Was haltet Ihr von "Nevella Stevia"?

...komplette Frage anzeigen Nevella Stevia - (Chemie, schädlich, Labor)

8 Antworten

Nevella Stevia hat max. 5% Stevia Anteil, deshalb ist Maltodextrin auch als erstes genannt. So ein Produkt als STEVIA Zuckerersatz zu verkaufen ist fragwürdig. Das ist doch mehr Stevia-Markting als wirklicher Inhalt. Du würdest doch auch nicht Maltodextrin anstatt Zucker kaufen?

Ich hatte das Starterpackage von Stevia Natural und war damit sehr zufrieden, werde mir die normale Packung noch nachbestellen. Konnte es problemlos beim Backen verwenden (50% Stevia und 50% Zicker). Da habe ich wesentlich mehr Stevia und auch im Preis viel fairer: für 3kg Zuckersüßkraft 9,99€ inkl. Versand ist super günstig. Im Gegensatz zu Nevella ja ein Witz? Soviel zur Preisleistung und deinem komischem Maltodextrin Zucker... fui!

Joo, Ich hab auch seit längeren Steevia-Dulce und Steviosid Extrakt.. Dachte nur vielleicht taugt das Nevella auch was, da es gleich nebenan im Laden zu bekommen wär, aber dem scheint ja leider nicht so^^

thx für eure Antworten ;)

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Abgesehen davon, dass ich nichts von Stevia halte:

  1. Aufgrund der hohen Süßkraft der Steviolglykoside musst Du von dem Zeug viel weniger verwenden, als von Zucker. Das Maltodextrin machts nur besser handhabbar.
  2. Wenn das Zeug in der EG auf dem Markt ist, sind (wie man auch im Zutatenverzeichnis sieht) die aufgereinigten Steviolglykoside (das ist übrigens der Zusatzstoff E960) drin und nicht Blätter der Steviapflanze. Das hat soviel mit Stevia zu tun, wie reines Vitamin C in Pulverform mit Sanddorn!
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@Arrggh

Abgesehen davon, dass ich von Pessimisten nicht viel halte

  1. Maltodextrin ist Zucker. Das heißt du hast mehr Zucker als Stevia. Im Gegensatz dazu habe ich für mein Stevia Pulver einen Dosierlöffel, damit kann ich es auch aufgrund der hohen Süßkraft dosieren (ist bei der Bestellung kostenlos dabei).

  2. Steviolglykoside ist der "süße" Extrakt aus den Stevia Blättern, er wird einfach nur extrahiert (auch wenn mit aufwendigen Verfahren), ist dies nicht vergleichbar mit der synthetischen Herstellung von Vitamin C. Zumeist wird auch nur das Steviolglykoside Rebaudiosid A extrahiert, da der Rest bitteren Nachgeschmack hat. (http://de.wikipedia.org/wiki/Rebaudiosid_A)

Ich rate jedem, sich bei offiziellen Seiten zu informieren und nicht von gefährlichem Halbwissen oder Vermutungen in die Irre führen zu lassen.

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@diabetika12

Pessimist? Wohl eher Realist (kannst ja mal im Journal für Verbraucherschutz nach Isosteviolen und deren Entstehung bei moderenen Verfahren zur Gewinnung von Steviolglykosiden suchen ;-)) - könntest Du Dir mal ne Scheibe von abschneiden, dann wüsstest Du z.B., dass Vitamin C (Ascorbinsäure) größtenteils nicht mehr über chemische Vollsynthese hergestellt, sondern mikrobiell gewonnen und dann extrahiert wird - ist also im Prinzip dasselbe, wie mit den Steviolglykosiden, oder dem "süßen Extrakt", wie Du es nennst.

Wie gesagt, in der EU sind nur die Glykoside als Zusatzstoff zugelassen, Stevia rebaudiana selbst ist bislang nicht als Novel Food zugelassen - was Du wüsstest, wenn Du tatsächlich offizielle Seiten bemühen würdest...

