was hat Robespierre mit Napoleon zu tun?Und was für eine Bezihung haten sie zu einander?

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Maximilian de Robespierre war in einem Zeitabschnitt 1793 – 1794 ein führender und besonders mächtiger Politiker.

Robespierre war als Rechtsanwalt tätig und wurde als Abgeordneter des Dritten Standes 1789 in die Nationalversammlung gewählt. Durch sorgfältig vorbereitete und argumentierende Reden gewann er allmählich Respekt. Er trat einem wichtigen politischen Klub, den Jakobinern, bei und wurde ihr Präsident. Durch Forderungen, die für demokratische Prinzipien eintraten, und unanfechtbaren Lebenswandel (Robespierre galt als „der Unbestechliche“) wuchs die Bewunderung für ihn. 1792 war er ein führender Politiker der Berg-Partei (Montagnards; so genannt, weil sie auf den oberen Bänken im Sitzungssaal des Parlaments saßen) im Nationalkonvent. In Verbindung mit einer Radikalisierung errangen die Montagnards die politische Vorherrschaft. Die davor vorherrschenden Girondisten verloren an Zustimmung, weil sie keine eine breite Mehrheit überzeugende Lösungswege für zunehmende Schwierigkeiten anboten. Die Französische Revolution war in dieser Zeit bedroht (Krieg und Bürgerkrieg durch gegenrevolutionäre Bewegungen und Aufstände im Inneren) und energische Maßnahmen zu ihrer Erhaltung daher wichtig. Ein Volksaufstand im Juni 1793 stürzte die Girondisten und die Montagnards schalteten sie aus. Der schon am 6. April 1793 eingerichtete Wohlfahrtsausschuss (Comité de salut public), in dem Maximilian de Robespierre vom 27. Juli 1793 bis zum 27. Juli 1794 ein Mitglied unter 12 Mitgliedern war, übte praktisch die Regierung aus. Der Wohlfahrtssauschuss hatte die Aufsicht über die Kriegsführung und die Kontrolle über Ministerien, Polizei, Verwaltung und Wirtschaft.

„Schreckensherrschaft“ („Terreur“) ist die Bezeichnung für eine Zeitabschnitt der französichen Revolution (von einem Volksaufstand in Paris am 2. Juni 1793 bis zum Sturz Robespierres am 27. Juli 1794) und eine Herrschaft, die durch starken Druck und Verfolgung Angst und Schrecken auslöste, weil sich kaum jemand sicher fühlen konnte.

In dieser Zeit gab es einen starken Druck durch Verdächtigungen, Überwachung/Kontrolle und Unterdrückung/Verfolgung von grundsätzlicher Gegnerschaft. Aufgrund der ausgelösten Angst und des Schreckens wird sie als „Schreckensherrschaft“ („Terreur“) bezeichnet.

Robespierre wurde am 27. Juli 1794 (9. Thermidor des Jahres II) gestürzt und am 28. Juli 1794 durch die Guillotine hingerichtet. Die Gefahr durch Feinde der Revolution hatte abgenommen und die Weigerung, den Verfolgungsdruck abzuschwächen, Unzufriedenheit der Unterschichten über niedrige Löhne und ein Angst der Abgeordneten des Nationalkonvents, die sich durch unklare Aussagen Robespierres über ein weiteres Einschreiten bedroht fühlten, führte zu einer zunehmenden Isolierung und einem Bündnis gegen ihn. Auch eine Reihe seiner Anhänger wurden hingerichtet.

In Büchern über die Französische Revolution stehen über den allgemeinen Hintergrund.

Ernst Schulin, Die Französische Revolution. 4., überarbeitete Auflage. München : Beck, 2004 (Beck's historische Bibliothek), besonders S. 222 – 237)

Wolfgang Kruse, Die Französische Revolution. Paderborn , München : Wien ; Zürich : Schöningh, 2005 (UTB : Uni-Taschenbücher : Geschichte ; 2639), besonders S. 26 – 40 und S. 101 – 112)

Hans-Ulrich Thamer, Die Französische Revolution. 3. Auflage, Original-Ausgabe. München : Beck, 2009 (Beck'sche Reihe : C.-H.-Beck-Wissen ; 2347), besonders S. 53 – 89)

Einzelheiten stehen in Biographien, z. B.:

Johannes Willms, Napoleon : eine Biographie. München : Beck, 2005, S. 44 – 55

Die Zeitumstände machten die Bahn für eine Fülle von begabten Leuten frei, die mit skrupellosem Opportunismus sich ihnen bietenden Gelegenheiten erkannten und entschlossen zupackten. Napoleon war zu Beginn dieser Zeit ein ehrgeiziger Artilleriehauptmann.

