Was hat Gott zum Menschen gesagt?

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Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Bei Noah: https://www.bibleserver.com/SLT/1.Mose9

In der MacArthur-Studienbibel findet sich dazu: "Offenbar hat sich die Beziehung des Menschen zu den Tieren geändert, und jetzt ist es ihm erlaubt, Tiere als Nahrung zu verzehren)."

Vom SBT Beatenberg habe ich mal dazu gelesen: "Weiter darf der Mensch nun außer Früchten und Kraut auch Fleisch essen. Er darf also Tiere jagen und schlachten, um sich von ihrem Fleisch zu ernähren. Ganz sicher war dies kein Freibrief, um Tiere sinnlos hinzuschlachten und unnötiges Blut fließen zu lassen (Sprüche 12,10*)."

*= Sprüche 12,10a: "Der Gerechte erbarmt sich über sein Vieh."

Wohl wahr, gut geantwortet. Dafür gibt es ein Kompliment von mir!

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@GerdLon

Vielen Dank für den "Stern", ganz liebe Grüße und Gottes Segen!

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Traditionell wird das ,,Dominum terrae" (Gen. 1.28-29) mit Adams Auftrag, den Garten Eden zu bebauen und zu bewahren, gleichgesetzt. Es ist aber nicht dasselbe. Die Erde, die sich der Mensch im Sechstagewerk untertan macht, heißt im Hebräischen ,,arets". Dieses Wort hat mehrere Bedeutungen, vom ganzen Erdkörper über das Festland bis hin zum Volk. Bereits im ersten Text wird es unterschiedlich verwendet: Zuerst ist die ganze Erde im Blick (Gen. 1.1-2), danach verengt sich der Fokus auf das Festland im Gegensatz zum Meer (Gen. 1.10). In Gen. 1.28-29 meint es zumindest die gesamte Erdoberfläche, wobei dem Menschen aber auch die Fische im Meer unterstellt werden. Dann heißt es: "Seht, ich habe euch alles samentragende Kraut gegeben, das auf der Fläche der ganzen Erde ist, und jeden Baum, an dem samentragende Baumfrucht ist..." (Elberfelder). Noch gibt es keine eingezäunten Felder und Acker, kein Eigentum, stattdessen sammeln die Menschen von der freien Fläche Früchte, Kraut, Samen, Nüsse, Pilze etc., was sie zum (Über-)Leben eben brauchen. Analog dazu bedeutet das für die Tiere verwendete "radah", wenn auch sanfter als kabesch, weder Fürsorge noch liebevolles Hüten im Sinne von Viehzucht, sondern schlicht und ergreifend Jagd auf freilebende Tiere zu Verwertungszwecken, außerdem Fischerei.

Der aggressive Unterton von ,,Kabesch" ist nicht von der Hand zu weisen. Bildlich bedeutet es, den Fuß auf den Kopf des besiegten Gegners zu stellen. Die Tradition zeichnet das liebenswürdige Bild eines gütigen Gottvaters, der seine Günstlinge reich beschenkt. Eine zynische Umkehrung des biblischen Wortlauts; Denn in Bezug auf das Verhältnis zwischen Mensch und Erde bedeutet es, dass der Mensch seinem Lebensraum die benötigten Ressourcen, ob Nahrung oder auch Feuer, erst mühsam abringen muss. Es geht von Anfang an ums nackte Überleben.

Ganz anders in der darauffolgenden Paradiesgeschichte, wo sich das Geschehen geografisch eingrenzt, und das bereits im ersten Vers (Gen. 2.5). Es folgt eine klare Beschreibung des betreffenden Gebietes (Gen. 2.8-14), umliegende Orte und Länder sowie ihre Bodenschätze werden genannt. Die Gegend liegt zweifellos im Fruchtbaren Halbmond des Nahen Ostens, die beiden großen Flüsse existieren bis heute nahezu unverändert. Zwar geht es auch hier ums Überleben und das Bestreiten des Lebensunterhalts. Jedoch hat sich die Art und Weise, wie dies geschieht, geradezu umgekehrt. Im Gegensatz zu den nahrungsaneignenden ,,Präadamiten" geht Adam zur Nahrungsproduktion in Form von Ackerbau über. Der landwirtschaftlich nutzbare Erdboden heißt nicht arets, sondern adamah. Paradies bedeutet ,,Einfriedung", was per Definition nicht die ganze Erde, sondern nur einen winzigen Ausschnitt derselben beinhalten kann.

