Was haltet ihr von vielfliegenden Umweltaktivisten und Grünen-Mitgliedern?


28.02.2020, 08:44

Es geht explizit um Tourismus und Spaßreisen.

25 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Ich finde es generell gleich schlecht, wenn jemand viel fliegt. Egal was er sonst noch macht. Der Gedanke "ich vermeide bereits die eine Sauerei, also kann ich mir die andere ruhig leisten" ist ein Schuss ins Knie. Man sollte jeden Faktor für den Umwelt- und Klimaschutz separat betrachten und angehen.

Die bisher mit Abstand logischste und sinnvollste Antwort. Danke!

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Es ist schon seltsam wenn man es genauer betrachtet, gerade Menschen die sich für den Umweltschutz engagieren sind in der Regel gebildeter und oft in besseren Positionen, und haben so auch mehr Geld zur Verfügung. Das führt zu einem dazu dass diese die Umweltsünden besser durchschauen, sich bewusster Ernähren und im Schnitt auch sonst gesünder verhalten. Auch unterstützen diese eher Umweltprojekte.

Aber! Diese Menschen fahren die dickeren Autos, was mit mehr Emissionen verbunden ist. Auch leben diese in größeren Wohnungen was die Emmissionen also wieder höher ausfallen lässt und auch die Reisen fallen im Durchschnitt in der Klimabilanz überdurchschnittlich schlecht aus.

Die Leute, die ausgerechnet häufig aus Unwissenheit merkwürdiges Wahlverhalten zeigen haben durch ihre begrenzten Möglichkeiten eine bessere Klimabilanz.

Das sollte zum Nachdenken anregen.

Mein Appell also: alles sorgsam überlegen was man tut. So ist ein Urlaub der sehr weit vom eigenen Wohnort ist vom Erlebnis-und Spaßfaktor keines besser als einer in der Nähe. Auch sonst ist es wertvoll sich Gedanken zu machen.

Es ist nämlich alles im Zusammenhang zu sehen.

Das heißt natürlich nicht jetzt einfach weitermachen wie bisher. Die Hauptprobleme werden ja von der besserverdienenden Schicht konsequenter angegangen. Dazu gehört das Einkaufsverhalten hin zu Bio und das Unterstützen der Energiewende.

Es gibt also viel zu tun und zu überdenken.

wenn das wirklich nur spaß-luxus-urlaubsreisen sind ist das sicherlich etwas was man reduzieren könnte.

umgekehrt kann man aber auch sagen. wenn jmd der aus spaß viel fliegt, viel strom verbraucht viel fleisch isst und äääh bäume mobbt, grüner werden will und zumindest schonmal den fleischkonsum verringert und nur noch "ökostrom" zahlt, dann ist das immerhin schonmal ein schritt in die richtige richtung :D

Auch Grünenmitglieder haben Recht auf ein Leben. Erstmal ist jeder Schritt ein Schritt in die richtige Richtung. Weniger Fleisch essen ist gut. Wenn dann doch mal Hunger auf ein Steak da ist, dann sollte man halt nicht das 1,99 Steak bei Lidl kaufen, sondern schon etwas aus ordentlicher Haltung. Gleiches gilt für Storm und Streaming. Nicht unnötig Strom verbrauchen ist wichtig, nicht ein Leben ohne Strom.

Zu Flügen: Da sind die Businessflüge viel mehr das Problem und unnütze Flüge von Frankfurt nach Berlin, weil es eine Stunde schneller ist als die Bahn. Wer ein fremdes Land sehen will, sollte auch als Grünenwähler das machen. Neue Ländern zeigen einem neue Perspektiven. Sie bilden Dich. Ich persönlich zahle dann immer für meinen Fußabdruck bei Flugreisen einen Beitrag an Aufforstungsprogramme. Wenn das jeder machen würde, wären wir schon einen Schritt weiter.

Auch dann, wenn ein von sich selbst bezeichnender Umweltaktivist durch seine Vielfliegerei deutlich mehr CO2 produziert, als die durchschnittliche Mehrheit der Erdbevölkerung pro Kopf gerechnet?

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@sumi79
durch seine Vielfliegerei deutlich mehr CO2 produziert, als die durchschnittliche Mehrheit der Erdbevölkerung pro Kopf gerechnet?

Das ist nicht durch Vielfliegerei so, sondern bei nahezu jedem Deutschen der Fall. Deutschland ist ein industrialisiertes, reiches Land und dem gegenüber stehen Kontinente wie Afrika und Asien mit Milliarden ärmerer Bürger, die dementsprechend einen deutlich kleineren CO2-Fußabdruck haben, weil sie sich nichtmal ein Mofa leisten können.

Die eigentliche Frage ist, ob mehr geflogen wird als das hierzulande die Regel ist - das wäre der Strohmann eines klassischen FFF-Aktivisten, der von rechts gerne aufgebaut wird. Ist das statistisch nachgewiesen? Nein. Wird trotzdem damit argumentiert, als handle es sich um ein Faktum? Leider ja.
Die ganze Debatte ist sehr verzerrt.

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@Premados

Das ist ein gutes Argument. Jedoch ist ein Vielflieger als Umweltaktivist, der "vermutlich" das mehrfache an CO2 durch seine Reisen als durchschnittlicher Bundesbürger, der eben kein Vielflieger und kein Umweltaktivist ist erzeugt, ist nun mal kritikwürdig. Gerade weil er sich dem Kampf um die Umwelt gewidmet haben soll.

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Es gibt so etwas wie notwendige Übel.

Wir leben in einer globalisierten Welt und nicht jeder Grüne ist ein Querkopf der in seiner Blockhütte im Wald lebt.

Man kann einen ganz normalen Job haben und trotzdem für Umweltschutz sein.

Wenn es aber notwendig ist, dass lange Strecken zurückgelegt werden müssen, dann ist es eben notwendig.

Das Notwendige kann man aber unter Umständen durch Telefon- oder Videokonferenzen ersetzen, aber manchmal eben nicht alles.

Und wenn es lediglich Spaßreisen sind oder Tourismus?

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@sumi79

Dann passt es nicht zu eigentlichen Einstellung.

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