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@Arrggh

Arrggh, davor steht nirgendwo, dass Stevia Rebaudiana bzw. die Stevia Blätter als Essen zugelassen sind. Es ist nur der Extrakt (Steviolglykoside) aus den Blättern der Stevia Rebaudiana Pflanze zugelassen. So wie oben geschrieben wurde. Die Blätter sind nicht als Lebensmittel zugelassen. Also kommst du mit was ganz neuem an, aber was du beschreibst ist die Herstellung von Glucosylsteviosid, die sind aber nicht in er EU als Lebensmittel zugelassen (jedoch in Japan und Korea)! Ebenso gibt es noch keine Verfahren, die die Herstellung von Stevia wie du es beschreibst ermöglichen. Ich habe hierzu gegoogelt und das hier gefunden: http://de.scribd.com/doc/222060351/Stevia-Natural-Trendreport2014 Ich kann dir nur raten nicht zuviel N24 Hitler-Alien-Dokus anzuschauen und deine Alptraumfantasien für dich zu behalten. Und bin gespannt was du hier als nächstes auftischen willst :-D

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@maximaus2

Hallo maximaus2,

auf den Unterschied zwischen Stevia und Steviolglykosiden hatte ich nur nochmal gedrängt, da hier gerne indifferent von „Stevia“ gesprochen wird (was suggeriert, es handele sich um eine Zutat, wie z.B. Basilikum), wenn das Produkt den Zusatzstoff „Steviolglycoside“ enthält (was mir zwar recht schnuppe ist, aber für viele Verbraucher durchaus entscheidend für die Kaufentscheidung). Beschrieben habe ich nur die Herstellung von Ascorbinsäure im Vergleich zur Herstellung der Steviolglykoside, die diabetika12 als Extraktionsverfahren (hier dann aus dem Pflanzenmaterial und eben nicht aus Mikroorganismen) beschrieben hat. Dies sollte nur verdeutlichen, dass die Unterschiede gering sind. Genau genommen besteht das Verfahren zur Herstellung der Steviolglykoside aus einer wässrigen Extraktion des Pflanzenmaterials, gefolgt von Aufreinigung des Rohextrakts per Ionenaustauschchromatographie und Umkristallisation. Somit ist es schon durchaus ein in hohem Maße aufgereinigtes Stoffgemisch, vergleichbar mit anderen Zusatzstoffen. Meine Informationen habe ich aus der EG-Verordnung Nr. 1333/2008, in der die Zulassung der Steviolglykoside geregelt ist und nicht etwa aus irgendwelchen „N24 Hitler-Alien-Dokus“, wie Du es nennst. Was meine „Alptraumfantasien“ angeht: Im Magen wird Isosteviol durch Isomerisierung des freien Steviol-Aglykons gebildet. Bei Konsum von chemisch reinen Steviolglykosiden (also ohne das Aglykon) wird das Steviol erst im Darm freigesetzt und eine Isomerisierung zum Isosteviol kann nicht mehr erfolgen, problematisch ist also das im Zusatzstoff enthaltene freie Steviol. Für Isosteviol wurden pharmakologische Wirkungen festgestellt, weswegen in den technischen Spezifikationen für Steviosid in Brasilien auch definiert ist, dass Steviol und Isosteviol nicht enthalten sein dürfen. Eine solche Regelung findet sich in den gemeinschaftlichen Spezifikationen nicht. Recht hast Du insofern, als das diesbezüglich besonders problematische Verfahren mit der Eisen(III)chlorid-Fällung in der EU nicht angewendet wird. Quellen hierzu (beides erschienen im Journal für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit):

DOI 10.1007/s00003-010-0558-2

DOI 10.1007/s00003-010-0568-0

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Stevia ist ein rein pflanzliches Produkt, genauer: getrockneter Pflanzensaft... und in der EU zugelassen. Maltodextrin ist auch eine Zuckerart. Scheint also alles okay!

schon klar, aber nich wenns ausm Labor kommt^^

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@Chicknock

denk halt das dieses Stevia mit der natürlichen Form nicht mehr viel zutun hat und deshalb auch wieder schlecht sein könnte..

BÖSE CHEMIELABORE UNSO^^

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@Chicknock

"denk halt das dieses Stevia mit der natürlichen Form nicht mehr viel zutun hat und deshalb auch wieder schlecht sein könnte.. "

Wer sagt Dir denn, dass reine Stevia besser ist? Immerhin ist der Grund, warum das Zeug nicht zugelassen ist, der, dass die toxikologische Unbedenklichkeit nicht bewiesen ist!

