Was hat es mit Homöopathie auf sich, wirkt Sie?

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14 Antworten

Meiner Ansicht nach wirken diese Produkte entweder gar nicht oder durch den Placeboeffekt. Allerdings gibt es auch geringere Verdünnungen, z.B. D4, bei denen eine substanzbasierte Wirkung theoretisch noch denkbar wäre (ob die konkrete Substanz dann auch de facto Wirkung zeigt, ist eine andere Frage). Bei den "Hochpotenzen" (D8 oder höher) ist eine substanzbasierte Wirkung ausgeschlossen.

Die Produkte sind oft teuer, dafür enthalten sie meist nur Lactose oder Alkohol. Ich persönlich würde dafür kein Geld ausgeben. Wer dies möchte, kann dies natürlich tun, aber man kann ebenso gut einen Talisman um den Hals hängen. Auch der kann durch Placebowirkung wirken.

 

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Kommentar von holodeck
14.10.2016, 20:31

Ab wann genau hört denn "Wirkung" nachweislich auf? Hat man da irgendwelche Zahlen? Der Appell an den Nachvollzug von Verdünnung qua Alltagserfahrung ist ja nun wirklich die Krönung der Argumentation evidenzbasierter Strategien ;-)

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Hallo DrVerschwoerer,

wie bei allem im Leben, so muss man auch bei der Homöopathie wissen, was man tut...

1) Was ist Homöopathie?

Oft wird in der Umgangssprache Homöopathie mit "was pflanzlichem" gleichgesetzt, was falsch ist. In einer Allensbach Umfrage 2009 konnten nur 17% der Anwender korrekt beschreiben, was Homöopathie ist:

Homöopathie ist ein vor 200 Jahren vom sächsischen Arzt Samuel Hahnemann entwickeltes, auf damaligen Vorstellungen aufbauendes Verfahren. Die Homöopathie geht davon aus, dass Wirkstoffe ähnliche Symptombilder heilen, die sie beim Gesunden hervorrufen. Da auch höchst giftige Stoffe verwendet werden (wie Arsen), kam Hahnemann auf die Idee, die Wirkstoffe zu verdünnen.

Er verdünnte (ohne sein Wissen - Atome und die Höhe der Avogadrozahl waren ihm unbekannt) aber über die Grenze hinaus, in der seine Arzneien überhaupt noch Wirkstoff hatten. Seine Vorstellung, dass man durch Schütteln und Verdünnen eine Art inneres Wesen eines Stoffes freisetzen kann und dies an die Zuckerkügelchen überträgt und bindet, entstammt eher den noch zu seiner Zeit herrschenden mittelalterlichen Naturvorstellungen - ist aber mit unserem heutigen deutlich vertieften Wissen aus den Naturwissenschaften nicht mehr vereinbar: Stoffe können in ihrer Abwesenheit nicht gezielt wirken.

In ihrem Selbstverständnis ist die Homöopathie also eine Arzneimittellehre, die langen Anamnesegespräche zwischen Homöopath und Patient dienen nur der Arzneifindung: Der Homöopath erfagt ganz genau alle Symptome des Patienten, auch solche, die mit den eigentlichen Beschwerden nichts zu tun haben und sucht dann anhand der Antworten im "Repertorium" (lange Listen von den Symptomen zugeordneten Mitteln) dasjenige, dessen Beschreibung am besten passt. Dieses "Simile" (das "ähnlichste")  soll dann "wirken".

Dass dies so nicht zutrifft, dafür ist die Beleglage heute sehr viel eindeutiger, als es uns die Homöopathen erzählen.

2) Globuli sind Placebos

Ich fasse die wichtigsten Argumente, die uns zeigen, dass die Globuli selbst Placebos sind, kurz zusammen:

a) Dass Stoffe in kompletter Abwesenheit wirken, ist mit unseren naturwissenschaftlichen Erkenntnissen nicht mehr(!) vereinbar

Ja, auch wenn wir nicht alles wissen, so können wir doch zu Alltagsprozessen (Verdünnen und Schütteln) sehr zuverlässige Aussagen machen. Wir wissen dass und warum Wirkung verschwindet, wenn man Stoffe verdünnt und schließlich entfernt. Wir wenden das sogar als Nachweismethode im Labor an, dass Eigenschaften verschwinden, wenn man die vermutete Ursache entfernt.
Gezielte Wirksamkeit in Abwesenheit ist mit unserem Wissen aus Physik, Chemie, Biologie,… einfach nicht mehr verträglich.