Woher ich das weiß:Recherche

Genesis 1 beschreibt den paradiesischen Vegetarismus oder auch Urfrieden. Erst nach dem Sündenfall erscheint Abel als erster Viehhirt, der Tiere schlachtet (Gen 4,4 EU).

Gen 1, 27-30: Gott schuf also den Menschen als sein Abbild; als Abbild Gottes schuf er ihn. Als Mann und Frau schuf er sie. Gott segnete sie und Gott sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und vermehrt euch, bevölkert die Erde, unterwerft sie euch und herrscht über die Fische des Meeres, über die Vögel des Himmels und über alle Tiere, die sich auf dem Land regen. Dann sprach Gott: Hiermit übergebe ich euch alle Pflanzen auf der ganzen Erde, die Samen tragen, und alle Bäume mit samenhaltigen Früchten. Euch sollen sie zur Nahrung dienen. Allen Tieren des Feldes, allen Vögeln des Himmels und allem, was sich auf der Erde regt, was Lebensatem in sich hat, gebe ich alle grünen Pflanzen zur Nahrung. So geschah es.

https://de.wikipedia.org/wiki/Tierfrieden

Abel hat Tiere nicht zu Nahrungs- sondern zu Opferzwecken geschlachtet.

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@OhNobody

Das weiß ich nicht. Wieso sollte man die Tiere nach der Schlachtung nicht auch essen?

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@Equivalente

Ganz genau. Das ist ein berechtigter Einwand. Schließlich opferte Abel nur die besten Teile des Tieres. Warum sollte er den Rest vergammeln lassen?

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@OhNobody

Wo genau steht in der Bibel, das Abel ausschließlich Tiere zum opfern schlachtete?

Frage: Woher bekam er denn Fell für seine Kleidung?

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@Equivalente

Tiere wurden von Gott erst nach der Sintflut zum Essen freigegeben:

“Alle Tiere, die am Leben sind, können euch als Nahrung dienen. So wie ich euch die grünen Pflanzen gegeben habe, gebe ich euch auch sie. Nur Fleisch mit seinem Leben — seinem Blut — dürft ihr nicht essen.“ (1. Mose 9:3, 4)

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@telemann2000

„Woher bekam er denn Fell für seine Kleidung?“

Er hat Tiere geschlachtet.

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@OhNobody

Selbst wenn dem so wäre, finde ich nirgends ein Verbot vor dieser Zeit....

Merke: Eine offizielle Freigabe schließt nicht automatisch ein Verbot vor dessen Zeit ein.....

(Einem aufmerksamen Bibelleser wird bestimmt aufgefallen sein, dass der Erdboden nach dem Sündenfall von Gott verflucht wurde. Da liegt es nur nahe, dass man auf andere Quellen auswich)

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@telemann2000

„Dann sagte Gott: „Ich gebe euch alle Samen tragenden Pflanzen auf der ganzen Erde und jeden Baum mit Samen tragenden Früchten. Sie sollen euch als Nahrung dienen.“ (1. Mose 1:29)

Damit waren Tiere von der Nahrung des Menschen ausgeschlossen. Tiere standen erst nach der Sintflut auf dem Speiseplan.

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@OhNobody

Das bezieht sich auf die Verhältnisse im Garten Eden.... Danach gab es andere Probleme einschließlich Nahrungsmangel....

Wo genau finde ich in der Bibel vor der Sintflut ein explizites Verbot?

Was genau machte Abel mit den Resten seines Opfers. Überlies Er es den aasfressenden Tieren?

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@OhNobody

Diese rethorische Frage stellte ich DIR, um DICH zum Nachdenken zu veranlassen. Das hat anscheinend nicht geklappt....

Seis drum. Andere Leser haben schon korrekte Schlussfolgerungen gezogen. Das ist mir hier auf GF wichtig

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@telemann2000

Ich denke auch, dass die Mitleser hier richtige Schlüsse ziehen.

Meine Meinung zu Dir steht seit langem fest: Du versuchst, alles zu negieren, was Gottes Wort betrifft. Dasselbe machte Satan: „Hat Gott wirklich gesagt, ...? War es nicht doch anders?“

Heute hast Du wieder mal bewiesen, dass Du ein Gegner Gottes bist.

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@OhNobody

Ich kann nur das akzeptieren, was in der Bibel steht. Deshalb meine Frage an dich: Wo finde ich ein Fleischverbot vor der Sintflut?