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@Arrggh

oder das die Zuckerindustrie es verteufelt.. genauso wie die Kunstfaserindustrie das Hanf verbot xDD

Halte Stevia ansich ja für bestimmt keinen schlechten Süßungsersatz nur die Industrie und Labore geben mir zu denken..

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@Chicknock

"oder das die Zuckerindustrie es verteufelt.."

Die Bedenken werden allgemein geäußert und bevor jetzt wieder das Argument kommt, die EFSA vertrete die Interessen der Industrie, sei hier nochmal erwähnt, dass grade die Industrie gerne auch bei Stevia auf die "grüne Welle" aufspringen würde, kommerzielle Interessen gibt es da also genug. Da glaubst Du doch nicht ernsthaft, dass die Zuckerindustrie (wenn sie denn überhaupt besorgt wäre, denn wer Stevia will, konsumiert in der Regel bislang eh wahrscheinlich kaum Raffinade-Zucker) alleine groß Einfluss nehmen könnte, entgegen anderer Interessen.

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Hej - die EU-Kommission hat heute Stevia als Süssungsmittel in der EU zugelassen.

Bisher ist die Zulassung zwar noch auf 30 Produkte beschränkt, aber es ist davon auszugehen, dass die Liste dieser Produkte ständig erweitert wird.

Ebenso soll Stevia nun als "individueller" Süßstoff angeboten werden dürfen.

Lang genug hat´s gedauert!

Glück Auf

Bernd

Glück auf, wofür für die Gesundheit???

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Jaa das stimmt lang genug hats gedauert ;) Das die Coka Cola Industrie aber ca. 25 Patente darauf angemeldet hat gibt mir aber leider zu denken(

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man sollte nur reines Stevia verwenden 97% das ist lecker Onlysweet von Sunwin schmeckt super

Es gibt bereits Stevia mit weitaus höherem Anteil an Rebaudiosid A ...

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hab heute einen vanillepudding mit stevia gegessen, schmeckt gut und man bekommt keinen heisshunger ;-)

Mache auch immer meinen Pudding mit Stevia Natural Explusion Pulver. Das ist so einfach und schmeckt so lecker. Wenn man denkt, was man da an Kalorien spart. Und wie du sagst, perfekt zum Abnehmen, weil man keinen Heißhunger bekommt.

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man beachte dass die dicht um ca. das 10fache geringer ist!

wenn man die packung mit zucker füllen würde wären das 750g

wenn man jetzt in seinen tee mit 2 teelöffel süßt hat man beim zucker etwa 40 kcal wobei es beim nevella stevia nur etwa 4 kcal

ganz gelogen ist die aussage "low calorie sweetener" also nicht.

man könnte jetzt noch darüber diskutieren ob dadurch der appetit angeregt wird und dadurch mehr isst als man gerne möchte

Stevia hat in Japan einen Martanteil von 40% und Süßstoffe sind verboten ! warum ?

Nun dein Instinkt, funktioniert einwandfrei, Stevia ist zwar pflanzlich, wird aber mit chemischen Verfahren extrahiert, es ist chemisch.

also könnte es doch wieder ne Retourkutsche sein?

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@Chicknock

Das denke ich eher nicht. Das Steviaglykosid, welches die 300 fache Süßkraft von Zucker aufbrinkt, ist das Steviaglykosid Rebaudiosid A (eines von ca. 10 Steviaglykosiden). Zum Süßen, von was auch immer, benötigt man eine mikroskopisch kleine Menge. Die darin, eventuell erhaltenen chemischen Rückstände der Extraktion, dürften in einer Mengenordnung rangieren, die gegen 0 tendiert. Da ist unser Trinkwasser X-Fach höher belastet. Ganz zu schweigen von dem Dreck der in allen anderen Lebens- und Nahrungsmitteln ist, incl. Bio-Produkten.

Die Blätter und Stengel der Pflanze, sind äußerst ungeeignet zum Süßen. Die Süße ist eher gering und der lakritzige Geschmack versaut jede Speise & jedes Getränk. Außer man wächst damit auf ;o)

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@NantanLupan

"Zum Süßen, von was auch immer, benötigt man eine mikroskopisch kleine Menge"

Das ist wohl etwas untertrieben.

