Was hat es mit der Brechzahl bei Brillengläsern auf sich?

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3 Antworten

Ausgehend von den physikalischen Erläuterungen von Tilmann füge ich dazu, dass Brillengläser mit höherer Brechzahl im Vergleich zu normalen Gläsern bei gleicher Korrektur dünner sind. Diese auch Schwerflint- genannten Gläser werden vor allem bei starken Korrekturen empfohlen, weil sie nicht nur optisch dezenter, sondern vor allem leichter sind (allerdings auch teurer).

Gläser mit einem höheren Lichtbrechungsindex sind i.d.R. dünner und leichter als herkömmliche Brillengläser (diese haben einen Lichtbrechungsindex von 1,5). Bei Kunststoff eignet sich ein 1,6er Material besonders für Bohrbrillen (randlose Brillen), da dieses Material zusätzlich bruchsicherer ist. Gläser mit einer höheren Brechzahl eignen sich besonders bei höheren Fehlsichtigkeiten.

Die Brechzahl (oft auch als Brechungsindex bezeichnet) ist eine physikalische Größe in der Optik. Sie kennzeichnet die Brechung einer elektromagnetischen Welle beim Übergang zwischen zwei Medien und ist das Verhältnis zwischen der Phasengeschwindigkeit des Lichtes c0 im Vakuum und seiner Phasengeschwindigkeit c im jeweiligen Medium: n = \frac{c_0}{c}

In einem Stoff mit einer Brechzahl von 2 beträgt die Phasengeschwindigkeit des Lichts genau die Hälfte der Vakuumlichtgeschwindigkeit, d. h. 149.896,229 km/s.

Allgemein bekannte Anwendungen der Bestimmung der Brechzahl sind die Kontrolle der Bremsflüssigkeit und die Bestimmung des Zuckergehaltes von Wein.

Es ist auch üblich, bei hoher Brechzahl von einem „optisch dichten Medium“ bzw. bei niedriger Brechzahl von einem „optisch dünnen Medium“ zu sprechen. Der Begriff optische Dichte selbst sollte allerdings nicht mit der Extinktion verwechselt werden

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