Was hat euch bewogen, Theologie zu studieren / "innere" Voraussetzungen?

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13 Antworten

Mein Motiv: Der Wille zum Pfarramt (urspr.: Militärseelsorge; jetzt: Gemeindepfarramt).

Wenn Du Textarbeit magst, bist Du bei uns schonmal nicht verkehrt^^. Ansonsten ist die Länge des Studiums einer seiner Pluspunkte, da man auf die Weise auch die Zeit hat und bekommt, die Fülle des konfrontierten Materials (3000 Jahre Kulturgeschichte, Sprachen, Philosophien, Gegenwartskultur, und in vielen Studienordnungen kommt auch die Befassung mit anderen Religionen vor oder ist zumindest optional möglich) zu reflektieren und auch seine Positionen hin und wieder zu wechseln. Mir persönlich gefällt die philologische Arbeit am besten (handfestes wissenschaftliches Arbeiten nach meinen Maßstäben dafür möglich ;-), aber da das Lernfeld so groß geraten ist, kann sich jeder seine(n) Lieblingsbereich(e) aussuchen (Textarbeit, Philosophischer Kram, Umgang mit Menschen, Geschichte). Und nach dem Studium steht einem neben dem Pfarramt, Reliunterricht und der akademischen Karriere noch vieles offen, eben weil man auf vielseitige Weise zu denken und auch sehr intensiv gelernt hat, wie man Zeug herausfindet. Das kann dann von Unternehmensberatung über Lebensberatung bis hin zu Zuarbeiten und/oder Leitungstätigkeiten in Organisationen gehen (das populärste Beispiel ist wohl der amtierende Bundespräsident).

Innere Voraussetzungen...Neugier, Sturheit und Sitzfleisch, würde ich sagen, wenn es darum geht, das erfolgreich bewältigen zu können. Der Rest liegt daran, was man davon will. Ansonsten sollte man die genannten Teilbereiche (oder zumindest hinreichend viel davon, um den Rest ertragen zu können) mögen, oft zur Kirche gehen muss man nicht (ist fürs Pfarramt bloß hilfreich), da Du augenscheinlich schon getauft bist, stünde einem Abschluss auch bürokratieseitig nichts im Wege.

Schattenseiten: Man kann sich durch die Dauer auch ganz gut festfressen. Und hat die Option ausgeschlagen, materiell-schöpferisch zu arbeiten (ich entnehme einer Deiner anderen Fragen, dass Du aus einer technischen Richtung kommst? – Ich beneide Dich ein bisschen darum. Muss in letzter Zeit immermal wieder daran denken, dass ich (angeblich) auch einen guten Arzt oder Bauing. abgegeben hätte). Also: Wenn Du die Ergebnisse Deiner Bemühungen lieber stehen oder funktionieren siehst, lass Theo evtl. besser sein. Wir produzieren "nur" bedrucktes Papier und helfen Leuten beim Verarbeiten von Dingen. Kann auch schön sein, ist aber eine andere Welt.

LG

Nemo

Hallo nemo, danke für deine offenen Äußerungen und freie Meinung.

Was mich persönlich etwas schockiert: Militärseelsorge - warst du wirklich bereit, Soldaten bei ihren mörderischen Aufträgen religiös zu motivieren? Jesus hat doch gesagt, daran seien seine wahren Nachfolger zu erkennen, daß sie Liebe untereinander hätten. Ist es Liebe, einen Glaubensbruder aus einer anderen Nation zu töten, seine Familie zu zerstören, seinen Kindern den Vater zu nehmen? Bitte erkläre mir es. Das habe ich nämlich nie verstanden.

'Das Militär ist ein Teil der Welt, deren Gott gemäß 2. Kor. 4:4 Satan, der Widersacher Gottes, der in Eden der Menschheit Tod und Verderben brachte, ist. Ist es nicht geistige Hurerei, vorzugeben, Gott zu dienen und in Wirklichkeit gemeinsame Sache mit den ungerechten Führern dieser Welt zu machen?

In Offenbarung 18:4 werden Angehörige des Volkes Jesu Christi, also wahre Christen, aufgefordert: "Geht aus ihr hinaus, mein Volk, wenn ihr nicht mit ihr teilhaben wollt an ihren Sünden....."

Empfehlung: Offb. 17-18 unter Gebet sorgfältig zu lesen. Es geht um dein Leben und um das Leben aller Menschen, die gerade jetzt die Erde bevölkern.