"Die darin, eventuell erhaltenen chemischen Rückstände der Extraktion, dürften in einer Mengenordnung rangieren, die gegen 0 tendiert. Da ist unser Trinkwasser X-Fach höher belastet. Ganz zu schweigen von dem Dreck der in allen anderen Lebens- und Nahrungsmitteln ist, incl. Bio-Produkten. "

Das ist nicht richtig. Schadstoffe im Trinkwasser sind i.d.R. im ppm- bis ppt-Bereich (in dem Bereich werden dann auch die Verunreinigungen in den mit Steviolglykosiden gesüßten Lebensmitteln liegen), das tendiert, um es mit Deinen Worten zu sagen, gegen 0. Und dennoch sind ein paar davon (z.B. PAK) nicht gänzlich zu vernachlässigen. Und was denkst Du wohl, wieso die pharmakologischen Effekte, die dem Stevia häufig zugeschrieben wurden, vorrangig bei Studien mit isolierten Steviolglykosiden aufgetreten sind?

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Hier ein Beitrag von mir, geschrieben am 03.03.2012 - 15:45

Blinder Hype: Stevia, ist die gesunde Alternative zu Zucker und Süßstoffen.

In den Medien wird die Stevia-Pflanze schon lange diskutiert. Nun sind die süß schmeckenden Glykoside der Stevia-Pflanze als Süßstoff zugelassen. Als „natürlicher Süßstoff“ sind sie jedoch nicht zu bezeichnen, denn es handelt sich um Zusatzstoffe.

„Stevia rebaudiana“, auch Süßblatt oder Honigkraut genannt, ist eine Staudenpflanze aus Südamerika, die wild in Paraguay und Brasilien wächst und dort von der Bevölkerung zur Zubereitung von Speisen und Getränken genutzt wird.

Die Stevia-Pflanze gilt in der Europäischen Union als „neuartiges Lebensmittel“und benötigt deshalb eine Zulassung.

Keine „Natur pur“ Steviolglycoside werden durch chemische Verfahren gewonnen, die mit „Natürlichkeit“ wenig zu tun haben. Sie dürfen daher nicht als „natürliche Süßstoffe“ bezeichnet werden, denn sie zählen – wie alle anderen Süßstoffe auch – zu den Zusatzstoffen. In der Zutatenliste müssen sie als „Süßstoff Steviolglycoside“ oder „Süßstoff E 960“ gekennzeichnet werden.

Steviolglykoside werden aus den Blättern der Pflanze Stevia rebaudiana  extrahiert. Nach Werbeaussagen soll Stevia blutzucker- und blutdrucksenkend, gefäßerweiternd, Zahnbelag hemmend und antimikrobiell wirken. Diese Wirkungen sind jedoch wissenschaftlich umstritten. Steviolglykoside haben keine Kalorien und sind jedoch für den Menschen unverdaulich.

Frühere Bedenken, dass Stevia krebserregend und  erbgutschädigend sei, hat die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) 2010 in einem Gutachten ausgeräumt.

Die Arbeit der EFSA dient den politischen Entscheidungsträgern bei der Verabschiedung oder Überarbeitung europäischer Rechtsvorschriften über Lebensmittel- und Futtermittelsicherheit, bei der Entscheidung über die Zulassung geregelter Stoffe wie Pestizide und Lebensmittelzusatzstoffe oder bei der Entwicklung neuer rechtlicher Rahmen und Grundsätze, beispielsweise im Bereich der Ernährung.

Die EFSA wurde im Januar 2002 gegründet und hat ihren Sitz in Parma (Italien).

"Laut einem Bericht der Süddeutschen Zeitung arbeiten führende Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der EFSA eng mit der Industrie zusammen. Sie seien für große Lebensmittelunternehmen wie Nestlé, Kraft Foods oder Unilever tätig, die sie andererseits kontrollieren sollten. Dadurch sei die Unabhängigkeit der Behörde stark gefährdet.[2] Nach Meinung der Umweltorganisation Friends of the Earth berücksichtigt die EFSA bei den Zulassungsanträgen nicht genügend mögliche Risiken. Die Organisation wirft der Behörde auch mangelnde Unabhängigkeit vor."

Ein Schelm wer schlechtes dabei denkt.

