Was hat die Bervökerungsanzahl mit der Wirtschaft zu tun? (Türkei)

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5 Antworten

Einem mächtigen Politiker geht es meistens um Macht. Wirtschaftliche Macht kann man ableiten aus dem Bruttoinlandsprodukt (BIP) eines Staates. Das BIP geteilt durch die Bevölkerungszahl ergibt das BIP pro Kopf, und das ist ein Maß für den Wohlstand eines Landes.

Ein verantwortungsvoller Politiker sollte anstreben, in seinem Land ein möglichst hohes BIP pro Kopf zu erzielen, damit es den Menschen gut geht.

Wer statt dessen das vorhandene BIP auf mehr Menschen verteilen will, der macht die Menschen in seinem Land ärmer.

Da neue Menschen zunächst einmal Kinder sind, die Nahrung, Wasser, Medizin, Schulen, Ausbildungsplätze, Arbeitsplätze brauchen, bevor sie als berufstätige Erwachsene dann mal BIP erzeugen, läuft jeder Staat mit hohem Bevölkerungswachstum Gefahr, dass die Kinder alle vorhandenen Ressourcen zuerst "wegfressen" bevor sie damit arbeiten und Wohlstand erzeugen können. Ergebnis ist zunehmende Armut, wie man vor allem in Afrika sehen kann.

Diese Erkenntnis hat schließlich auch die chinesische Führung dazu bewogen, die "Ein-Kind-Familie" zu propagieren und mit unmenschlicher Brutalität durchzusetzen, um das Bevölkerungswachstum auf ein Maß einzudämmen, dem die Nahrungsmittelproduktion und die Industriegüterproduktion folgen können. Nur so kann China wohlhabender werden.

Zunächst müssen die Kinder aber ernährt und (aus)gebildet werden. Da müssen die Eltern erstmal investieren, aber dabei kaufen sie auch Lebensmittel, Kinderkleidung und müssen evtl. auch eine größere Wohnung anmieten oder ein größeres Haus bauen(kaufen). Das fördert auch die Bauwirtschaft usw..

Der Erdogan spinnt. Die Türkei hat bald 100 Millionen Menschen. Davon die Hälfte ist unter 25 Jahre und den Meisten geht es wirtschaftlich noch lange nicht gut. Von der Bildung und soziales will ich erst gar nicht reden.

Was nützt das größte BIP, wenn es pro Kopf niedrig ist ?

So gesehen müßten ja schon seit Jahrzehnten in Afrika lauter Wirtschaftswunderstaaten entstehen:

Niger, Belize, Tansania, Uganda alles Staaten mit dem höchsten Bevölkerungswachstum , aber kaum steigender Wohlstand oder gar Wirtschaftsmacht.

Im Gegenteil steigt der Wohlstand erst mit sinkender Geburtenrate oder auch umgekehrt mit steigendem Wohlstand sinkt das Bevökerungswachstum.

Das gilt sogar für die Meganationen China und Indien.

Mit freundlichen Grüßen

Nasdaq

nein, so einfach ist es nicht immer.

Wohlstand wird durch Bildung (auch durch geschickte Vermarktung der natürlichen Ressourcen) und den Fleiß und den Ideen der Menschen gefördert. In Afrika herrscht Überbevölkerung, weil sich kaum jemand Verhütungsmittel leisten kann oder will.

Der Fleiß wird durch die dort herrschende Hitze beeinträchtigt und Klimaanlagen können sich nur Reiche oder große Firmen leisten.

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@chemieprofi01

Mit den fehlenden Verhütungsmitteln hat das eher wenig zu tun. Vielmehr gelten Kinder im ländlichen Afrika als Statussymbol, Altersvorsorge, kostenlose Familienarbeitskräfte und Zeichen von Wohlstand. Wer wenige oder gar keine Kinder hat, gilt als arm.

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Klar ist das so. Mehr Arbeitskraft und mehr Kaufkraft => BIP steigt

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