Die Antwort auf diese Frage zeigt auf, inwieweit ich ein Befürworter oder Gegner des Wortes Gottes bin.

Nun liegt es an dir, deine abstrusen Behauptungen zu beweisen. Dann überlassen wir es dem Leser daraus entsprechende Schlüsse zu ziehen...

(Dein Problem ist immer wieder das selbe: Du denkst nicht selbst sondern vertrittst hier die Meinung der Zeugen Jehovas. Das Problem dabei: Die Meinung der Zeugen schwankt wie eine Fahne im Wind)

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@telemann2000

Wo finde ich ein Fleischverbot vor der Sintflut?

Wenn Gott den ersten Menschen und ihren Nachkommen in 1. Mose 1: 29 nur Pflanzen zur Nahrung genehmigt („Ich gebe euch alle Samen tragenden Pflanzen auf der ganzen Erde und jeden Baum mit Samen tragenden Früchten. Sie sollen euch als Nahrung dienen“), dann sind alle anderen Nahrungsquellen ausgeschlossen.

Wenn Du eine Vielzahl von Nahrungsmitteln auf dem Tisch hast, aber Deinem Kind sagst: „Die Birnen sind für Dich“, dann hast Du alle anderen Nahrungsmittel für Dein Kind gesperrt.

Ist das die Lehre der Bibel? Oder ist das eine Erfindung von Zeugen Jehovas?

Schau, was WIKIPEDIA sagt:

>Menschen und Tiere sind nach Gen 1,29-31 Vegetarier ...<

Interessant: Zeugen Jehovas (und andere christliche Konfessionen) bestätigen, dass Menschen bis zur Sintflut Vegetarier waren, weil Gott es so angeordnet hat. Erst nach der Flut gestattete Gott den Menschen, Tiere zu essen. Dazu WIKIPEDIA:

>Am Ende der priesterschriftlichen Sintfluterzählung wird Fleisch als Nahrungsmittel toleriert.[6] „In die Zeit zwischen Schöpfung und Sinaioffenbarung fällt die Stiftung der Ordnungen für das jüdische Leben in seiner heidnischen Umwelt. Hierzu … [gehört] die Erlaubnis des Schlachtens bei grundsätzlichem Verbot des Blutgenusses (Gen 9).“[7]<

6] Jan Christian Gertz: Das erste Buch Mose (Genesis). Die Urgeschichte Gen 1–11. Göttingen 2018, S. 70.

7] Jan-Christian Gertz: Tora und Vordere Propheten. In: Jan Christian Gertz (Hrsg.): Grundinformation Altes Testament. Vandenhoeck & Ruprecht, 6., überarbeitete und erweiterte Auflage Göttingen 2019, S. 193–312, hier S. 245.

Und nun??? Du schlauer Telemann??? Deine Hetze gegen ZJ ist wiedermal verpufft.

Der werte Leser erkenn das.

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@OhNobody

Also ich stelle nur Fragen. Wo genau ist da Hetze?

Genau das erkennt der werte Leser....

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@OhNobody

Aber hier noch mal eine Frage: An wen und unter welchen Bedingungen ging denn die Aussage, sich vegetarisch zu ernähren? War es nicht Adam der sich in einem Paradies mit reichlichem Nahrungsangebot befand?

Interessanterweise musste Abel genau gewußt haben, wie man ein Tier TÖTET, es dann fachgerecht ZERLEGT und dann die FETTSTÜCKE davon opfert.

Da taucht doch die berechtigte Frage auf, warum er überhaupt ein Tier töten sollte, aus welchem Grund er sich die Fähigkeit aneignete, ein Tier fachgerecht zu zerlegen?

FRAGEN ÜBER FRAGEN....

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@telemann2000

Tiere töten, um sie zu Kleidungs- oder Opferzwecken zu nutzen, war von Gott gebilligt.

Gott selbst machte das vor:

„Jehova Gott machte für Adam und seine Frau als Bekleidung lange Gewänder aus Fell.“ (1. Mose 3:21)

Und dass das Essen nur von Pflanzen nicht auf Adam u. Eva beschränkt war, geht daraus hervor, dass Gott das Fleisch-Ess-Verbot bis zur Sintflut aufrecht erhielt – siehe 1. Mose 9:3, 4.

Und nachdem Gott die ersten Menschen erschaffen hatte, gab er ihnen den Auftrag, sich zu vermehren: „Seid fruchtbar und vermehrt euch, bevölkert die Erde und nehmt sie in Besitz.“ (1. Mose 1:28).