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@Aabaja

Babylon = Verwirrung - falsches Verständnis biblischer Lehren, nicht umsonst gibt es so viele, sich teils widersprechende Religionsgemeinschaften. Es mangelt ihnen allen an klarem Verständnis, weil sie sich nicht demütig bemühen, das Wort Gottes als alleinige Richtschnur in ihrem Leben anzuerkennen.

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@Aabaja
Bitte erkläre mir es. Das habe ich nämlich nie verstanden.

Weil genau die Punkte, die Du angesprochen hast, auch vielen Soldaten das Leben schwer machen und sie zT bis weit in das Zivilleben hinein verfolgen. Und für genau die wollte und will ich da sein. Das hat nichts mit Motivieren zu tun, sondern mit Durchstehen. Das ist mein Grund, und der gilt unabhängig davon, ob man die Existenz des Militärs für gerechtfertigt hält oder nicht – solange es existiert, wird es darin Menschen geben, die geistliche Unterstützung brauchen können.

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@nemoUnfound

Dafür sollte man sich aber nicht hergeben. Warum etwas, was sehr schlecht ist, geistig unterstützen? Unterstütze doch lieber die Menschen, den Kriegsdienst z verweigern. Täten das alle, wäre die Welt nicht ganz so trostlos.

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@Ohola100

Es gibt keine Verweigerung mehr, weil nicht mehr gezogen wird. Abgesehen davon müsste ich erstmal zurücküberzeugt werden – warum etwas, das sehr schlecht ist, gewähren lassen, statt Kräfte zu seiner Abwehr auszubilden und zu mobilisieren, wenn nötig? Wenn man nicht bereit ist, etwas zu verteidigen, was ist es dann wert?

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Theologie? Eher nicht. Nach der Beschreibung deiner Interessen bringst du alle Voraussetzungen für ein Studium der Religionswissenschaft mit. Die Religionswissenschaft befasst sich mit allen Religionen, auch mit Okkultismus und natürlich auch mit Philosophie und Soziologie..

Zuallererst gibt es viel mehr Berufe, als nur Arzt oder Pastor. Mein Coiffeur zum Beispiel ist ganz klar zu seiner Arbeit berufen, so wie er den Leuten die Haare macht und sich freut, wenn sie sich nachher im Spiegel selbst zulächeln. Ich will damit sagen, dass ein Theologe auf gleiche Weise berufen ist, wie ein Automechaniker und natürlich kann jeder von beiden seinen Beruf auch einfach so ausüben, ohne mit Feuer dabei zu sein.

Gläubig zu sein halte ich für eine schlechte Voraussetzung für einen Theologen. Ein Theologe, der die Bibel - und auch andere Texte studieren und auslegen soll, muss kritisch sein und vor allem sehr genau lesen können. Gerade in biblische Texte wurde und wird sehr viel hinein gelesen und interpretiert, was da gar nicht steht.

Wegen des in die Kirche gehens, mach dir mal keine Sorgen - wenn du vielleicht mal Pastorin bist, wirst du sicherlich ab und zu in die Kirche gehen ;-)

Warum studiert man Theo? Ich persönlich stand an dem Punkt, aus der Kirche (römisch katholisch) auszutreten, weil ich mit sehr vielen Dingen nicht einverstanden bin. Ich habe mich aber dazu entschieden, nachzuforschen, was alles dahinter steckt und selbst mitzumischen.

Dein Interesse für Religionen allgemein spricht für ein Theologie-Studium, deine Abneigung gegenüber der Philosophie allerdings dagegen. In der Bibel ist sehr viel Philosophisches enthalten und es wäre wünschenswert, dass Theologen dies auch sehen und nicht versuchen, alles und jedes religiös interpretieren zu wollen.

gamine, wie kommst du zu dem Schluß, in der Bibel sei viel Philosophie enthalten? Du kennst sicherlilch 2. Tim 3:16, wo es heißt, "die ganze Schrift ist von GOTT inspiriert, sie ist kein Menschenwort und enthält auch kein menschliches Gedankengut. Im Gegenteil, im Gegenteil, es heißt dort:

" Seht zu, daß nicht jemand da sei, der euch als Beute wegführe durch die Philosophie und leeren Trug gemäß der Überlieferung der Menschen, gemäß den elementaren Dingen der Welt und nicht gemäß Christus; 9 denn in ihm wohnt die ganze Fülle der göttlichen Wesensart körperlich."

