Was haltet ihr von Kirchlichen Feiertagen?

Das Ergebnis basiert auf 35 Abstimmungen

Da bin ich dagegen. 63%
Wie wäre es mit.. 20%
Sehe ich wie du. 17%

22 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet
Sehe ich wie du.

Ich sehe es genau so wie du. Die deutsche Geschichte, erst recht die Geschichte der Menschheit insgesamt, bieten mehr als genug Auswahl an potenziellen Feiertagen.

In einem wirklich säkularen Staat sollte es keine durch irgendwelchen Aberglauben begründeten Feiertage geben. Zumal die aktuelle Situation auch bei nicht-christlichen "Religionen" Begehrlichkeiten nach eigenen Feiertagen weckt. Mit welchem Recht gewährt der Staat den "Christen" Feiertage, den Hindus, Muslimen, Voodoo-Gläubigen, Juden und Wiccas aber nicht? Dafür gibt es keine juristische Grundlage, denn Deutschland ist kein "christlicher" Staat und das "Christentum" ist hier nicht Staats-"religion".

Um dieses Dilemma auf faire Weise zu lösen, sollte man sich ganz einfach von allen "religiösen" Feiertagen verabschieden.

Ersatzlos streichen wäre die fairste Lösung.

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Na ja...

"Im Bewußtsein seiner Verantwortung vor Gott und den Menschen" (Präambel zum Grundgesetz)

"So wahr mir Gott helfe!" (Art. 56 GG)

CDU/CSU = christlich demokratisch/soziale Union

"Die Jugend ist in der Ehrfurcht vor Gott, im Geiste der christlichen Nächstenliebe ... zu erziehen" (Landesverfassung BaWü)

"Oberste Bildungsziele sind Ehrfurcht vor Gott, Achtung vor religiöser Überzeugung und vor der Würde des Menschen" (Landesverfassung Bayern)

“Im Bewußtsein der Verantwortung vor Gott, dem Urgrund des Rechts und Schöpfer aller menschlichen Gemeinschaft...” (Landesverfassung Saarland)

Brauchst du noch mehr?

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@Indecisive

Ich denke, das verstehst du durchaus. Du stellst den christlichen Glauben als Aberglauben dar und fragst nach der Grundlage für christliche Feiertage. Die Grundlage findest du oben. Deutschland versteht sich als Wertegemeinschaft mit jüdisch-christlicher Tradition und das kommt u.a. in der Gesetzgebung und auch in den christlichen Feiertagen zum Ausdruck. Ob sich der einzelne mit der Tradition identifiziert oder nicht, ist für Deutschland als ganzes erst mal irrelevant.

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@Insignium

Danke, dass du das nochmal näher erläutert hast.

Dazu kann ich eigentlich nur sagen: die von dir zitierten Stellen sind für mich ein weiterer Hinweis darauf, dass der Säkularismus in unserem Land längst nicht fest genug etabliert ist und dass kommende Generationen hier noch viel Arbeit vor sich haben.

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Wie wäre es mit..

Besser ein kirchlicher Feiertag als gar keiner. Aber es sollten unbedingt mehr nichtkirchliche Feiertage eingeführt werden. Sicher einige davon auf Kosten der kirchlichen.

Z.B. den Geburtstag von Charles Darwin oder den Tag der Mondlandung.

Wie wäre es mit..

Jeder hat seine eigene Meinung dazu und hängt einer bestimmten religiösen Glaubensrichtung an (oder auch nicht.) Meine Meinung dazu ist, dass diese religiösen Feiertage weiter erhalten bleiben sollen und jeder das Recht dazu hat, diese in seiner Religion frei auszuleben. Für gläubige Christen spielen diese Feiertage eine zentrale Rolle in der Geschichte. Dies ist aber von Glaube zu Glaube unterschiedlich und basiert auch auf die religiöse Glaubensrichtung. Diese festgelegten und traditionellen Feiertage durch andere zu ersetzen, würde große Aufstände, Demonstrationen und Proteste zur Folge bringen. Für viele lebende und gläubige Christen sind diese Feiertage wichtiger Bestandteil im Leben, weil sie darauf basieren, die Gläubigen an das zu erinnern, wofür oder an was wir heute glauben und an die Auferstehung Jesu zu erinnern. Für viele Menschen ist das ein wichtiger Standpunkt im Leben. Aber, wie schon gesagt, Meinungsbilder, Glaubensrichtungen, religiöse Einstellungen etc. basieren auf viele unterschiedlichen Meinungen.

LG

Da bin ich dagegen.