:-)))

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@Astroprofiler

oje genau das was ich befürchtet hab, danke für den Bericht ;) also ist ungewiss ob das jetzt schädlich ist oder nicht.. Kann man denn Stevia als Reinform nutzen??

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@Astroprofiler

Man kann die Blätter der Pflanze verwenden, als Beigabe in das Getränk,schmeckt aber dann eher säuerlich.

Was für ein Unsinn, da wird Stevia als zuckerfreier (Kalorienfrei) Süßstoff beworben, während es Maltodextrin enthâlt, ein Kohlenhydratgemisch.

:-))))

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@Astroprofiler

Die Dosis bestimmt die Wirkung eines Giftstoffes, Chemie ist immer Giftig, wenn nicht sofort (Akkut) dann auf jedenfall bei dauerhafter (Chronischer) Aufnahme.

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@Astroprofiler

sorry Astroprofiler werd diabetiker12 seine Antwort als hilfreichste nehm, weil das mehr zum Produkt passt.. aber thx warst auch sehr hilfreich;)

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@Astroprofiler

"Die Dosis bestimmt die Wirkung eines Giftstoffes, Chemie ist immer Giftig, wenn nicht sofort (Akkut) dann auf jedenfall bei dauerhafter (Chronischer) Aufnahme."

Da haben wir den guten Paracelsus aber falsch verstanden! Bei ausreichend geringer Dosis ist keine Giftwirkung gegeben (Ausnahme: Carcinogene)!

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@Astroprofiler

"Nach Werbeaussagen soll Stevia blutzucker- und blutdrucksenkend, gefäßerweiternd, Zahnbelag hemmend und antimikrobiell wirken."

Ja ja, die meisten pharmakologischen Wirkungen sind vermutlich nur bei den isolierten Steviolglykosiden festzustellen, weil bei der seit Mitte der 90er üblichen Aufreinigung Isosteviole entstehen.

Die Studien zur Zahnbelag-hemmenden Wirkung sind übrigens auch super (zumindest die, die ich gelesen habe): da wurde die Plaquebildung bei mehrmaligem Spülen des Mundes mit Saccharose-haltigen Lösungen mit der bei Spülen mit Steviolglykosid-haltigen Lösungen (ohne Saccharose) verglichen. Dass da bei Stevia keine Plaquebildung zu beobachten war, liegt nicht an der Anwesenheit der Steviolglykoside, sondern an der Abwesenheit von Saccharose. Zu diesen Ergebnissen wäre man bei dem Experiment mit jedem Süßstoff (oder so ziemlich jeder anderen Substanz) gekommen!

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völliger Schwachsinn, nur weil die Steviolglykoside aus den Stevia Blättern mit chemischen Lösungen wie Alkohol extrahiert werden, ist das Endprodukt noch lange nicht chemisch! Am Ende hast du einen süßen Extrakt, der den Ursprung aus den Blättern der Pflanze hat. Du extrahierst einfach nur die süßen Stoffe. Das ist alles. Meist nur Rebaudiosid A, weil es das zuckerähnlichste Steviolglykoside ist.

Zudem sind Blätter als ganzes in der EU nicht als Lebensmittel zugelassen, nur der Extrakt.

Bitte informiert euch vorher, anstatt hier zu spekulieren!

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@diabetika12

Das mit dem "chemisch" ist sowieso eine Unsinns-Diskussion. Natürlich sind Steviolglykoside chemische Substanzen, das ist auch Zucker oder Proteine etc.

Bei den isolierten Steviolglykosiden handelt es sich zunächst im Gegensatz zum Pflanzenmaterial, aus dem sie extrahiert werden, um ein chemisch besser definiertes Stoffgemisch. Problematisch ist aber, dass bei der Extraktion nach dem aktuellen Verfahren (das nicht identisch ist, mit dem, für das die Sicherheitsbewertung vorlag) Isosteviole aus den Steviolen (diese wiederum entstehen durch Hydrolyse der Steviolglykoside) gebildet werden. Die Isosteviole sind aller Voraussicht nach für einige der beobachteteten pharmakologischen Wirkungen verantwortlich und daher hätte das Produkt so gar nicht zugelassen werden dürfen, da Lebensmittelzusatzstoffe keine pharmakologische Wirkung haben dürfen.

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