Nachzulesen in Kolloser, Kapitel 2:8

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@Aabaja

zu 2 Tim 3 - Das Herausreissen einzelner Sätze aus Büchern oder Briefen der Bibel hat seit je grosse Verwirrung gestiftet. Bereits, wenn du diese Stelle ein Stückchen weiter vorne beginnst zu lesen, wo Paulus schreibt (2 Tim 3, 10): "Du aber hast dich an meiner Lehre, meiner Lebensführung und meinem Lebensziel ausgerichtet. Du hast dich an das Vorbild meines Glaubens, meiner Geduld und meiner Liebe gehalten..." - disqualifiziert er sich selbst. Es geht nicht um die Lehre Jesu, sondern um die Lehre des Paulus - also, ganz allgemein: Vorsicht mit Paulustexten! Weiters heisst es nicht, wie von dir zitiert "die ganze Schrift", sondern "jede", (Kürzinger) bzw. "alle" (Luther) Schrift. Und von dem Rest, den du behauptest (Gedankengut, Gegenteil) ist in meinen Bibeln rein gar nichts zu lesen.

2 Tim 3, 16f: Jede von Gott eingegebene Schrift ist auch dienlich zur Belehrung, zur Beweisführung, zur Zurechtweisung, zur Schulung in der Gerechtigkeit, damit der Mann Gottes ausgerüstet sei zu jedem guten Werk. (Kürzinger)

2 Tim 3, 16f: Denn alle Schrift, von Gott eingegeben, ist nütze zur Lehre, zur Strafe, zur Besserung, zur Züchtigung in der Gerechtigkeit, dass ein Mensch Gottes sei vollkommen, zu allem guten Werk geschickt. (Luther)

Warum lügst du? Den Kolosser werd ich mir später ansehen, jetzt geh ich ganz profan - kochen. Guten Appetit!

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@gamine

Kolosser 2, 8 scheint wenigstens so in den Bibeln zu stehen, obwohl das Wort "Philosophie" nicht in allen Übersetzungen verwendet wird, sondern auch "Weltweisheit", bzw. "trügerische Philosophie". Ich glaube kaum, dass damit die Philosophie allgemein gemeint sein kann, aber bei Paulus kann man nie wissen... Wieder, falls du dir die Mühe nimmst, ein wenig mehr, als nur eine Textzeile zu lesen, entdeckst du, wie wichtig Paulus seine eigene Person nimmt. Das Zentrale in seiner Missionierung ist er selbst und nicht Jesus.

Wer den Philosophen Jesus nicht zu erkennen vermag, wird zweifelsohne in gläubigem Geplänkel verstrickt bleiben und wer aus dem philosophischen Buch Genesis (als Beispiel) ein religiöses Konstrukt aufbaut, der richtet grossen Schaden an, wie die Geschichte ja deutlich beweist.

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Ich wollte als Jugendlicher Theologie studieren. Zum Glück ist mir der Atheismus dazwischen gekommen.

Meine Frau hat allerdings Theologie (Evangelisch) studiert und ist dann im Vikariat an der Arroganz der männlichen Kirchenvertreter und dem bürokratischen Alltag des Gemeindelebens zur Vernunft gekommen.

realsausi: Was meinst du mit "zur Vernunft gekommen"?

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@Aabaja

Sie hat sich von der Theologie abgewandt und eine neue Ausbildung begonnen. Leider ging das aber noch nicht so weit, daß sie wirklich den Glauben komplett abgelegt hätte.

"Zur Vernunft kommen" meint ganz konkret, daß man für einen Gottesglauben gewisse Prinzipien der Erkenntnisgewinnung über Bord werfen muß. Man verordnet sich eine Selbstabschaltung des Verstandes im Hinblick auf gewisse Fragen, die mit der Glaubensüberzeugung zu tun haben. Das enthebt den Glauben jeder rationalen Betrachtung und macht ihn damit resistent gegen vernünftige Argumente. Ein Selbstschutzmechnismus, ohne den die Absurdität eines Gottesglaubens ins Bewußtsein rückt.

Da ich beide Zustände kenne, erlaube ich mir, das so klar zu formulieren.

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Zum Beispiel gab es für mich persönlich noch nie das Theodizee-Problem...> Würde mich interessieren, Genaueres über Deine Einstellung / Dein Verständnis davon zu erfahren. Weiß aber gar nicht, wie man sich hier PN schicken kann.

