Was haben die AfD-Wähler gegen Merkels (heutige) Flüchtlings Politik?

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11 Antworten

Ich denke, dass die Menschen nicht das Problem in den Flüchtlingen generell sehen, sofern es wirklich Flüchtlinge sind.
Das Problem wird eher in der Menschengruppe gesehen, die keine echten Flüchtlinge sind und eher ihre Lebensverhältnisse verbessern wollen. Dieses Streben kann man zwar nachvollziehen, denn wer will sich denn nicht zum besseren verbessern?

Dem entgegen steht aber die Tatsache, dass Deutschland nicht den Rest der armen Welt ernähren und auf deutschen Standard anheben kann.

Eine weitere Tatsache ist, dass viele Menschen unkontrolliert und nicht registriert in unser Land gekommen sind.
Keine kann sagen, wie viel es genau sind und wer sich überhaupt wo in unserem Land aufhält.
Das schafft Ängste unter der Bevölkerung und fördert nicht gerade das Vertrauen in die Politik.

Einen wichtigen Punkt kann man auch noch daran festmachen, dass es von staatlicher Seite nur noch Politikbefürworter geben darf. Der Rest, die nicht für diese Politik sind und sich Sorgen machen wer das alles Bezahlen soll, werden als Nazis abgestempelt.
Verschaffen sich bestimmte Menschen Gehör, obwohl sie nicht gehört werden wollen oder sollen, gegen den Willen der Politik, werden sie einfach mit Mob betitelt.

So geht keine Demokratie.

Viele Menschen sehen sich zurückversetzt in DDR-Verhältnisse vor 1989, als man auch nicht sagen durfte, was man dachte und wollte.

Die AfD fängt viele dieser Stimmen auf und funktioniert als deren Sprachrohr.
Die Menschen müssen sich nicht mal 100%ig mit der Politik der AfD identifizieren.
Viele Menschen wollen lediglich ein Zeichen setzen.

Ich betone ausdrücklich, dass diese Worte mein persönlicher Eindruck vom momentan in Deutschland geschehen Ereignissen sind. Sie widerspiegeln nicht meine politische Meinung oder Einstellung.

LG Lazarius


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Kommentar von Lazarius
05.10.2016, 16:13

Edit:
Das schafft Ängste unter der Bevölkerung *vor allem was Wohnraum, Mietsteigerungen und Terrorismus angeht und fördert nicht gerade das Vertrauen in die Politik.

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Es kommen unbegrenzt,weniger sehr unwarscheinlich,taucht nur nicht mehr so oft in den Medien auf!Wenn eine Grenze zu ist finden die neue Wege und so lange Merkel alles nimmt ändert sich gar nichts.

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Interressant ist vor allem das Leute sich als patriotisch bezeichnen und ihrem eigenen Land nicht mal mehr zutrauen ein vierzigstel der eigenen Bevölkerung an Flüchtlingen zu Teil auch nur vorübergehend aufzunehmen. Pakistan schafft 1/3 so viele Flüchtlinge wie Einwohner (und auch kulturelle Unterschiede lassen sich lösen, es leben so viele gut integrierte Muslime hier).

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Es ist im deutschen Grundgesetz verankert, das Kriegsflüchtigen Asyl gewährt werden soll! Wer das ablehnt, lehnt den deutschen Rechtsstaat ab.

Merkel war immer ein Fähnchen im Wind, hat nie zu etwas klare Stellung bezogen. Das erste mal, wo sie gegen den "Mainstream" entscheidet und zwar im humanistischen Sinne, bricht ihr es das politische Genick.

Außerdem hat sich Merkel auf das Dublin-Verfahren verlassen, wonach erst die Randländer der EU die Flüchtlinge aufnehmen, hat aber einen großen, deutschen Beitrag zugesichert, um auch die EU gesamtheitlich zu entlassten.

Außerdem hatte sie evtl. auch den demografischen Wandel im Blick, in der Hoffnung die zugewanderten würden sich positiv integrieren und ein wertvollen Beitrag zu unserer Gesellschaft leisten - man kann auch nicht behaupten das jeder Deutsche dies tut...

Der Anteil der Bürger in Deutschland, die dagegen sind, müssen noch nicht mal die demokratische Mehrheit sein, aber sie kommen sich so vor, weil sie zur Zeit sehr laut sind. Daher schwingt das suggestive Empfinden mit, Merkel sei eine "Volksveräterin", da sich nicht im Sinne der Demokratie handelt, sondern gegen den Willen des Volks.

Wenn Merkel erneut zur Bundestagswahl antritt, wird das eine harte Zereißprobe für die Demokratie in Deutschland...

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Kommentar von Karl37
05.10.2016, 16:05

Art. 16a GG gewährt nur politisch Verfolgten Asyl. Kriegsflüchtlinge genießen subsidären Schutz nach der Genfer Konvention und nicht nach unserem GG

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Ich bin zwar kein AfD-Wähler, aber versuche ähnlich wie du die Argumente zu verstehen.

Mir fallen die folgenden ein:

1. In diesem Jahr sind immer noch über 200.00 registrierte Migranten nach D. gekommen.

2. Im Juni - also ca. 2 Monate nach dem Deal mit der TÜ - waren es immer noch über 16.000. Auch das wäre aufs Jahr hochgerechnet die Einwohnerzahl einer deutschen Großstadt.