b) Dies bestätigt die Studienlage. Die große Metaanalyse des NHMRC ( beschrieben z.B. hier: http://www.theguardian.com/lifeandstyle/2015/mar/11/homeopathy-not-effective-for-treating-any-condition-australian-report-finds ) ergab:

“”These claims have been widely disproven by multiple studies, but the National Health and Medical Research Council (NHMRC) has for the first time thoroughly reviewed 225 research papers on homeopathy to come up with its position statement, released on Wednesday.
“Based on the assessment of the evidence of effectiveness of homeopathy, NHMRC concludes that there are no health conditions for which there is reliable evidence that homeopathy is effective,” the report concluded.”

Andere Analysen kamen zum selben Ergebnis. Manche Metaanalysen fanden schwach positive Effekte, doch auch dort zeigte sich, dass die Effekte in Richtung hochwertiger Studien kleiner wurden oder gar veschwanden. Die berichteten "positiven" Effekte waren i.a. umso höher, je schlechter die zugrunde liegende Studienqualität war und in der Summe auch oft so klein, dass sie nicht wirklich von klinischer Relevanz waren.

c) Natur ist widerspruchsfrei. Die Homöopathie ist es nicht:

Innerhalb ihres Gedankengebäudes existieren zahlreiche innere Widersprüche. Es gibt zahlreiche einander widersprechende Varianten in der Praxis.
Das ist ein weiterer klarer Hinweis auf den Placebocharakter: Nur bei einem
Placeboverfahren, ist die genaue Inszenierung gleichgültig, so lange nur
der jeweilige Therapeut sie überzeugend inszeniert. Bei einem echten Naturphänomen könnten sich nicht einander widersprechende Varianten in der Praxis “bewähren”.

3) Placebos sind nicht nutzlos, wenn man sie seriös einsetzt.

Der Erkenntnis, dass die Globuli Placebos sind, stehen viele positiven Erfahrungsberichte gegenüber. Bei genauer Betrachtung ist das jedoch ein Scheinwiderspruch:

a) Dass ein Placebo in der Praxis nicht entlarvt werden kann, das zeigt
die Medizingeschichte deutlich. Nicht einmal schädliche Verfahren, wie
der Aderlass konnten als schädlich erkannt werden.
Weil jeder, der eine noch so schlechte Behandlung übersteht, verbreitet “mir hat es geholfen!” – der Post hoc ergo propter hoc- Irrtum.
Placebo = es wird gefallen: Positive Erfahrungen werden versprochen!

(Hier gut erklärt: http://www.netzwerk-homoeopathie.eu/faq/40-mir-hat-die-homoeopathie-aber-geholfen

Oder hier: https://www.sciencebasedmedicine.org/the-it-worked-for-me-gambit/)

Die Homöopathie punktet bei Bagatellen im Alltag und bei chronischen Kranken, die ihre Krankheit in Schüben erleben und die oft eine besonders intensive Zuwendung durch den Therapeuten benötigen; sie fühlen sich in ihrer chronischen Krankheitssituation in der das Zwischenmenschliche vernachlässigenden Medizin nicht verstanden und finden in der Homöopathie die vertrauensvolle Zuwendung, die ihnen hilft, neu zu fokussieren.

Über Gesprächseffekte, Kontexteffekte und Placeboeffekte sind die positiven Erfahrungen verstehbar.

b) Mehr: In Studien konnte gezielt nachgewiesen werden, dass es die Gespräche sind, die den Patienten helfen, die Globuli aber nicht über
Placeboeffekte bieten:

http://heilpflanzen-info.ch/cms/blog/archive/2011/11/17/wirkt-homoopathie-und-wenn-ja-wie.html

""Resultat: (…)

Bei den sekundären Endpunkten Schmerzempfinden, Zahl der geschwollenen
Gelenke, Patientenselbsteinschätzung auf Wochenbasis und Stimmung
zeigten sich dagegen jeweils signifikante Vorteile für jene Patienten, die homöopathisch beraten wurden im Vergleich zu jenen, die nur medizinisch beraten wurden.