Mache einfach eine Freundschaftsanfrage und schreibe deine Nachricht dort hinein. Du kannst ja vermerken, daß die Anfrage lediglich der unverbindlichen Kontaktaufnahme dient und nach Austausch persönlicher Nachrichten gerne wieder gelöscht werden kenn. Das ist die einzige Möglichkeit, eine PN an jemanden zu schicken, solange er kein "Freund" ist. Ihr könnt das ja dann untereinander regeln, wie ihr weiter vorgehen wollt, auf jeden Fall kann deine Nachricht niemand anders lesen als der Fragesteller und Du.

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Ich war mal in eine Umfrage von Theologiestudentinnen verwickelt, die mich für ein Projekt der Uni gefragt haben, ob ich glaube, dass es eine Gottesmutter gibt. Dazu haben sie dann als Beweise Bibelstellen zitiert. Also, Bibellektüre ist ein Hauptthema dieses Studiums.

Wenn du nicht an Gott glaubst, solltest du das nicht studieren. Es ist schließlich auch nicht gerade ein kurzes Studium. Aber vielleicht findest du damit ja zu deinem Glauben?

vanida, sie wird nicht zum Glauben finden. Im Gegenteil, das bißchen Glauben, das vielleicht im Hinterkopf vorhanden sein könnte, wird sie mit Sicherheit verlieren. Das zeigt die Erfahrung mit Theologiestudenten.

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@BaruchXX

Hallo BaruchXX,

und woran mag es dann liegen, dass es auch aus Euren Reihen immer wieder Aussteiger gibt, obwohl keiner von jenen Theologie studiert hat?

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Eine ganz persönliche Antwort von mir:

Ich habe mich für ein genaues Studium der Bibel entschieden. Das ist ein weit besseres Studium als ein Studium an irgend einer Hochschule. Ich spreche aus persönlicher Erfahrung!

Diverse Gespräche mit Theologieprofessoren zeigten und bewiesen mir, das sich mich für das Richtige entschieden habe. Keiner konnte meine theologischen Fragen auch nur andeutungsweise korrekt beantworten.

Um Theologie zu studieren braucht man nicht unbedingt zu "Glauben". Man muss nur Prüfungen bestehen - und alle Außenstehende glauben deswegen, das man "glaubt".

Solches hat mit dem was die Bibel lehrt nichts gemeinsam.

Naja, wer vergleichende Religionswissenschaften oder Religionsgeschichte, "Bibelkritik" studieren oder verbeamtet werden will, für den mag das sinnvoll sein.

Das Bibelstudium hat mir persönlich neue hochinteressante Lebensperspektiven gegeben. Dazu zählen neben Persönlichen Dingen auch unter anderem beispielsweise der in der Bibel beschriebene Weg, wie der Weltfrieden hergestellt werden wird. Nicht durch Menschen, sondern durch den Gott der Bibel.

Triebfeder für mein Bibelstudium war und ist (ich studiere immer noch, seit nun über zwanzig Jahren) die Liebe zum Gott der Bibel, zu Jesus Christus und zu meinen Mitmenschen.

Nochmals:

Es gibt kein besseres Studium als das Studium der Bibel!

Beste Grüße

JensPeter

ps

Wo und mit wem man die Bibel kostenfrei studieren kann ist allbekannt. Weltweit sind ZJ vorzufinden! Siehe auch auf der Website j w . o r g (Gemeinnützigkeit staatlich bestätigt, Kostenfreiheit garantiert).

Ergänzung:

Wikipedia:

Theologie (griechisch θεολογία theología, von θεός theós ‚Gott‘ und -logie) bedeutet übertragen „die Lehre von Gott

Gemäß der Bibel ist JHWH der Schöpfergott aller Dinge. SEIN Buch - also "Gottes Wort" ist die Bibel. Studiert man diese, studiert man Theologie, nämlich das, was Jehova Gott durch Christus Jesus uns durch sein Wort, die Bibel lehrt.

Wozu Professoren, wenn die Bibel uns persönlich einem jeden zum Lernen zur Verfügung steht.

Professoren sind keine Mittler zwischen Gott und den Menschen:

1. Timotheus 2:5 Denn da ist e i n Gott und e i n Mittler zwischen Gott und Menschen, ein Mensch, Christus Jesus,

Im übrigen ist zum Verständnis der Bibel ein Helfer erforderlich, der in Hochschulen nicht zu erhalten ist. Auch hier spreche ich aus Erfahrung.

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Wenn du den Beruf einer Pfarrerin ansstrebst, was ja auch beinhalten sollte, Seelsorge zu betreiben und die GEmeinde im Glauben zu stärken, ist ein Theologiestudium eher hinderlich. Du brauchst weder Hebräisch noch Griechisch, noch Bibelkritik um christliche Eigenschaften zu entwickeln. Und diese werden nicht trainiert, noch nicht einmal. wie man eine Predigt sinnvoll gestaltet wird beigebracht, sonst gäbe es nicht so viel Mist von der Kanzel herunter.

