Was hat Mahatma Gandhi mit zivilem Ungehorsam zutun?

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7 Antworten

Hi! 

Mahatma Gandhi war tatsächlich ein sehr friedfertiger Mensch. Allerdings hatte er sich faktisch dasselbe Ziel gesetzt, wie viele Menschen mit ihren Kriegen zuvor: Indien die Freiheit zu schenken.

Das war einigen natürlich gar nicht Recht, sodass diese versucht haben, seine Taten schlecht zu machen und in jeder Kleinigkeit eine Strafe zu sehen. Im Grunde genommen hat er aber tatsächlich kaum etwas schlechtes gemacht.

LG,

@BeaBeautiful

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Als zivilen Ungehorsam versteht man den bewussten Verstoß gegen (vermeintliche) ungerechte Gesetze.

Bezogen auf den Salzmarsch: Lange Zeit war Salz ein sehr kostbares Gut. Daher wollten die Briten auch nicht diese Einnahmequelle verlieren und Inder durften nicht selbst Salz herstellen. Gandhi aber stellte Salz her, indem er Meerwasser in einem Gefäß verdunsten lies.

Gandhi hat also keinerlei Gewalt angewendet, er hat was -aus heutiger Sicht- völlig normales getan.

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Hallo Sisi3351!

Weil sie Gewalttaten waren, nicht im Sinne dessen das  Gewalt verübt wird,  aber im Sinne davon das sie zum Ziel hatten, die staatliche Gewalt des Britischen Empires zu untergraben.  Sein ganzes Wirken also seine Bewegung hatte zum Ziel das britische Empire zu untergraben und seine wichtigste Stütze in die Unabhängigkeit zu führen, nämlich Indien.

 Was deine Frage aber eher beantworten wird ist, wenn ich eine falsche Vorstellungen von Ghandi beseitige die viele haben.  Es ist  nämlich falsch zu denken das Ghandi von Grund auf  ein friedfertiger Mensch war oder ein Pazifist, nein das war nicht der Grund wieso sein Protest friedfertig war. Der Grund war schlicht und ergreifend, dass diese "friedlichen" Methoden effektiver waren als jeder bewaffnete Aufstand den Indien hätte anzetteln können. Hätte ein bewaffneter Aufstand mehr Erfolg versprochen, dann hätte Ghandi mit Freuden einen Aufstand gestartet.  Das war jedoch nicht der Fall. Der friedfertige Weg führte eher zum Ziel und die Geschichte beweißt das.

Einen Aufstand hätten die Briten einfach niedergeschlagen, aber einen friedfertigen Protest? Da konnten sie nichts gegen machen, ihre scheinheilige bürgerliche Moral erlaubte es ihnen nicht, diese Bewegung mit  Gewalt zu zerschlagen, wenn sie selbst keinen bewaffneten Kampf führten. Ghandi wusste das und war der Grund wieso sein "Kampf" für die Unabhängig "gewaltlos" war.  Letztendlich war den Briten  das Gefühl "moralisch überlegen" zu sein wichtiger als das Empire aufrechtzuerhalten. In der Anfangszeit des Empires hätte man Ghandi ohne auch nur einen Gedanken daran zu verschwenden ob das moralisch richtig ist oder nicht, einfach  als Aufrührer hingerichtet und damit wäre die Sache gegessen. Doch in  der Zeit von  Ghandi war man mehr über den Schein besorgt, den Anschein von Moral und Gerechtigkeit den man sich selbst geben kann. Eine Eigentschaft die nur dadurch entstehen kann, wen man vergisst das Imperien nicht durch moralische Überlegenheit entstehen, sondern durch rohe, ungefilterte Gewalt.