Das interessante Ergebnis ist nun, dass es innerhalb der Beratungsgruppen jeweils keinerlei Unterschiede gab. Es war also egal, ob die Patienten Placebo, Komplexhomöopathie oder individuell zubereitete homöopathische Medikamente bekamen, solange sie nur vorher homöopathisch beraten wurden. Anders gesagt: Reden ist wirksam, Globuli sind es nicht."


c) Das bestätigt zum Beispiel mit Claudia Witt auch eine Professorin für
Komplementärmedizin, die sicher keine Gegnerin der Homöopathie ist – war
sie doch als Stiftungsprofessur 5 Jahre lang für die Carstens Stiftung tätig.

Dennoch sagt sie erst letztes Jahr in einem Interview:

“...die wichtige versorgungsrelevante Information ist: Es konnte nicht gezeigt werden, dass homöopathische Arzneimittel besser wirken als Placebo. (…) Wir haben in einer grossen Beobachtungsstudie die gesamte homöopathische Behandlung mit Arztgespräch und Diagnosestellung untersucht und bei chronisch kranken Patienten grosse Effekte gefunden. Bringe ich das zusammen mit der bereits geschilderten Evidenzlage, wird klar: Da muss was anderes wirken als die Arzneimittel. Die Homöopathie hat eine besondere Arzt-Patienten-Interaktion. Daraus könnte man interessante Anregungen für die Medizin insgesamt übernehmen. ”

Soweit die Faktenlage. Fazit:

Homöopathische Arzneien sind Placebos, also Scheinmedikamente. Von ihnen geht entgegen der Behauptungen der Homöopathen keine gezielte und auch keine mittelabhängige Wirksamkeit aus.

Für den Patienten bedeutungsvoll ist die mit den Globuli verbundene Überzeugung, das werde sanft und nebenwirkungsfrei helfen, bzw. unterstützen; was "wirkt" ist das Vertrauen in das Verfahren oder in die Person, die es uns empfohlen hat. Ausführliche Anamnesegespräche helfen besser mit chronischen Beschwerden umzugehen.

Jürgen Windeler, Arzt und Professor für Medizinische Biometrie und Klinische Epidemiologie, seit 2010 Leiter des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen, hat einmal geschrieben:

"Die These, Außenseitermedizin sei nichts als Placebo-Therapie, ist eigentlich eher ein Lob als ein Vorwurf. Denn der Mensch heilt sich in einem hohem Maß selber, Hauptsache, er wird auf irgendeine Weise behandelt und glaubt daran. Also: Placebos einsetzen, sofern keine wissenschaftsmedizinisch bewährte Therapie bekannt ist: uneingeschränkt ja. Aber, damit verbunden, pseudowissenschaftlichen Unsinn verbreiten: nein."

Placebos einzusetzen ist in gewissen Situationen nicht verkehrt. Sie zu überschätzen oder zu verklären, für mehr halten zu wollen als sie sind - und vor allem sie einzusetzen bei Beschwerden, bei denen sinnvollere Behandlungen notwendig sind, das ist gefährlich.

Wo man um den Placebocharakter der Kügelchen weiß und entsprechend handelt, kann man die Placeboeffekte und Gesprächseffekte auch sinnvoll nutzen. Gefährlich wird für den Patienten nur das "nicht wahr haben wollen", dass reiner Zucker eben nicht mehr ist als ein Placebo.

Das Problem an der Homöopathie ist also nicht ihr Placebocharakter, sondern es sind die Homöopathen, die ihn nicht wahrhaben wollen. Ein Therapeut (und das können auch Eltern sein, die ihr Kind "behandeln"), der die Grenzen seines Verfahrens nicht richtig kennt oder kennen will, ist nicht im Sinne des Patienten.

Zudem: Die Homöopathie allein über ihren Placebocharakter rechtfertigen zu wollen, ist ein unguter Weg: Wenn Patienten von der intensiven Zuwendung des Therapeuten, wie sie in den Anamnesegesprächen stattfindet, profitieren - und danach sieht es aus - dann sollte man diese intensive vertrauensbildende Empathie in die Medizin holen: aber ohne den esoterischen Überbau geschüttelter Zuckerkügelchen. Der Patient hat größeren Nutzen von der Verbindung empathischer Gespräche mit nachweislich sinnvollen Maßnahmen als einer Delegierung der Empathie an Placeboverfahren und einer weiterhin unpersönlichen "Apparatemedizin".