@Aaleglatt

Sagst du und eine unterstützer hier genau dies ,weil die Verkündiger der Zeugen kein Griechisch können und hebräisch können ?

Zugegeben ich habe in der katholischen Kirche auch während der Predigt viel Mist gehört ,die Liturgie an dem Tage war jedoch einwandfrei !

Von den Zeugen Jehovas habe ich aber noch niemals etwas einwandfreies gehört . Also 1: 0 Für die RKK .

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Wenn man es sich leisten kann, mehrere Jahre ohne Einkommen nur aus Wissensdurst Theologie zu studieren, okay. Aber wer kann das schon, im allgemeinen muß man ja mit irgendetwas seinen Lebensunterhalt verdienen.

Und da sollte man nicht die Theologie wählen. Warum? Erstens, weil Jesus gesagt hat, daß wir umsonst empfangen haben und umsonst geben sollen. Zweitens, weil es Gott nicht gefällt, wenn man sein Wort, die Bibel nicht ernst nimmt oder gar verfälscht.

Außerdem sagte Jesus: Matthäus 11:25, 26

"Ich preise dich öffentlich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, weil du diese Dinge vor den Weisen und Intellektuellen sorgfältig verboren und sie unmündigen geoffenbart hast. Ja, Vater, so zu handeln ist dir wohlgefällig gewesen".

Den wahren Glauben findest du ganz gewiß nicht während eines Theologiestudiums, denn es ist eine Herzenssache. Und deine Umwelt, die dir zu diesem Studium rät, solltest du nicht ernst nehmen. Gott ist es, der uns beurteilt und nach seinem Willen zu sich zieht oder nicht, andere können dir nicht ins Herz sehen.

Nach dem, was du schreibst, sollte überhaupt niemand Theologie studieren, besser gesagt, niemand sollte irgendwas studieren - aus finanziellen Gründen, oder weil es schlecht sei zu studieren? Sollte man dann auch sonst keine Berufe lernen? Sollte man allgemein möglichst ungebildet bleiben? Dann sollte man aber folgerichtig auch nicht in der Bibel lesen, denn das könnte einen ja bilden - sollte man also nur glauben, was einem erzählt wird? Von wem allerdings? Von einem der selber nicht lesen und schreiben kann? Und warum kannst du dann schreiben?

Wie du allerdings darauf kommst, dass gerade jemand der Theologie studiert, die Bibel nicht ernst nehmen oder sie automatisch verfälschen würde, ist mir schleierhaft.

Wie kommst du auf die Idee, dass in Mt 11, 25f gemeint sein soll, dass den Klugen und Weisen alles verborgen und den Kleinen offenbart worden sei? Es geht vorgängig um Johannes und die Frage, ob Jesus der sei, der kommen soll. Wie so oft: einzelne Zeilen aus dem Zusammenhang gerissen, lassen sich biegen und wenden, wie mans gerade braucht...

"Wahrer Glauben" - was soll das sein??? Wahrheit ist etwas, das man erkennt, oder nicht. Glauben kann man alles und jedes, immer und überall. Und warum das Herz aus dem Theologiestudium ausgeschlossen sein sollte, müsstest du mir auch noch näher erklären...

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@gamine

hallo gamine, ich weiß, wovon ich rede. Ich kenne genügend Theologen sowohl in der Bekannt-als auch in der Verwandschaft, um mir dieses Urteil erlauben zu können.

Dein erster Absatz ist etwas wirr, mußte mehrmals lesen und habe den Sinn immer noch nicht verstanden. Das darf doch alles nicht wahr sein, was du da schreibst und welche Scjhlüsse du aus meiner Antwort ziehst.

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@sowas123

@sowas - hättest du die Bibel studiert, so hättest du lernen können, dass es nicht gut für dich ist, dass du über andere Menschen urteilst. Nachzulesen bei Mt 7, 1-6

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Den wahren Glauben findest du ganz gewiß nicht während eines Theologiestudiums, denn es ist eine Herzenssache.<

Und warum hast du dann mit den Zeugen Jehovas die Bibel studiert und hälst dich an dem, was die WTG-Gesellschaft dir vorgibt? Bist du dir deines Herzens unsicher?

