Was haltet ihr von Pelham-Gebissen?

...komplette Frage anzeigen

Das Ergebnis basiert auf 2 Abstimmungen

Pelhams sind gut, solange man damit reiten kann! 50%
Wenn sie gebrochen sind, sie sind viel zu scharf. 50%
NUR die Pelham-Stange ist okay. 0%
Kommt aufs Pferd an... 0%
Dieses Gebiss verwendet man doch nur beim Springen. 0%
Kommt drauf an wofür man es verwendet. 0%
Mein Pferd kommt damit gut klar. 0%

3 Antworten

Ein schärferes Gebiss ist keine Alternative zur ordentlichen Pferdeausbildung - besser ist es, Durchlässigkeit und Rittigkeit durch Beritt und Reitunterricht zu erreichen.

Es gruselt mich, wenn ich kleine Mädchen im E-Springen auf Pelham-getrensten Pferden sehe!

Ich hoffe, dass die LPO 2012 diesbezüglich geändert wird.

Wikilala1101 07.07.2011, 14:27

Gerade habe ich gelesen, dass plattschnacker immer bei pferdefragen dabei ist. :D

Find ich gut. :)

Genau meine Meinung, zum Glück nur etwas kürzer gefasst. ;)

0
Wenn sie gebrochen sind, sie sind viel zu scharf.

Meiner Meinung nach wird das Pelham ähnlich wie das Pessoa-Gebiss viel zu viel von Reitern genutzt, die nach einer Lösung dafür suchen, ihr "stures" Pferd an den Zügel zu reiten. Scharfes Gebiss rein und wunderbar- das Pferd lässt auf einmal den Kopf fallen weil es mehr Druck im Maul hat. In aller Regel kaschieren solche Gebisse nur die Fehler von Reitern und zwingen das Pferd zwangsläufig in die Anlehnungshaltung. Macht man dann wieder eine normale Wassertrense rein, wird das Problem sicher wieder vorhanden sein und man hat damit gar nichts erreicht. Es kommt sicher immer auch ein bisschen auf Pferd und Reiter an, den jeweiligen Ausbildungsstand und was man damit eigentlich erreichen will.

Die FN unterstützt die Handhabung des Pelhams auch noch wunderbar, indem dieses Gebiss schon für die unteren Klassen im Springen auf dem Turnier erlaubt ist und ich hab dieses Jahr auch den Eindruck gehabt, dass ich mehr Reiter in der Klasse E mit Pelham hab reiten sehen als noch vor der geänderten Regelung.

Meiner Meinung nach völlig unverständlich, denn wer sein Pferd nicht mit einem normalen Gebiss durch ein E-Springen geritten bekommt, hat auch nichts auf dem Turnier geschwiege denn später in einem A-Springen zu suchen. Da sollte man dringend mal an der eigenen Hilfengebung arbeiten, bevor man sich so ein scharfes Gebiss reinschnallt.

Das ist nur meine persönliche Meinung, das heißt nicht, dass ich das Pelham generell verteufeln würde, nur man sieht es leider viel zu oft in den Händen falscher Leute. Leute, die verzweifelt am Zügel ziehen und sich auf das scharfe Gebiss verrlassen. Es wird schon irgendwie bremsen...

Wikilala1101 06.07.2011, 14:15

Eigentlich wollte ich gar nicht abstimmen, da meiner Meinung keine der Antworten zutrifft!

Für manche muss da hin bloß nicht und für mich.

Finger weg, es gibt viel zu wenig Reiter, die damit umgehen können. Wer es benutzt, weil sein Pferd nicht an Zügel geht oder es so 'stur' ist, kann einfach nicht reiten!

Und natürlich nicht dieses sondern letztes Jahr. :D

0
20LadyGaga09 30.04.2013, 23:25

Muss dir Recht geben, ich versteh nicht, warum Pelham bereits im E-springen erlaubt ist. Meiner Meinung nach ist die Schärfe bei einem Pelham ähnlich wie z.b. bei einer Aufziehtrense, Dreiring, etc. Jetzt sind die LK-Beauftragten schon soweit, dass sie den Antrag gestellt haben, in Aufbauprüfungen der Klasse A Pelhams zu verbieten. Find ich gut. Leider von der FN mehr oder weniger abgelehnt. Ich finde es furchtbar, dass teilweise bereits 4-jährige mit Pelham geritten werden. Da muss ich mich fragen, sind die Profis, die diese Pferde überwiegend reiten, wirklich so gut? Ich hab über den Winter selber mit einem meiner Jungen sehr viel gearbeitet, da er sehr heiß beim springen ist, anfangs immer nur los ist. Jetzt, 5-jährig, kann ich ihn auf dem großen Springplatz, mit normaler Wassertrense, problemlos durch einen Parcours reiten. Und ich musste mir immer anhören, "schnall ihm n Pelham rein und du kannst ihn mitte der Saison schon springpferde L reiten!" Aber ist der schnelle Erfolg so wichtig? Ich finde es soll wesentlich mehr an der Aufbauarbeit gearbeitet werden.. Auch finde ich, sollte man ein L-springen problemlos auf Wassertrense reiten können. Ich reite meinen Großen diese Saison auch auf Pelham (oder Aufziehtrense), da ich bei ihm so im Parcours etwas besser durchkomm. dennoch wird er daheim (auch beim Springen!) auf Wassertrense geritten. und vorallem viel Dressur (kann Traversalen etc).

Und was ich fast noch am schrecklichsten find, dieses Bild, kleines Kind auf irgendein "Gaul" geklemmt, Pelham rein, los gehts! ganz nach dem Motto "Ein Ruck ins Maul, schon steht der Gaul!" .. Find ich furchtbar.. sollte mal geändert werden. Solch ein Gebiss gehört nicht in unerfahrene Hände!

0

Das kann man pauschal nicht sagen. Es kommt immer auf das Pferd an und vor allem auf den Reiter der es dann "bedient". Es gibt tatsächlich Pferde die sehr unrittig sind und wo man mit ner normalen einfach gebrochenen Wassertrense nicht weiter kommt. So einen Fall hatten wir am Stall. Die 1. Besitzerin ist das Pferd mit Pellham und Schlaufzügeln geritten, dann hat sie das Pferd in Altersteilzeit an eine andere Einstallerin verkauft. Diese bindet mit Dreieckszügeln aus und benutzt eine einfach gebrochene Wassertrense. Jetzt hat sie leider etwas am Knie und kann die nächsten 6 Wochen nicht reiten. Da hat sie dann eine andere Einstallerin gefragt. Die hat sich ein abgequalt mit dem Gebiss, das kann man sich kaum vorstellen. Habe selbst schon einemal auf dem Pferd gesessen, nach 10 Minuten habe ich aufgegeben, die ist Sturr wie ein Esel und gibt 0 Nach, bei jedem Versuch schmeist die sich mehr in den Ausbinder. Jedenfalls hat die Person die das Pferd nun verübergehend reitet die Stute 2 Mal mit Pelham geritten. Die Stute lief wunderbar, ging durch das Genick und hat sich fallen lassen, man musste nur ordentlich treiben. Dann hat sie wieder die Wassertrense rein gemacht und das Pferd läuft wieder ordentlich.

Also wenn das in erfahrene Hände kommt und nicht dauerhaft benutzt wird spricht denke ich nichts dagegen.

Was möchtest Du wissen?