Jede Religion hat das Recht, ihre Feiertage auszuleben und auch an diesen Tagen traditionell zu feiern und von der Arbeit freizubekommen etc. Alles andere wäre schlicht und einfach Diskriminierung von Minderheiten.

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – bin evangelisch, finde großen Trost in der Bibel

Wenn aber die neuen Feiertage auf die alten fielen, ginge das?

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@SakuraPeachie

Ein Feiertag, der auf Ostern fällt.

Dann können die Christen in die Kirche und der Rest der Leute kann guten Gewissens die Wiedervereinigung, oder sonstwas feiern.

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@Klaraaha

Das Eier verstecken ist glaub ich weniger Religiöse Praxis, als die Messe.

Aber, jede*r, wie er, oder sie Mag.

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@Florendil

Deshalb ist es auch egal, wie jeder feiern will. Übrigens ist das ein weltweiter Feiertag, zumindest in der westlichen Welt und in Europa sowieso. Deiner wäre nur in DE, denn kennt ja sonst niemand. Zwingt dich keiner in die Messe zu gehen, die fällt derzeit wegen Corona sowieso aus.

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@Florendil

Der "Rest der Leute" kann zu Ostern (oder Weihnachten, oder...) doch sowieso guten Gewissens sonstwas tun oder feiern. Niemand ist gezwungen, an staatlichen Feiertagen mit religiöser Wurzel in die Kirche zu gehen.

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Es sind ja staatliche Feiertage. Die sind für alle unabhängig von der Religionszugehörigkeit. Worin soll also das Problem bestehen? Der Ursprung war ja christlich. Das kann ruhig erhalten bleiben. Als Erinnerung. Übrigens ist der freie Sonntag auch eine christliche Erfindung. Soll der weg?

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@RStroh

Ja, auch der freie Sonntag sollte endlich Sinn, Verstand und Modernisierung Platz machen.

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@Florendil

Wie bitte?! Das wäre, ich kann mich nur wiederholen, Diskriminierung religiösen Menschen gegenüber!

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@RStroh

Es geht nicht darum, sondern um die Tatsache, dass Menschen, die religiös sind, das Recht haben müssen, an für sie wichtigen Tagen wie Ostern, Weihnachten, Chanukka etc. feiern zu können! Und der freie Sonntag ist keine christliche Erfindung. Juden feierten den Sabbat schon vor der Entstehung des Christentums als freien Tag, weil auch Gott am 7. Tag ruhte, nachdem er die Erde erschaffen hatte! Es kann doch nicht wahr sein, dass Christen eines der 10 Gebote - nämlich, dass man am Sabbat ruhen soll - brechen müssen, nur weil ein paar Freaks denken, dass man sonntags arbeiten sollte!

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@SakuraPeachie

Dann soll man sich eben Urlaub dafür nehmen.

So, wie ich für meine Hobbys auch.

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@SakuraPeachie

Und wie Religiln ein Hobby ist. Ein Zeitintensives zwar, aber auch nicht wichtiger, als ein Kegelverein, oder meine Feuerwehr.

Und ja, wenn es sein muss, jede Woche.

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@SakuraPeachie

Der freie Sonntag wurde erst später eingeführt und war auch der erste Tag der Woche, der Tag der Auferstehung Jesu, der erste Tag der Neuschöpfung. Sieht man gut am Mittwoch. Der ist nur dann die Wochenmitte, wenn Sonntag der erste Tag ist. Er wird auch als 8. Tag bezeichnet, weswegen die alten byzantinischen Kirchen achteckig gebaut sind. In Stein gemeisseltes Bekenntnis. Lustigerweise hat die EU in den 1970er Jahren den Montag zum ersten Tag der Woche und damit den Sonntag wieder zum letzten gemacht.

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@RStroh

Hat nichts damit zu tun, dass man Christen nicht ihren freien Sonntag nehmen kann (das kann ist moralisch gemeint, für alle, die jetzt einen auf Lehrer machen und sagen "kLaR kAnN mAn").

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@SakuraPeachie

Es profitieren alle Menschen vom freien Sonntag. Das ist schon eine gute Idee!

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Sehe ich wie du.

Ich sehe das zwar wie Du, - aber den Deutschen die Oster- ,Weihnachts- und sonstigen kirchlichen Feiertage wegzunehmen, wuerde wahrscheinlich einen echten Aufstand zur Folge haben!

Wenn die Anzahl der bezahlten Feiertage gleich bleibt erfolgt kein Aufstand, wetten?

Nur der Bezug zum Hobby der "Götter" - Verehrung wird gegen einen realistischen Bezug ausgetauscht, mehr nicht.

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