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@gina86

Ich halte mich nicht an das, was irgendeine Gesellschaft mir vorgibt, sondern für mich ist die Bibel das verbindliche, weil inspirierte Wort Gottes. Leider geht man während eines Theologie-Studiums so nicht an die Sache heran, für mich daher völlig indiskutabel. Was hast du mit der Wachtturm-Gesellschaft für Probleme? Ich bin der Leitenden Körperschaft sehr dankbar für ihre unermüdlichen Anstrengungen, das Wort Gottes für jedermann kostenlos zur Verfügung zu stellen. Und die Kirchen? Da sehen die ganz schön alt aus, gelle?

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@Aaleglatt

Traust du sowas123 die rechte Antwort nicht zu?

Leider geht man während eines Theologie-Studiums so nicht an die Sache heran, für mich daher völlig indiskutabel. <

Aha, und das weißt du woher?

Was hast du mit der Wachtturm-Gesellschaft für Probleme?<

Ich habe weder mit einem Theologie Studium noch mit der WTG-Gesellschaft ein Problem. Ihr jedoch scheinbar mit der Theologie.

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Studiere das wozu du Lust hast.

Wenn du Lust hast hebräisch, alt griechisch und Latein zu lernen, Exegese und Systematik, uvm. zu lernen/ anzuwenden, dann bist da richtig.

Was du an Voraussetzungen meiner Meinung nach mitbringen solltest für das Pfarramt,.. so sollte man gerne vor anderen Reden halten können.

Aber so nebenbei: Wenn du Theologie studierst, dann kommt man nicht an deinem sogenannten "Philosophiegedöns", wie z.B. Kant vorbei.
Ich denk da so an ´"Das Ende aller Dinge"

Hallo Niagarakatze

Zwar weiß ich nicht, was Theologen im einzelnen dazu bewogen haben mag Religionswissenschaft zu studieren, aber zu dem Kern Deiner Frage, nämlich zu den "inneren" Voraussetzungen und ob man dazu "berufen" sein sollte, ähnlich wie ein Arzt - und ob es von Vorteil sein könnte, eine gläubige Christin zu sein, bevor man sich anschickt, anderen „die Lehre von Gott“ zu vermitteln, zu diesen und solchen Fragen könnte ich Dir einige Denkanstöße liefern, die sich auf die Bibel stützen!

Auf die Bibel deshalb, weil der Durchschnittsgläubige durchaus den Eindruck gewinnen soll und kann, das „sein Theologe“ aus eben dieser Quelle schöpft, wenn er seiner Herde „die Lehre von Gott“ näher zu bringen versucht.

Immerhin ist das Wort Gottes die Grundlage des Christentums.

  • Wird aber die Bibel in der „Alltags-Theologie“ tatsächlich als untrügliche Quelle genutzt?

und

  • Welche Anhaltspunkte aus dem Worte Gottes sollte man in Betracht ziehen, wenn man nach einer Antwort auf Deine Frage nach der Notwendigkeit und den Qualitätsmerkmalen eines Theologiestudiums sucht?

Da ist zunächst einmal dieser:

Mit einer einzigen Ausnahme hatte niemand der vierzig Schreiber, die von Gott dazu inspiriert wurden, die Bibel zu schreiben und damit die Grundlage für das Christentums zu legen, niemand von diesen war studierter Theologe, trotzdem oder gerade deshalb waren sie mit der Lehre von Gott (griech. „Theologie“) sehr gut vertraut.

Der einzige Intellektuelle unter den Bibelschreibern war der Apostel Paulus. Sein „Theologiestudium“ erwies sich allerdings bei seiner Suche nach „der Lehre von Gott“ als derart hinderlich, dass er seine erworbenen (Er)Kenntnisse kurzerhand wieder über Bord warf.

Warum?

Nun, weil Paulus zunächst davon ausgegangen war, dass man nichts verkehrt macht, wenn man sich einen Dozenten sucht, der in hohem Ansehen steht. Und tatsächlich war Gamaliel ein Gesetzeslehrer, der höchste Achtung genoss und großen Einfluss hatte. Als solcher legte er großen Wert auf die pharisäische Gesetzlichkeit und bestand deshalb auch auf der Anerkennung des mündlichen Gesetzes. Dadurch maß er den Überlieferungen der Rabbiner größeres Gewicht bei als den von Gott inspirierten Schriften. Das Wort Gottes allerdings verurteilt diese Methode in Matthäus 15:3-9 auf das schärfste.

Und das war nicht nur damals der krasse Unterschied zwischen der etablierten Theologie und den Grundsätzen der Bibel - das unterscheidet beide auch heute noch.

