Was hat die Deutsche Umwelthilfe gegen Diesel Fahra?

14 Antworten

Oh, Analphabetenalarm. "Fahra" und "Schmog". Sehr amüsant!

Die Deutsche Umwelthilfe hat nichts gegen Dieselfahrer, weshalb auch? Schließlich gibt es kein Verbot für mit Diesel betriebene Fahrzeuge. Wäre ja auch schön doof, denn dann könnte man fast den gesamten ÖPNV mal eben lahmlegen. Es werden tagtäglich etliche Dieselfahrzeuge verkauft und legal zugelassen und betrieben, von daher ist der Begriff "Dieselverbot" schon mal grundsätzlich Unsinn.

Was die Deutsche Umwelthilfe jedoch hat, ist etwas gegen Fahrzeuge mit zu hohen Schadstoffemissionen. Das sind momentan hauptsächlich folgende Motorkonzepte: Benziner mit Direkteinspritzung (Feinstaubemission um bis zu Faktor 60 höher als bei den besten Saugrohreinspritzern) sowie Diesel ohne oder mit mangelhafter Stickoxid - Nachbehandlungseinrichtung (NOx - Emission im Vergleich zu den besten Benzinmotoren um bis zu Faktor 200 höher). Es wäre äußerst unverantwortlich, bei einer solch hohen Mehremission nicht einzuschreiten, findest Du nicht?

Dass bisher angeblich noch niemand direkt an den Schadstoffen gestorben ist (Studien besagen übrigens das Gegenteil), ändert nichts an der Sache. Die Fahrzeuge emittieren dort, wo viele Menschen atmen, weitaus mehr Schadstoffe, als technisch möglich wäre. Und das ist nur die Spitze des Eisbergs, denn gerade bei Dieselmotoren gibt es noch weitere Problematiken, beispielsweise das Problem der Verkokung des Katalysators bei Kurzstreckenbetrieb, mit dem Resultat einer zeitweise deutlich erhöhten HC - Emission.

Das Menschen auch in Deutschland wegen schlechter Luft sterben ist sehr wahrscheinlich. Da sie aber Krankheitenauslöst und man nicht einfach erstickt, ist es aber schwer eine genaue Zahl zu bekommen. Unterschiedliche Studien gehen aber davon aus, dass allein durch deutsche Kohlekraftwerke viele Hundert oder gar wenige Tausend Menschen pro Jahr sterben.

Siehe auch:

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/81823/Mehr-als-80-000-Todesfaelle-durch-Luftverschmutzung-in-Deutschland

Natürlich ist es schwer die Tatsächliche Ursache zu finden, aber dass es schon einige Menschen sind, kann man wohl abschätzen.

ABER: Die Deutsche Umwelthilfe klagt wegen der Stickoxide. Ob diese tatsächlich schädlich sind, ist nicht bekannt. Es gibt zwar in Gebieten mit höherer Stickoxidbelastung mehr Atemwegserkrankungen/eine niedrigere Lebenserwartung, aber Regionen mit hoher Stickoxidbelastung sind halt einfach Regionen mit viel Verkehr. Die niedrigere Lebenserwartung kann also auch gut an der höheren Feinstaubbelastung liegen (und die ist im Durchschnitt bei Benzinern höher als bei Diesel-Fahrzeugen) oder am Verkehrslärm o.Ä. liegen, wobei sie auch bei Elketrofahrzeugen nicht unerheblich ist, da Feinstaub auch durch Reifenabrieb entsteht. Abgesehen davon entstehen Stickoxide und Feinstaub auch allgemein bei Verbrennungen (z.B. Gasheizung, Kohlekraftwerk, Verkehrsflugzeug, Schiff...). Auch beim Benziner entstehen Stickoxide, sie werden aber vom Kathalysator weitgehend neutralisiert.

Persönlich denke ich, dass es im Sinne von Klimaschutz nicht sinnvoll ist Dieselmotoren, die im Vergleich zu ähnlichstarken Benzinmotoren weniger verbrauchen (und somit weniger CO2 ausstoßen) zu verteufeln. Außerdem wären die riesiegen Mengen an Geld, die für Umrüstungen gezahlt werden sollen, in anderen Umweltschutzprojekten (z.B. Speicherkraftwerk für erneuerbare Energien, damit seltener Gas/Kohlekraftwerke Stromschwankungen ausgleichen müssen, optimierung von alten maschienen o.Ä. (u.u. auch außerhalb Deutschlands) wo mit wenig Aufwand viel gespart werden kann oder andere Umweltschutzmaßnahen) vermutlich deutlich besser angelegt, als wenn ein ohnehin schon stark optimiertes Fahrzeug, dass auch schon einen Teil seiner Lebenszeit rum hat noch ein bisschen weiter optimiert wird. Auch den Wunsch, dass die an sich recht sparsamen Autos nicht ins Ausland verkauft werden sollen, wo sie vermutlich deutlich ältere (und dreckigere) Fahrzeuge ersetzen würden, kann ich nicht nachvollziehen.