Ein sehr guter wissenschaftlicher Artikel - frei einsehbar (den Text kann man als pdf herunterladen; der Text ist sowohl auf deutsch als auch auf Englisch verfügbar) - zum Thema wäre dieser hier:

https://www.researchgate.net/publication/279966284_Complementary_and_alternative_drug_therapy_versus_science-oriented_medicine

Zu guter letzt: gezielt zu Deiner Aussage:

das die Gerüchte das Homöopathie Humbug sei nur von den Pharmakonzerne in die Welt gesetzt wurden

So etwas nennt man eine "Immunisierungsstrategie": Zu behaupten, alle Kritiker wären einfach nur bestochen. Tatsächlich sind die Hersteller der Homöopathika selbstverständlich TEIL der Pharmaindustrie, da ihre Produkte (die Globuli) ja als Arzneien eingestuft werden.

Ein solcher Spruch spielt mit unserem Unbehagen, dass jemand an unserer Krankheit verdient, belegt aber nichts. Dafür muss man eben auf die vorgetragenen Argumente (naturwissenschaftliche Aspekte, Studienlage, innere Widersprüche der Homöopathie...) schauen.

Man sollte hier auch bedenken, dass die Homöopathiehersteller mit Placebos Millionenbeträge verdienen - Heel und DHU liegen über 100 Millionen Jahresumsatz. Ein homöopathischer Arzt mit Zertifikat des DZVhÄ generiert locker mit 3 homöopathisch behandelten Patienten pro Tag im Jahr ein Umsatzplus von rund 130 000 Euro. Eine große Untersuchung der Techniker KK ergab nach einer Auswertung von über 44 000 Patientendaten enorme Mehrkosten durch homöopathische Selektivverträge.

Mit Zucker lässt sich schon auch viel Geld machen... ;-)

Grüße

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Kommentar von holodeck
14.10.2016, 20:51

Mit Zucker lässt sich schon auch viel Geld machen... ;-)

Neidisch?  

Palmzucker vor allem ist schweineteuer. Aber dafür auch sehr lieb zum Insulinspiegel.

Man sollte hier auch bedenken, dass die Homöopathiehersteller mit Placebos Millionenbeträge verdienen - Heel und DHU liegen über 100 Millionen Jahresumsatz

Placebohersteller werden auch weiterhin viel Geld verdienen. Weil die ja bekanntlich so wirksam sind. Oder sollen Klinische Studien künftig mit Vogelfutterkernen und Rosinen durchgeführt werden?  

100 Millionen Jahresumsatz.
ute, willst du uns veralbern? Das sind Peanuts im Pharmamarkt.

Nur ein Gegenbeispiel:

Arizept, ein Medikament gegen Alzheimer, gehört zu den witzlosesten weil wirkungslosesten Mitteln am Markt und spült 2,5 Milliarden Dollar in die Kassen von Pfizer. Jährlich!     

Was sagst du dazu?  
Ist das nicht ein dicker Hund? 2,5 Milliarden jährlich für Sch.....!

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Homöopathie wirkt durch seinen Placeboeffekt. Es wirkt aber nur dann, wenn das Zeug so richtig teuer ist. Denn viele Leute glauben dass etwas nur dann gut ist, wenn es nur teuer genug ist. Wenn der jenige, der das Zeug verschrieben hat auch noch ein unglaublich zuversichtliches Gesicht macht
und mit sonorer Stimme verkündet, dass der Patient sich von nun an keine Sorgen mehr machen soll und er sich ganz sicher sein kann, dass dieses Präparat ihm hilft, dann steigert er die Wirkung allein durch seiner Präsenz und durch seine Worte um ein Vielfaches. Wenn der Verkäufer dem Patienten das Gleiche mit der gleichen Intensität sagt, dann wird aus einem wertlosen Schluck Wasser, ein wahres Superheilmittel. Es wirkt allein durch den Glauben an seine Wirkung.
Denn wenn zum Beispiel der Verkäufer ganz nebenbei behaupten würde, dass er an diesen Mist ohnehin nicht glaubt und dass er das Ganze sowieso für viel zu teuer hält, verliert das Mittel sofort seine Wirkung. Der Placeboeffekt ist
relativ gut erforscht und viel wirksamer als man denkt. 