3. Der Deal mit der TÜ ist blauäugig - nicht etwa nur wegen der VISA-Freiheit, mit der er gekoppelt wurde, sondern auch wegen der Möglichkeiten, die er türkischen Behörden bei der Selektion der im Tausch nach Europa geschickten Migranten bietet. (Man erinnere sich an die "Narrenschiffe", die Fidel Castro nach Florida gesandt hat.)

Es besteht keine Gewähr, dass bei diesem Deal Asylrechts-, aber auch Menschenrechtskriterien eingehalten werden.

4. Die Bundesregierung drückt beide Augen zu, wenn z. B. von Italien das Dubliner Übereinkommen nicht eingehalten wird.

5. Die europäischen Außengrenzen werden immer noch nicht konsequent gesichert. Frontex leistet statt dessen weiterhin munter Schlepper-(Zu)Dienste und ist stolz darauf.

6. Asylverfahren sind viel zu aufwändig. Sie ließen sich nach Modell anderer Länder durchaus beschleunigen.

7. Abgelehnte Asylbewerber werden nur in homöopathischen Dosen in die Heimatstaaten zurückgeführt.

Der Druck auf die Herkunftsländer - sowohl die, die die Schlepper an ihren Küsten gewähren lassen, als auch auf die eigentlichen Herkunftsstaaten - ist viel zu gering.

8. Gerade bei bloßen Kriegsflüchtlingen - im Unterschied zu politisch Verfolgten - ist eine Integration bei uns nicht vorrangig, da bei Beendigung des Krieges der Fluchtgrund entfällt. Demgemäß könnten die Integrationskosten in diesen Fällen gering gehalten werden.

9. Die Kosten der Zuwanderung müssten in jedem Fall aus dem Steuersäckel und nicht aus den Sozialversicherungen beglichen werden.

10. Die Kriminalität der Zuwanderer - auch die der Zuwanderer vom Balkan wird nicht hinreichend - bekämpft.

11. Überhaupt - und hier vermischt sich die Kritik an der Zuwanderung aus Vorder- und Mittelasien und Nordafrika mit der an der Zuwanderung aus Südosteuropa und der Freizügigkeit der EU-Neubürger - führen die durchlässigen Grenzen zu mehr Kriminalität hierzulande und zu einem großen Gefühl von Unsicherheit bei den Einheimischen.

12. Diese vielfältige Zuwanderung verändert z. B. das Wohnumfeld in oft unangenehmer Weise und bringt bisweilen das Gemeinschaftsleben in vielen Stadtteilen zum Kippen.

13. Jedes zweite Kind in Deutschland wird von einer Frau geboren, deren Muttersprache nicht Deutsch ist, was eine Vielzahl von Folgen hat/ haben wird, die ich jetzt nicht auch noch aufliste.

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Es geht doch hier nicht um Fakten. Es geht hier um Stimmungen. Es geht darum, der Regierung ans Bein zu pissen.

Glaubst du ernsthaft, Deutschland würde gegen die Wand gefahren?

Schau dich um in der Welt. Deutschland wird von allen Seiten beneidet. Bei uns läuft die Wirtschaft, wir haben niedrige Arbeitslosenzahlen, wir haben stabile soziale Verhältnisse, für alle ist gesorgt.

Wir haben seit über 70 Jahren Frieden und dieser Zustand ist stabil.

Nun, wogegen willst du da noch wettern, wenn du Opposition machen willst?

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Merkel hat immer noch eine sehr flüchtlingsfreundliche Rhetorik und deswegen eignet sie sich immer noch als Feindbild für geflüchtetenfeindlichen AfD-Wähler.

Außerdem geht es ja vielen nicht mehr nur um Geflüchtete, sondern um Muslime und Zugewanderte an sich.

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Kommentar von DietmarDreist
05.10.2016, 12:59

Na ja, auch wenn wir täglich neue Asylrechtsverschärfungen erleben und es bald wohl nur noch "sichere Herkunftsländer" gibt. 
Kann man schon feststellen, dass das Asylrecht mit der "sicheren Drittstaatenregelung" in den Dublinverträgen faktisch abgeschafft worden ist, eben so wie mit dem sogenannten "Asylkompromiss". 
Demnach begeht Merkel objektiv einen Rechtsbruch, wenn sie auch nur einen einzigen Geflüchteten aufnimmt. 

Versteh mich nicht falsch, ich bin ein scharfes Gegner der Abschaffung des Asylrechts und stehe dafür ein, dass vor allem Dt. die Geflüchteten, die es selbst in die Flucht treibt aufnehmen muss. 
Aber aus der Perspektive der AfD und offen Rassistischer Kräfte, betreibt Merkel eine Flüchtlingspolitik, die gegen eigene Verträge verstößt. 
Nach Auffassung dieser Menschen, dürfte wohl kein einziger Mensch in Deutschland ankommen. 

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Mit Logik kommst du in diesem Fall wohl nicht weit...

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Frag sie doch mal!!!

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Nicht nur die AfD Wähler haben etwas gegen Merkels Politik, sondern auch die, die  in den Reihen von CDU sitzen.

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Die AFD zählt doch nur die Folgen von dieser Flüchtlingspolitik auf und bekommt dadurch Wähler!

Und einige Flüchtlinge sind wirklich nicht ohne,Dankbarkeit nun ja!

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