Paulus selbst beurteilt seinen „Fehlstart“ später rückblickend so:

„Seinetwegen [Christi wegen] habe ich allem, was mir früher ein Gewinn zu sein schien, den Rücken gekehrt; es ist in meinen Augen nichts anderes als Müll. Denn der Gewinn, nach dem ich strebe, ist Christus; (Philipper 3:7-8 Neue Genfer Übersetzung)

Selbst Jesus Christus hat nie Theologie studiert. Über ihn wird berichtet: „Wieso ist dieser Mann gelehrt, da er nicht auf den Schulen studiert hat?“ (Johannes 7:15)

Und deshalb kann man in 1. Korinther 1:26-28 dazu etwas Grundsätzliches lesen:

„Es sind nicht viele Kluge und Gebildete darunter, wenn man nach menschlichen Maßstäben urteilt, nicht viele Mächtige, nicht viele von vornehmer Herkunft. Im Gegenteil: Was nach dem Urteil der Welt ungebildet ist, das hat Gott erwählt, um die Klugheit der Klugen zunichte zu machen, und was nach dem Urteil der Welt schwach ist, das hat Gott erwählt, um die Stärke der Starken zunichte zu machen.“

Ähnlich äußerte sich Jesus noch einmal bei einer anderen Gelegenheit - vor dem Hintergrund seiner zahllosen negativen Erfahrungen mit den Schriftgelehrten seiner Tage: „Vater, du Herr über Himmel und Erde, ich preise dich, dass du das alles den Klugen und Gelehrten verborgen, aber den Unmündigen offenbar gemacht hast. Ja, Vater, so hast du es gewollt." (Lukas 10:21 Neue evangelistische Übersetzung)

Interessant ist . . .


Interessant ist,

dass Jesus unmittelbar vor der oben zitierten Äußerung 70 seiner Jünger ausgesandt hatte - ausnahmslos Laien, deren „Studium“ darin bestand, ihrem Lehrer aufmerksam zuzuhören und ihn nachzuahmen - er „schickte sie zu zweit voraus in alle Städte und Dörfer, die er später selbst aufsuchen wollte.“ (Lukas 10:1-11 NeÜ)

Durch diese Art von Predigttätigkeit - die er selbst vorbildlich praktizierte - machte er klar, auf welche Art und Weise „Die rettende Botschaft von Gottes neuer Welt“ auf der ganzen Erde verkündet werden sollte, damit alle Völker sie hören“:

Nicht von der Kanzel und nicht von studierten Theologen, sondern von einfachen Menschen mit begeisterungsfähigen Herzen, die gern auf andere zugehen und Gelerntes mit ihnen teilen.

Das Christentum in seiner unverfälschten Form kennt deshalb auch keinen Unterschied zwischen Geistlichen und Laien. Die Bibel unterstreicht das mehrfach sehr deutlich, so z. B. in Matthäus 23:8-12:

„Aber ihr sollt euch nicht ›ehrwürdiger Lehrer‹ nennen lassen; denn ihr seid untereinander alle Brüder und Schwestern, und nur einer ist euer Lehrer. Auch sollt ihr hier auf der Erde keinen von euch ›Vater‹ nennen; denn nur einer ist euer Vater: der im Himmel. Ihr sollt euch auch nicht ›Lehrmeister‹ nennen lassen, denn auch Lehrmeister ist bei euch nur einer: Christus, der versprochene Retter. Wer unter euch am größten ist, soll euer Diener sein. . . .“ (Gute Nachricht Bibel)


Ein weiterer Anhaltspunkt wäre, was die Bibel über den wirtschaftlichen Sinn und Nutzen sagt, den die Berufung zu einem Überbringer der „Lehre von Gott“ in Aussicht stellt.

Antwort: „Kostenfrei habt ihr empfangen, kostenfrei gebt.“ oder anders übersetzt: „Teilt eure Gaben genauso großzügig aus, wie ihr sie geschenkt bekommen habt!“ (Matthäus 10:8 Neues Leben. Die Bibel und die NWÜ)

Im Klartext: Wer mit „der Lehre von Gott“ Geld verdienen möchte, dem mangelt es an einer gottgefällige Motivation.