Wer jedoch diesen Text gelesen hat, der hat ganz schlechte Karten. Er weiß ja jetzt dass es sich bei der Homöopathie um kein Medikament handelt, sondern nur um den Placeboeffekt. Damit bekommt er Zweifel und der Effekt kann nicht mehr eintreten.

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Homöopathie wirkt. Aber nicht, weil diese Kügelchen helfen, sondern weil Homöopathie eine sehr cleverer Methode ist, den Placebo-Effekt zu nutzen. 

Ein Placebo, also ein Medikament ohne Wirkstoff, wirkt immer noch in ca. 30% der Fälle. Deshalb müssen neue Medikamente auch immer gegen Placebo getestet werden. 

Und Homöopathie ist eben ein besonders gutes Placebo. Spricht nichts dagegen, wenn man daran glaubt.

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Kommentar von holodeck
15.10.2016, 13:05

Bei Anti-Depressiva schreibt man der Placebo-Wirkung sogar 75% zu. Und die fehlenden 25% den fehlenden Nebenwirkungen des Placebos, an denen einige Probanden das "echte" Medikament erkennen konnten.

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Hallo! Sie wirkt wenn dann über Glauben und Hoffnung. Beispiel Schüssler - Salze.

Jedes normale Kranwasser hat eine erheblich höhere Konzentrationen an Phosphat, Kalium, Calcium usw. als die potenzierten Schüßler Salze in ihrem verdünnten Zustand.

Ich wünsche Dir alles Gute, schönes Wochenende.

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Homöopathische "Arzneimittel" beinhalten abgesehen von den Trägersubstanzen (Alkohol, Milchzucker etc.) keine

Wirkstoffe.

Obwohl sie bei harmlosen Beschwerden unbedenklich sind, kann Homöopathie bei ernsthaften Krankeiten aber insofern gefährlich werden, da
eine heilbringende Behandlung ausbleibt. Homöopathie als Humbug zu bezeichnen ist eine Untertreibung: sie ist gefährlich und teuer!

Somit ist von der Anwendung von homöopathischen Therapien dringend
abzuraten. Vor allem Tiere und Kinder sind der Behandlung durch die
gegebene Abhängigkeit besonders hilflos ausgesetzt.

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Kommentar von voayager
21.10.2016, 00:12

wie man sieht, hast du keine Ahnung und das nicht knapp!

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Homöopathie wirkt durch den Placebo-Effekt, hat also eine positive psychische Wirkung. Das rechtfertigt aber nicht die hohen Preise.
Gruß
JM

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Kommentar von OnkelSchorsch
14.10.2016, 14:30

Das ist dasselbe wie wenn Mama pustet. So etwas als teure "Heilmethode" zu propagieren, ist albern und meiner persönlichen Ansicht nach Betrug.

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Kommentar von JustusMorgan
14.10.2016, 16:02

Meine Meinung.

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Kommentar von JustusMorgan
14.10.2016, 16:07

-> Ich meine, ich gebe dir recht. Es ist und bleibt der Placebo-Effekt, der den Erfolg der Homöopathie garantiert. Es ist also eine Frechheit, für ein Fläschchen Wasser, Zucker und Alkohol Unsummen zu bezahlen, bzw. das überhaupt anzubieten.

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Kommentar von JustusMorgan
15.10.2016, 09:19

@Hardware02: Es ist Betrug. Weißt du, was der Placebo-Effekt ist? Bei diesem Effekt nimmt ein Mensch Placebos ein, da er glaubt, es seien echte und wirksame Medikamente. Dadurch lässt das Gehirn den Körper glauben, bestimmte Symptome wären gelindert worden. Dabei haben die Placebos keinerlei relevanten Wirkstoff. Nur wer dran glaubt, bei dem wird es besser, aber nur im Kopf! An der Krankheit wird nichts geändert! Placebos können eine echte Gesundung verhindern, da der Patient lieber zur betrügerischen Homöopathie greift. Für diese Zuckertabletten enorm viel Geld zu verlangen, ist in jedem Fall Betrug. Dem Mensch wird Heilung versprochen, wo es keine gibt!

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Klar - Homöopathie wirkt bei dem der daran glaubt (Placebo-Effekt).

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Doch da glaube ich ganz fest daran, ich vewende es nicht immer, aber bei bestimmten Sachen habe ich vollen Erfolg.