Von "verteufeln" kann keine Rede sein, vielmehr werden endlich längst überfällige Versäumnisse nachgeholt. Schon mal gesehen, um wieviel mehr Dieselmotoren ohne NOx - Nachbehandlung emittieren? Das ist locker das Niveau, das wir bis Mitte der 80er Jahre, als noch viele Fahrzeuge keinerlei Abgasnachbehandlung hatten, hatten. Da ist einfach unverantwortlich!

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@checkpointarea

Ich denke verteufeln passt schon ganz gut. Die DUH stellt es so dar als wären die Dieselfahrzeuge die einzigen NOx-Quellen und als ob NOx das einzige Problem vom Autofahren wäre. Probleme der Benziner werden zwar benannt, Fahrverbote aber nur für Diesel eingeklagt. Bei ihnen geht man sogar so weit, dass man auch neue Euro6-Diesel verbieten möchte. Im übrigen geht die DUH bei den Fahrverboten nicht gegen manipulierte Diesel o.Ä. vor, sondern sie möchte generell Diesel in Innenstädten verbieten, da diese mehr NOx ausstoßen als Benziner - unabhängig davon, ob die Fahrzeuge alle gesetzlichen Vorschriften einhalten oder nicht. Dazu klagt sie gegen die Stickoxidbelastung (Grenzwert der Luft). Damit könnte sie aber theoretisch auch gegen andere Verbrennungen klagen, wobei der Straßenverkehr mit 35,9% tatsächlich der größte Einzelposten ist (hiervon entfallen 72,5% auf Dieselfahrzeuge, was bedeutet, dass Dieselmotoren insgesamt für 26% der Emissionen verantwortlich sind). Im übrigen ist unsere Luft deutlich sauberer als früher - der Grenzwert wurde aber schneller gesenkt als die Technik sich weiterentwickelt hat. In einigen Medienberichten wird der Diesel auch als Feinstaubquelle oder CO2-Quelle genannt. In diesen Punkten ist er aber umweltfreundlicher als gleichstarke Benziner. Von der DUH kommen diese Behauptungen allerdings nicht. Ihr kann man also in diesem Punkt keinen Vorwurf machen.

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@holgerholg

Innerstädtisch stammt ja auch tatsächlich ein Großteil der NOx - Emissionen von Dieselmotoren, hier hat die Gesamtemission von NOx, welche angeblich gesunken sein soll, keinen Einfluss. Geht ja auch nicht anders, denn kein anderes Motorenkonzept pumpt dermaßen viel Luft durch wie der Dieselmotor, und wir haben aktuell erheblich mehr Dieselmotoren als zum Beispiel 2000. Fahr mal nach Ne York, dort fährt keiner Diesel, und siehe da: Fantastische Luft, trotz viel Verkehr. In Luft ist zu mehr als drei Vierteln Stickstoff enthalten, der wird unter Druck und Hitze zu Stickoxid. Und das ist nur ein Problem von vielen, ein weiteres wird hoffentlich bald bekannt werden, wenn endlich mal allumfänglich gemessen würde: HC - Emissionen, resultierend aus verkokten Abgasreinigungsanlagen. Wo Dieselmotoren sind, ist die Luft einfach unglaublich schlecht, das war noch vor ein paar Jahren anders. Ich komme mir als überwiegender Zweiradfahrer langsam vor, als würde man zurück zur Steinzeit gehen - in eine Zeit, als Benziner die Luft spürbar verpesteten, da ohne Abgasreinigungsanlage versehen. Das darf so nicht weitergehen!

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@holgerholg

Die DUH klagt nicht gegen Dieselfahrer und will keine Fahrverbote durchsetzen, sondern sie klagt gegen Städte, die es versäumen, ihre Einwohner ausreichend gegen schlechte Luft zu schützen. Die Städte haben jede Menge Zeit gehabt, etwas zu tun, um die gesetzlichen Vorgaben einzuhalten. Da sie das verpennt haben, schreiben ihnen jetzt halt die Gerichte vor, wie sie es machen sollen.

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