Ein Schriftgelehrter sagte einmal zu Jesus: „Lehrer, ich will dir folgen, wohin du auch gehst.“ Als ihm aber Jesus erklärte, dass „der Menschensohn . . . keine Stätte hat, wo er sein Haupt niederlegen kann“, kamen ihm Bedenken. Anscheinend war dem Mann bei dem Gedanken unwohl, nicht genau zu wissen, wo er schlafen würde oder woher die nächste Mahlzeit käme, denn die Bibel sagt nicht, ob er jemals ein Nachfolger Jesu wurde (Matthäus 8:19, 20).


Außerdem stellt sich die Frage, wie es um das Ansehen bestellt ist, das man als Überbringer der „Lehre von Gott“ genießt? Auch das ist ein Anhaltspunkt.

Jesus warnte vor dem unbescheidenen Standesdünkel der Theologen seiner Tage: „Hütet euch vor den Schriftgelehrten! Sie gehen mit Vorliebe in langen Gewändern einher und haben es gern, wenn man sie auf der Straße ehrfurchtsvoll grüßt. In den Synagogen nehmen sie die vordersten Sitze für sich in Anspruch und bei Festessen die Ehrenplätze.“   (Lukas 20:46 NGÜ)

Und er schilderte andererseits sehr realistisch und aus eigener Erfahrung, was auf seine Botschaftsüberbringer zukommen würde:

„Freuen dürft ihr euch, wenn sie euch beschimpfen und verfolgen und verleumden, weil ihr zu mir gehört. Freut euch und jubelt, denn bei Gott erwartet euch reicher Lohn. So haben sie die Propheten vor euch auch schon behandelt“ (Matthäus 5:11-12 Gute Nachricht Bibel)


Und nicht der letzte Anhaltspunkt wäre: Was unterscheidet ein Theologiestudium von einem Bibelstudium?

Einfache Antwort: In einem kostenpflichtigen(!) Theologiestudium ist die Bibel eines unter vielen Studienfächern, in einem kostenfreien intensiven Bibelstudium dagegen ist das Wort Gottes die Hauptsache und andere Dinge, wie Überlieferungen, Traditionen, oder unbiblische Dogmen haben darin keinen Platz.

Nicht nur einmal hat sich Jesus so geäußert wie in Matthäus 15:3-9:

„. . . warum verstoßt ihr mit euren Überlieferungen gegen Gottes Gebote?“

Im weiteren Bericht greift er ein Beispiel auf, in dem die Schriftgelehrten sich an Gottes klarem Gesetz vorbeimogelten und schließt dann seinen Tadel:

„Diese Menschen ehren mich mit ihren Worten, aber nicht mit ihrem Herzen. Ihre Anbetung ist nutzlos, denn sie ersetzen die Gebote Gottes durch ihre eigenen Lehren.“ (nachzulesen in Matthäus 15:3-9 Neues Leben. Die Bibel)


Du siehst also, die Bibel hat zu den "inneren" Voraussetzungen und ob es von Vorteil sein könnte, eine gläubige Christin zu sein, bevor man sich anschickt, anderen „die Lehre von Gott“ zu vermitteln, die Bibel hat dazu eine Fülle von Denkanstößen, die man in seine Überlegungen einbeziehen sollte.

Vielleicht helfen Dir diese Hinweise etwas weiter.

Alles Gute



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Man muss nicht zwangsweise gläubig sein um Theologie zu studieren.

Deschner sei hier nur beispielhaft aufgeführt.

http://de.m.wikipedia.org/wiki/Karlheinz_Deschner

Tu was immer dir Spaß macht!

Hallo Skeletor

Das Wort Gottes ist da völlig anderer Meinung:

". . . ohne Glauben ist es unmöglich, Gott zu gefallen. Wer zu Gott kommen will, muss glauben, dass es ihn gibt und dass er die belohnt, die ihn aufrichtig suchen."

(Hebräer 11:6 Neue Genfer Übersetzung)

Es sei denn, man legt auf Gottes Wohlwollen keinen Wert und ist mit der Belohnung von Menschen zufrieden.



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Ich könnte mir nicht vorstellen, in eine Gemeinde zu gehen, in der der Pfarrer/ Pastor kein Christ ist und nicht an die Bibel als Gottes Wort (2. Tim. 3,16) glaubt. Denn wie könnte er Glaubensfragen beantworten, über das Evangelium predigen, Bibelstellen auslegen oder für Gemeindemitglieder beten? Zu welchem Gott würde er überhaupt beten und über welchen Glauben predigen, wenn er Agnostiker ist und nicht mit der Bibel übereinstimmt?

Vielleicht wäre ein blinder Taxifahrer ungefährlicher als ein ungläubiger Pfarrer/ Pastor...

richtig, chrisbyrd

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