist es durchaus möglich, dass die Staatsanwaltschaft das Verfahren direkt einstellt.

Dein Verwandter ist nicht verpflichtet, sich zum Tatvorwurf zu äußern. Er ist ebenfalls nicht verpflichtet bei der Polizei zu erscheinen, falls eine "Vorladung" - besser: Einladung - kommt.

Von diesen Rechten sollte er auch Gebrauch machen. Das Risiko sich weitergehend zu belasten oder sich Verteidigungsmöglichkeiten abzuschneiden, ist zu hoch. Bei einer SMS ist ja z.B. nicht zwingend gesagt, dass er überhaupt selbst der Verfasser war.

Manche Äußerungen sind mehrdeutig (im Sinne von: auch nicht-beleidigend) und daher könnte eine etwaige erklärende Stellungnahme erfolgen, falls die Äußerung mehrdeutig ist. Diese Möglichkeit - nämlich sich zur Sache einzulassen - würde ich aber nur im Falle der Nicht-Einstellung des Strafverfahrens nutzen. Dazu würde ich, falls es mir das finanziell Wert ist, einen Verteidiger beauftragen. Wie gesagt: Falls das Verfahren nicht eingestellt wird. Dann kommt irgendwann ein Brief im gelben Umschlag mit Zustellungsdatum und Uhrzeit drauf. Dann sollte er reagieren.

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Kommentar von Teichi99
11.07.2016, 10:00

Vielen Dank für die Antwort. Mein Verwandter hat das Wort Hu***e geäußert wie gesagt per SMS. Strafrechtlich ist er vorher noch nie gewesen, das ist das erste Mal. Eine Vorladung oder Einladung hat er nicht bekommen, es liegen in dem Brief jedoch Unterlagen bei, die er ausfüllen soll dort wird auch gebeten das er Angaben zu seinem monatlichen Einkommen machen soll? Soll er darauf schon reagieren?

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Es ist immer besser sich dem zu stellen ich war auich schon wegen verschiedener Ding dreimal einbetsellt worden und konnt emeien Sicht der Dinge darlegen.

Wenn dein VErwandter dies quasi im Affekt gemachjt hatte und seitdem nichts mehr unternommen hat kommt ohnehin nicht viel dabei herum.

Die Polizei muss dem aber nachgehen da sie die Adresse usw. deines Verwandten haben. Ohne wäre es eine Anzeige gegen unbekannt.

Geht er nicht hin und äußert sich gar nicht dazu ist es quasi ein Schuldeingeständnis. Da kann die Srafe zwar auch nicht extrem hoch ausgfallen aber es ist latent immer eine Art Vorstrafe da - besser ist es ja wenn man ein Schriftstück in der Hand halten kann wo z. B. steht das Verfahren gegen sie wurde eingestellt oder so ähnlich.

Ich bin wie gesagt schon drei mal einbestellt worden und da ich mir nichts habe zu schulden kommen lassen war ich auch immer zugegen um mich zu äußern.

Dein Verwandter kann notfalls sagen das der Typ dem die SMS galt auch heftige Nachrichten verschickte und er lediglich auf diese am Ende ín einer Art Affekt so reagiert hatte aber diese Nachrichten inzwischen leider längst gelöscht hatte um es beweisen zu können (so steht erstmal Aussage gegen Aussage).

Und zu guter Letzt sagen das ihn das alles plus ein paar persönliche Erlebnisse mit dieser Person (die davor waren) zu dieser Handlung hinreißen liess.

Polizisten sind ja nicht doof und kennen das teilweise ja auch selbst wobei sie sich nicht dazu hinreißen lassen dürfen.

Solange alles plausibel klingt wird dein Verwandter nix zu berfürchten haben.

Es gibt danach maximal eine kleine Strafe solange er geständig UND einsichtig ist und beteuert das er dass nicht wieder tun wird.

