Was haltet ihr von privater Sterbehilfe?

... komplette Frage anzeigen

5 Antworten

Davon, dass jemand jemand anderen umbringt halte ich gar nichts!

Wenn ich nicht mehr leben will, sollte ich den Mut aufbringen, es selber zu beenden. Wenn mir dabei jemand zur Seiten stehen mag, soll mir das recht sein, aber die Tatherrschaft muss ich haben. Nur so habe ich bis zum letzten Moment auch die Möglichkeit mich umzuentscheiden.

Nach § 217 StGB dürfen mir Angehörige oder Nahestehende assistieren, aber leider niemand, der dafür qualifiziert wäre, wie ein Arzt. Woher sollten Laien aber die für einen Suizid geeigneten Mittel bekommen, die sicher und leidfrei wirken?

Das in der Schweiz verwendete Natriumpentobarbital dürfen in Deutschland nur Veterinäre benutzen. In dem Sinne geht es den Haustieren besser als uns Menschen.

Für uns bleibt die altehrwürdige Methode des freiwilligen Verzichts auf Nahrung und Flüssigkeit (www.fvnf.de), die ich nutzen kann, solange ich noch meinen Willen klar und einsichtig kommunizieren kann.

Eine künstliche Ernährung gegen meinen Willen könnte als Körperverletzung bestraft werden und hat dann zu unterbleiben. Für alle Fälle sollte ich eine individuell-konkrete Patientenverfügung (z. B. von www.patientenverfuegung.de) aufgesetzt haben und geeignete Bevollmächtigte an meiner Seite, die auch die nötigen Vollmachten dafür haben.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Ich wäre auf jeden Fall dafür. Wenn ich mir z.B. vorstelle vom Hals ab gelähmt zu sein und sterben zu wollen und niemand würde mir helfen es zu tun... Ich würde wahnsinnig werden, da ich es ja nicht selbst tun kann.

AIDS ist zwar nicht heilbar aber HIV Patienten sind mittlerweile sehr gut behandelbar. So gut, dass sie nicht mehr ansteckend sind und genauso alt werden, wie ein nicht AIDS-Kranker. Das nur am Rande ;)

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Sterbehilfe finde ich grundsätzlich problematisch. Ich kann mir zwar durchaus vorstellen, daß es Personen gibt, die dem Tod als Erlösung herbeisehnen. Jedoch ist diese Entscheidung nicht nachvollziehbar. Wenn dann auch noch Verwandte in die Sterbehilfe aktiv involviert sind, besteht in meinen Augen die Gefahr eines Mißbrauchs. Wer will denn garantieren, daß die Leute auf diesen Wege nicht versuchen den Eintritt eines Erbfalls zu beschleunigen oder sich ihrer pflegebedürftigen Angehörigen entledigen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Ob du wirklich sterben wollen würdest, kannst du aus jetziger Perspektive gar nicht objektiv beurteilen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Julo123
01.11.2016, 17:51

Sicher hat jeder Mensch einen Überlebenswillen.

Das ist angeboren und völlig normal.

Doch sein wir ehrlich was were das für ein Leben?

0

Es ist wenig sinnvoll, heute zu sterben und morgen gibts ein Heilmittel.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von fspade
20.11.2016, 15:45

Ach ja? Kannst du mir garantieren, dass es morgen eine Heilung für mein tödliches Leiden gibt? Das kann keiner und es ist auch äußerst unwahrscheinlich. Die meisten Therapien im finalen Stadium erhöhen das Leiden und verkürzen oft sogar das Leben.

Siehe dazu Matthias Thöns: Patient ohne Verfügung – Das Geschäft mit dem Lebensende (mit einem Vorwort von Karl Lauterbach).

0

Was möchtest Du wissen?