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das die Gerüchte das Homöopathie Humbug sei

Das sind nicht nur Gerüchte, das ist sogar wissenschaftlich nachgewiesen.

Im November 2005 musste sogar eine Studie zurückgezogen werden, die eine positive Wirkung hochpotenzierter Homöopathika 'nachgewiesen' hatte, da sie schlicht und einfach gefälscht war. Man hat die meisten Berichte über eine Unwirksamkeit gar nicht berücksichtigt.

Wie schlimm muss es um einen Nachweis stehen, wenn solche Fälschungen die Norm sind?

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Kommentar von MalNachgedacht
15.10.2016, 13:09

Im November 2005 musste sogar eine Studie zurückgezogen werden

Die "Rattendarm"-Studie an der Uni Leipzig....

http://www.laborjournal.de/editorials/415.lasso

Wie schlimm muss es um einen Nachweis stehen, wenn solche Fälschungen die Norm sind?

Ich würde nicht so weit gehen zu behaupten, dass Studien zur Homöopathie regelmässig gefälscht sind.

Sie sind aber regelmässig von sehr schlechter bis schlechter Qualität, wurden nie reproduziert und gerne in Homöopathiekreisen falsch interpretiert.

Bei medizinischen Studien geht man davon aus, dass man ein relevantes Ergebnis hat wenn die Wahrscheinlichkeit das das Ergebnis rein zufällig zustande gekommen ist kleiner als 5% ist.

Umgekehrt heißt das, dass jede 20. Studie zur Homöopathie rein zufällig ein positives Ergebnis für die Homöopathie liefert.

Homöopathen neigen dazu die anderen 19 Studien zu ignorieren und die eine als Beweis für die Wirksamkeit der Homöopathie zu verkünden - das ist natürlich alles andere als ein "ganzheitlicher" Ansatz...

Aber selbst die Studien die aus Sicht von Homöopathen die Wirksamkeit der Homöopathie belegen zeigen nur sehr schwache Effekte - die weit von dem entfernt sind was Homöopathen gerne über ihre hochwirksame Homöopathie verbreiten...

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Du stellst eine der umstrittensten Fragen,die es geben könnte hinsichtlich einer noch umstritteneren richtigen Antwortmöglichkeit.Ich persönlich halte weite Teile der Homöopathie für bei weiten Teilen der Menschheit erfolgreich anwendbar.Wenn es nicht funktioniert,oder der Patient nicht daran glaubt,das ist wesentlicher als angenommen,kann man sich ja der Schulmedizin direkt zuwenden.ich denke beides gehört mehr in Einklang und Verständnis gebracht.Wenn man sich krank fühlt,ist die Einnahme einer Pflanze,deren Auszug nicht besser,als ein industriell hergestellte Tablette?  Wer das für sich bejaht,wird Naturheilkunde und auch Homöopathie sicherlich bevorzugt anwenden.Ja,Lobbyisten und Konzerne haben Forschung,Entwicklung,Meinung und Lehre sehr stark beeinflusst.Geld regiert eben doch mehr als nur das halbe Leben.^^ Ein Beispiel der Chirurgie,immer noch wird entgegen besseren Wissens eine natürliche Vorhautverengung,besser eine enge Vorhaut,als klinisch zu behandeln eingestuft.Man greift zum Skalpell ,weil man damit Geld verdienen kann.Mit einer Dehnung,sowohl im Querschnitt wie auch in der Länge,erreicht man sein Ziel schmerzfrei,aber kann kein Geld verdienen.Oder ? Beste Grüße

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Kommentar von OnkelSchorsch
14.10.2016, 14:28

Homöopathie hat nichts mit "Naturheilkunde" oder gar "Pflanzenheilkunde" zu tun. Du verbreitest sachlich falsche Werbepropaganda der Homöopathie-Lobby, die durch völlig wirkungslose Homöopathie ein Milliardengeschäft macht.

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Kommentar von MalNachgedacht
14.10.2016, 16:23

Wenn man sich krank fühlt,ist die Einnahme einer Pflanze,deren Auszug nicht besser,als ein industriell hergestellte Tablette? 

Erstens enthalten Pflanzen neben erwünschten Wirkstoffen auch oftmals diverse unerwünschte und zweitens ist die Wirkstoffdosis bei Pflanzen schwer dosierbar, da die Wirkstoffkonzentration  sehr stark schwanken kann.