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Kommentar von Mindermeinung
11.07.2016, 16:19

Geht er nicht hin und äußert sich gar nicht dazu ist es quasi ein Schuldeingeständnis.

Nein. Das ist nicht so. Du irrst Dich.

Dein Verwandter kann notfalls sagen das der Typ dem die SMS galt auch heftige Nachrichten verschickte und er lediglich auf diese am Ende ín einer Art Affekt so reagiert hatte aber diese Nachrichten inzwischen leider längst gelöscht hatte um es beweisen zu können (so steht erstmal Aussage gegen Aussage).

Fantastische Idee! Was ist denn, wenn der Anzeigeerstatter dem Polizeibeamten den kompletten SMS-Verlauf gezeigt hat? ;-)

Ich bin wie gesagt schon drei mal einbestellt worden

Eingeladen worden!

Es gibt danach maximal eine kleine Strafe solange er geständig UND einsichtig ist und beteuert das er dass nicht wieder tun wird.

Es ist nicht von Vorteil, bei der Polizei als Beschuldigter auszusagen. Schon gar nicht, wenn man keine Akteneinsicht hatte.

Aber bevor ich Dir nun lang und breit schriftlich erkläre, warum, verlinke ich lieber auf einen schönen und unterhaltsamen Erklärfilm:

https://www.youtube.com/watch?v=amCSEldzKIU

;-)

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Sorry aber solche Fragen sind hohl. Beleidigung wird gem. § 185 StGB mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft. Mehr Auskunft kann man Dir ohne weitere Infos nicht erteilen.

Die Strafe hängt von der Art der Beleidigung, von der Art der Äußerung, von den Umständen der Äußerung, vom Gesamtverhalten des Täters, von den Vorstrafen des Täters, vom körperlichen und seelischen Zustand des Täters, von seinen wirtschaftlichen Verhältnissen und und und ab...

Es ist daher unmöglich auch nur eine grobe Schätzung über die Strafe abzugeben, solang man nicht irgendwelche Anhaltspunkte hat.

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Kommt drauf an was er gesagt hat, der Betrag ist je nach der Beleidigung anders.

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Kommentar von Teichi99
10.07.2016, 21:50

Er benutzte das Wort "Hu**e" nicht gerade freundlich aber in der Wut ist es leider heraus gerutscht...

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Bußgeldkatalog Beleidigung (basierend auf Urteilen):

BeschreibungStrafe

"Du Mädchen!" (zu einem Polizisten)200€*

"Du**e Kuh"300€*

"Du blö**s Sch***n!"475€*

Scheibenwischer-Geste1000€*

Stinkefinger zeigen4000€*

"Du Wi***er"1000€*

"Id**t"1500€*

"Am liebsten würde ich jetzt Ar****och zu dir sagen!"1600€*

"Sch***pe"1900€*

"Alte S**"2500€*

* Diese Strafen stammen aus diversen Gerichtsurteilen. Sie können
nach individuellem Fall abweichen und richten sich nach dem Verdienst
des Betroffenen.

Das nurmal so als Anschauungsmaterial. sucht euch nen guten anwalt und viel Glück ...
Sagt die Wahrheit

mfg. Froeschlein2000
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Kommentar von Mindermeinung
11.07.2016, 16:22

Geldstrafen sind kein Bußgeld - und da es ja immer auf den Kontext in dem die Äußerung gefallen ist, ankommt, ist die Reduzierung auf die bloße Beleidigung ohne weiteren Sachverhalt nicht Zielführend. ;)

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200€ - 3000€, je nach Beleidigung und Einkommen als Strafe, eventuell noch ein paar hundert Euro Schmerzensgeld für den Beleidigten.

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Kommentar von SLS197
10.07.2016, 21:46

Schmerzensgeld nur, wenn die Person im Zuge der Beleidigung verletzt wurde oder? Wegen reinem Beleidigen gibts nach meinem Wissen kein Schmerzensgeld zu zahlen (laut Fragesteller wurde ja per SMS beleidigt) 

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