Man muss sich die Hände schmutzig machen dafür, das ist nicht schön  und man ist nicht unbedingt "das beste moralische " Vorbild dabei, aber anders geht es halt nicht. DIe Zeiten waren vorbei, die Briten waren von dieser Wirklichkeit getrennt und nachdem man einen Weltkrieg für "Frieden und Gerechtigkeit" und die Unabhängigkeit eines anderen Landes, Polen,  begonnen und beendet hat, wie will man dann bitte schön  friedfertige Menschen einfach erschießen lassen die einfach nur ein unabhängiges Land haben wollen? Das konnten sie nicht tun, ihnen hat der Wille dazu gefehlt. Der Wille die eigene Macht aufrechtzuerhalten wurde schwächer als der Wille als der moralisch Überlegene zu erscheinen. Das ist der einzige Grund wieso Ghandi keinen bewaffneten Aufstand angeführt hat. Er hat einfach eine Strategie benutzt die eher zu dem Ziel führt, das er haben wollte, ein unabhängiges Ideen. Das hatte nichts mit seiner Überzeugung zutun, was er tat, seine Überzeugung war das warum er es tat, die Unabhängigkeit Indiens.

MfG Müller

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Genau das ist ziviler Ungehorsam. Gewaltlos, aber gegen die Regeln und ggf. auf Gesetze.

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Durch seinen gewaltfreien Widerstand brachte er Indien die

Unabhängigkeit und das gefiel der Obrigkeit nicht!

Er wurde aus diesen Gründen mit drei Kugeln erschossen.

Er richtete eine Geste der Vergebung zum Attentäter, daraufhin

wurde er als " große Seele" MAHATMA auf der ganzen Welt bekannt.

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Kommentar von Dahika
23.11.2016, 12:52

Er wurde aus diesen Gründen mit drei Kugeln erschossen.

Das ist falsch. Er wurde auch nicht durch die Obrigkeit erschossen und auch erst nach der Unabhängigkeit Indiens. Es war ein indischer Fanatiker, ein Hindu, soviel ich weiß, der Ghandi die Schuld gab, dass Indien in den indischen und in den muslimisch pakistanischen Staat geteilt wurde. 
Die Obrigkeit, gegen die Ghandi sich wehrte, war die britische Kolonialmacht, und die hatte gegen den  friedlichen Ungehorsam Ghandis und seiner Anhänger nichts entgegenzusetzen.

Ghandi hatte Glück, dass die Obrigkeit britisch war und nicht nazi-deutsch. Bei denen wäre er mit seinem zivilen Ungehorsam nicht weit gekommen.

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Ziviler Ungehorsam ist eine Art des friedlichen Protests. Statt Gewalt auszuüben entscheiden sich eben so ruhige Menschen wie Gandi, Druck durch Ungehorsam auszuführen.

Das fängt beispielsweise damit an, dass du dich mit einer Gruppe von Leuten vor das Rathaus stellst und nichts tust. Nach einer gewissen Zeit wird das unangenehm für die Politiker im Raum. Manche Regimes lassen die Menschen dann wegtragen oder verprügeln.

Wenn dann immer weitere Menschen nachkommen und die anderen, die weggebracht werden ersetzen, schickst du eine klare Botschaft. (Wir sind ein Volk, wir sind viele, du kannst uns nicht verjagen)

Ein anderes Beispiel wäre die Emanzipationsbewegung der Afroamerikaner durch Martin Luther King. 

Auch hier gab es hauptsächlich friedliche Märsche und Reden durch Menschen, die nach damaligem Standard kein Recht auf Freiheit oder eine Meinungsäußerung hatten. Das wurde so groß, dass es eine Eigendynamik entwickelte und den Präsidenten letztlich überzeugte.

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Weil er sich gegen die in recht sehende Kolonialmacht des britischen Imperiums gesehen hat. Guck dir dazu mal den Film Gandhi mit Ben Kinsley an ist zwar älter aber sehr empfehlenswert

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Kommentar von Derschnupfen
23.11.2016, 10:24

Bitte nicht falsch verstehen mit denn ich recht stehende Kolonialmacht ich habe nur die damalige Rechtslage dargestellt. Natürlich war Gandhi in recht

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