Ende Juli 1793 schrieb Napoleon (1790 dem örtlichen Jakobinerklub von Axonne beigetreten) den Essay „Le Souper de Beaucaire“, ein fiktives Gespräch eines Offiziers, eines Kaufmanns aus Marseille, eines Fabrikanten aus Montpellier und eines Bürgers aus Nîmes, in dem von unterschiedlichen Sichtweisen und Interessen her die aktuelle politische Situation in Frankreich beleuchtet wird.

Der Text war darauf berechnet, beim Nationalkonvent und den mächtigen Jakobinern und Politikern der Bergpartei, Wohlwollen zu erwecken.

Cristoforo Salicetti, ein Angeordneter Kommissar des Nationalkonvents in Südfrankreich empfahl Napoleon die Veröffentlichung, machte seinen Kollegen Augustin  de Robespierre (jüngerer Bruder des bekannten Maximilian de Robespierre) auf den Text aufmerksam und stellte ihm den Autor vor. Protektion konnte Napoleon Karriere beschleunigen, wenn er eine Gelegenheit bekam, seine militärischen Fähigkeiten zu beweisen.

Am 16. Dezember 1793 wurde Napoleon von den Kommissaren Salicetti und Thomas-Augustin deGasparin angefordert, um das Kommando über die Artillerie der Armee zu übernehmen, die  das von aufständischen Föderalisten an Großbritannien ausgelieferte Toulon belagerte.

In einem Brief an den Wohlfahrtsausschuß vom 4. Brumaire des Jahres I (25. Oktober 1793) machte Napoleon Vorschläge Er wurde zum Major im Rang eines Bataillonschefs und stellvertretenden Befehlshabers der Artillerie ernannt. Napoleon erreichte durch Einsatz der Artillerie (vor allem starkes Beschießen von Befestigungsanlagen), die britisch-spanische Flotte zum Rückzug zu zwingen, und die Stadt konnte zurückerobert werden (17. - 19. Dezember 1793). Am 22. Dezember 1793 wurde Napoleon auf Vorschlag des  Kommissars Augustin  de Robespierre zum Brigadegeneral befördert (am 16. Februar 1794 von Wohlfahrtsausschuß bestätigt). Dieser Posten gab ihm Gelegenheit, dem Wohlfahrtsausschuß über in der Militärverwaltung und in dem Material -und Personaldienststellen herrschende gewaltige Verschwendung zu berichten. Am 7. Februar 1794 erhielt Napoleon auf Empfehlung  des  Kommissars Augustin  de Robespierre den Befehl über die Artillerie der Italien-Armee.

Napoleon legte Operationspläne vor. Am 3. Juli 1794 wurde allerdings ein Befehl des Wohlfahrtsausschusses ausgefertigt, der die Grundlagen dieser Pläne über den Haufen warf (unter anderem wurde die Vereinigung von Alpen- und Italienarmee untersagt).

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Nach dem Sturz Robespierres waren seine Anhänger bedroht. Die Kommissare Louis AntoinAlbitte, Laport und Salicetti ordneten, wohl  um sich reinzuwaschen, Dienstenthebung und sofortige Verhaftung  gegen Napoleon wegen „freiheitsmörderischen“ Konspirierens an. Napoleon wurde beschuldigt, in Übereinstimmung mit Augustin  de Robespierreund Ricord den von ihm entwickelten Offensivplan nur vorgetäuscht zu haben. Napoleon wurde nach seiner Rückkehr aus Genua in Nizza am 11. August 1794 unter Hausarrest gestellt und dann  in der Festung von Antibes gefangengesetzt. Am 20. August 1794 verfügten die Kommissare Albitte und Salicetti in einem Brief an den Oberbefehlshaber der Italien-Armee, General Dumerbion (Pierre Jadart du Merbion) die vorläufige Haftentlassung Napoleons und machten seien Rehabilitierung von Urteil des Wohlfahrstauschusses abhängig. 10 Tage später wieder in seinen alten Rang (allerdings nichts sein Kommando) eingesetzt.

Obwohl sich die Beschuldigungen als unbegründete Hirngespinste erwiesen, galt Napoleon wegen seiner Nähe zum jüngeren Robespierre eine Weile als radikaler Jakobiner. Es gelang ihm aber dann, sich dem nun herrschenden Direktorium anzudienen.

knapp zu der Zeit 1793 - 1794:

Roger Dufraisse, Napoleon : Revolutionär und Monarch ; eine Biographie. 4. Auflage. München : Beck, 2005 (Becksche Reihe ; 1352), S. 19 - 20

 

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