Eine Aspirin-Tablette ist deswegen weit sicherer und auch verträglicher als das Kauen auf einer Weidenrinde (aus der der Wirkstoff von Aspirin ursprünglich mal stammte)

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Kommentar von OlliBjoern
14.10.2016, 20:15

"Wenn man sich krank fühlt, ist die Einnahme einer Pflanze, deren Auszug nicht besser, als ein industriell hergestellte Tablette?"

So einer Frage liegt ein weitverbreitetes Missverständnis zugrunde. Wenn eine Substanz in den Körper kommt, wirkt die Substanz (die Moleküle), unabhängig davon, ob diese Substanz nun aus einer Pflanze, einem Pilz oder sonst wo her kommt.

Es gibt keine "magische" Wirkung von Substanzen aus einem lebenden Organismus, seit Friedrich Wöhler ist klar, dass die alte Trennung organischer und anorganischer Materie im Grunde obsolet ist.

Zudem bestehen homöopathische Mittel aus Laktose ("Globuli")oder aus Alkohol oder aus Wasser. Die zusätzlichen Stoffe machen ja praktisch nichts aus. Homöopathische Globuli werden auch industriell hergestellt (es ist halt nur außer Laktose nichts wirklich drin).

Botulinumtoxin braucht keine industrielle Herstellung (man muss nur eine Frikadelle lange genug liegen lassen), es ist ein extrem starkes Gift. Knollenblätterpilze sind ebenso natürlich wie giftig.

Natürlich können Pflanzenwirkstoffe helfen.

Aber darum geht es ja hier nicht. Es geht um Homöopathie.  

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Sie wirkt!

Allerdings nicht deshalb, weil die minimalen Konzentrationen irgend etwas bewirken, sondern, weil die Selbstheilungskräfte aktiviert werden. Manchmal reicht ein Herr im weißen Mantel mit Stethoskop, manchmal müssen es Kügelchen sein, in denen so wenig Strychnin ist, daß man Schwierigkeiten hätte, es überhaupt nachzuweisen. Wenn die allerfeinsten Nachweissysteme nichts mehr anzeigen, wieso sollte dann der Körper reagieren?

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Niedere Potenzen können bei allerlei Krankheiten recht hilfreich sein.

Pharmakonzerne können mit Homöopathie kein Geld scheffeln, daher sind sie für diese eher lästig, uninteressant sowieso.


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Kommentar von MalNachgedacht
21.10.2016, 11:09

Niedere Potenzen können bei allerlei Krankheiten recht hilfreich sein. 

Niedrige Potenzen können u.U. noch Wirkstoffe in wirksamen Mengen enthalten - aber die wirken gemäß der Chemie und nicht gemäß der homöopathischen Lehre.

Pharmakonzerne können mit Homöopathie kein Geld scheffeln, daher sind sie für diese eher lästig, uninteressant sowieso. 

Die Hersteller homöopathischer Mittel sind Teil der Pharmaindustrie....

Geld scheffeln kann man auch - denn die Kosten sind sehr gering:

Forschung muß man nicht betreiben - es gibt eh nichts dabei zu entdecken aus das die Globuli nicht besser oder auch nur anders wirken wie Zuckerpillen

die Materialkosten beschränken sich praktisch auf den Kauf von Rohrzucker - die Ursubstanz ist bei den üblichen homöopathischen Verdünnungen kostenmässig vollkommen vernachlässigbar

Risiken dass ein homöopathisches Mittel die Zulassung nicht schafft (und die eh nicht vorhandenen Forschungskosten damit für die Tonne waren) gibt es auch nicht - den homöopathische Mittel werden nur registriert.

Teure Geräte und teure Spezialisten braucht man für die Produktion auch nicht - Verdünnen und beim Schütteln auf 10 zählen kann jeder Zweitklässler....

Die Kosten für die Herstellung von Globuli sind also ein Witz - die Gewinnspanne zum Verkaufspreis entsprechend hoch.

Milliardengewinne kann man trotzdem nicht machen - weil die Homöopathie weltweit betrachtet nur in einigen wenigen Ländern eine nennenswerte Rolle spielt und selbst in diesen Ländern bestensfalls eine Außenseiterrolle einnimmt.

Warum (weltweit gesehen) kaum jemand Homöopathie haben will ist eine Frage über die Homöopathen mal nachdenken sollten....

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