Dann gab er ihnen die Nahrungsanweisung, sich NUR von Pflanzen zu ernähren (einen Vers weiter — Vers 28).

Und weisst Du was, Du schlauer Telemann? In 1. Mose 9:3 bestätigte Gott dieses den ersten Menschen in Eden gegebene Pflanzen-Nahrungs-Gebot. Nur sprach er hier nicht mehr Adam u. Eva an, sondern dessen Nachkommen:

“So wie ich euch die grünen Pflanzen gegeben habe, gebe ich euch auch sie [die Tiere]“.

Wer ist mit „euch“ gemeint? Alle treuen Diener Gottes, die nach Adam u. Eva am Leben waren! Die haben ALLE nur von Pflanzen gelebt. Erst jetzt (nach der Sintflut) gestattete Gott ihnen, auch Tiere zu essen.

“FRAGEN ÜBER FRAGEN“ — für Dich vielleicht. Für Bibelkenner nicht.

Und nun stiehl jemand anderem die Zeit. Für mich bist Du einer weiteren Antwort nicht wert.

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@OhNobody

Du hast es immer noch nicht verstanden.... Es ist unmöglich, dass eine Erlaubnis, Fleisch zu genießen von jetzt auf gleich gegeben wurde. Da kannst du dich drehen wie du willst - deine unbiblischen Aussagen ergeben keinen Sinn....

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@OhNobody

Nach wie vor hast du mir immer noch nicht gezeigt, wo Gott genau den Genuss von Fleisch verbot. Wenn ich jemanden Früchte vorsetze und sagen, koste die Birnen, werde ich ihn wohl nicht bestrafen, nur weil er die anderen Früchte auch kostet. Ansonsten hätte mein Gegenüber nämlich das Recht, mich darauf hinzuweisen, es würde kein Verbot meinerseits bestehen....

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Und Gott segnete sie und sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und mehrt euch und füllt die Erde und macht sie euch untertan; und herrscht über die Fische im Meer und über die Vögel des Himmels und über alles Lebendige, das sich regt auf der Erde!  Und Gott sprach: Siehe, ich habe euch alles samentragende Gewächs gegeben, das auf der ganzen Erdoberfläche wächst, auch alle Bäume, an denen samentragende Früchte sind. Sie sollen euch zur Nahrung dienen (1. Mose 1, 28-29)

Genesis, Kap. 9, 1-4: Danach dürfen die Menschen auch Tiere essen.

Insbesondere Vers 3 ist völlig eindeutig: "Alles, was sich regt und lebt, diene euch zur Nahrung; wie das grüne Kraut überlasse ich euch alles."

Stimmt, da steht es auch noch mal !

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Ich bin nicht Bibelfest, aber ich wundere mich, dass das quasi doppelt drin steht?

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@Maldweister74

Wo ist denn die zweite Stelle? In Genesis 1 steht nur, dass alles Grünzeug Menschen und Tieren zu Verfügung stehen soll. Also nicht, dass der Mensch Tiere essen darf.

Und über alle Tiere "walten" heißt nicht, sie auch essen zu dürfen.

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@RudolfFischer

Genesis 1,29 sagt das:

Dann sprach Gott: Hiermit übergebe ich euch alle Pflanzen auf der ganzen Erde, die Samen tragen, und alle Bäume mit samenhaltigen Früchten. Euch sollen sie zur Nahrung dienen.

Bei dir steht es quasi nochmal aber auch mit Tieren

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@Maldweister74

Zitat: "Bei dir steht es quasi nochmal aber auch mit Tieren"

Quasi! Aber der Unterschied der Erwähnung der Tiere ist entscheidend. Der Fragesteller hat doch nach der Stelle gefragt, wo von Pflanzen UND Tieren die Rede ist. Das ist wohl nur in Genesis, Kap. 9 der Fall.

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Und dennoch war Jesus Christus Vegetarier.

https://www.theologe.de/theologe7.htm#1

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@ser999

Habe mir das diagonal durchgelesen. Exegese mit dem Holzhammer des Einäugigen. Dazu obskure Quellen. Und wenn's gar nicht passt, ist es gefälscht. Alles absolut unglaubwürdig.

Fehlt nur noch: Jesus selbst kann man essen (er gibt uns doch sein "Fleisch und Blut"), aber Tiere nicht.

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