Was hat Evulution mit Gesundheitswissenschaften zutun?

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4 Antworten

Hi Ravsa, da kann man sehr viele Aspekte bearbeiten, die Frage ist ja sehr allgemein gehalten.

Allgemein ist Evolution immer ein Wettlauf zwischen Krankheitserreger und Wirt. Der Wirt rüstet sich gegen den Erreger und der Krankheitserreger zieht nach und sucht Lücken.

Di Gefährlichkeit von Krankheitserregern beruht oft auf seiner Veränderung, z.B. der Möglichkeit des Wirtswechsels. Als Beispiel kann die Schweinegrippe oder Hühnergrippe angeführt werden. Wenn man mehr über die Entstehung solcher neuen Virulenz weiß, kann man dies für eine bessere Vorbeugung nutzen.

Bakterien können sich aufgrund ihrer kurzen Generationsdauer sehr schnell an veränderte Umweltbedingungen anpassen (Evolution) und bilden z.B. Resistenzen gegen Antibiotika. Das hat man bei der massenhaften Anwendung von Antibiotika anscheinend nicht gewusst, bzw. wird immer noch nicht genügend beachtet. Wichtige Stichworte sind hier Krankenhaushygiene, bzw. multiresistente Keime.

Neuere Ansätze der Krebsmedizin gehen weg von der radikalen Bekämpfung des Krebses hin zu einer Koexistenz. (Suchwort z.B. evolutionäre Krebstherapie)

Das Verständnis der Gesundheitsprobleme des heutigen Menschen muss immer seine evolutionäre Entwicklung betrachten, also, für welche Umwelt er einmal entstanden ist und wie diese Anpassungen aussehen. So sind wir für das Laufen und körperliche Aktivität geschaffen und sitzen heute oft nur auf Stühlen im Büro herum. Dafür schicke ich dir folgenden Link: http://www.tele-akademie.de/begleit/video_ta110626.php

Das Wort, das du brauchst, heißt Koevolution. Die Wirtsorganismen (Menschen oder andere größere Tiere) und die Parasiten (Bakterien, Viren, tierische Einzeller) entwickeln sich im Austausch/ Wettlauf miteinander weiter. Wirtsorganismen werden im Laufe der Evolution immer mehr Schutzmechanismen gegen Parasiten entwickeln. Parasiten werden im Laufe der Evolution immer mehr Tricks entwickeln, die Schutzmechanismen der Wirte zu durchbrechen.

Mit Parasiten meine ich Krankheitserreger. agrabin beschreibt das in seiner Antwort auch sehr gut. Nimm dir ein paar Stichworte aus agrabins Antwort: Resistenzen, Hühnergrippe, mulitresistente Keime, Koexistenz und google diese. Versuche noch ein paar klassische Beispiele an Kooevolution in Bezug auf Parasiten-Wirts-Beziehungen zu verstehen. Dann hast du bald dein Referat zusammen.

Naja ein Ansatz wäre es sich die Hygiene der einzelnen Epochen durchzuschauen. In der Steinzeit gab es natürlich kein fließendes Wasser und keine Hygiene - die Menschen wurden mit unter dadurch auch nicht alt.

Desto entwickelter der Mensch, desto mehr kam auch der Wunsch nach Hygiene. Gute stichpunkte wären auch der Bau von Kanalisation und Wasserrohren.

Auch heute kann man das noch erkennen. Die entwickelten Länder Haben natürlich ein gutes Gesundheitswesen. Nicht entwickelte Länder freuen sich schon wenn sie einen verdreckten Fluss haben aus dem sie ihr Wasser beziehen können, da kann man natürlich nicht von Hygiene reden - wir würden direkt davon erkranken.

Na ja da frag mal die Römer, es gab Bordelle, Fußbodenheizung, Schwimmbäder, fließend Wasser und die Leute haben sich gewaschen.

Beim Ludwig dem franz. Sonnenkönig (14ten in Versailles) haben die Leute in die Hose gemacht (auch Frauen), haben sich das Haar hübsch gepudert und Parfüm war wohl das Einzigste um den Gestank zu überdecken.

Ich hoffe das war nicht zu provokativ :-)

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