Was haltet ihr von Investmentfonds, die weltweit Aktien mit der Dividenenstrategie kaufen?

...komplette Frage anzeigen

6 Antworten

 Ich halte eine Dividendenstrategie für sinnvoll, jedenfalls langfristig. Allerdings nur, wenn man diese passiv, d.h. mit ETF verfolgt. Mein Depot besteht zu ca. 60% aus Dividendenaktien und ETF und zu ca. 40% aus Wachstumswerten. So kann ich von beidem profitieren, denn gute Dividendenzahler wachsten oft nur noch wenig und gute Wachstumswerte schütten oft keine oder nur sehr wenig aus. Außerdem ist es gut für die Anlegerpsyche passives Einkommen durch Dividenden zu generieren.

Ist eine recht solide, Low-Ri/Low-Re-Strategie, die gut für Large-Cap-Funds geeignet ist. An sich recht unspektakulär, wird selten als Main genutzt, sondern eher als Filler oder als Secondary von Fixed-Income-Funds, die ihre IR-Exposure senken wollen. 

Für Privatanleger in der eigentlichen Form m.E.n. uninteressant, da hier, wie oben erwähnt, eine gewisse Scale benötigt wird, um die entsprechenden absolute returns zu erwirtschaften. Vergleichbar z.B. auch mit Arbitrage oder anderen Scale-Strategien.

Da die Höhe der Dividende nur einer von mehreren Einflussfaktoren für den Kurs einer Aktie ist, ist die Dividendenstrategie einiger Fonds kein Grund für eine dauernde Überperformance.
Bei einem Fonds mit Dividendenstrategie ist die Freiheit des Fondsmanagers eingeschränkt. Oftmals zahlen aber gerade Wachstumsaktien keine oder nur niedrige Dividenden. Man sollte einem guten Fondsmanagement bei der Auswahl der einzelnen Aktien die größtmögliche Freiheit lassen.

Je nach Geldbeutel kann man sich diese Aktien auch selbst zusammen kaufen, man muss schauen was günstiger ist.

Ist es ein aktiver oder passiver Fonds (ETF)?

Wo liegt der Unterschied?

0
@skminga

Ein aktiver Fonds wird gemanaget durch einen Menschen der die Zusammensetzung des Fonds ggf. ändert um eine höhere Rendite zu erzielen.

Dies verursacht höhere Kosten als ein ETF, der einfach nur einen Index nachvollzieht

0

Ah, Danke. Dann ist es ein aktiver Fond (bei Deka Investments)

0

Das ist eine von zahlreichen Strategien, an der Börse Geld zu verdienen. Die Dividendenstrategie ist erprobt und funktioniert (meistens), so dass ein solcher Fonds ein geeigneter Baustein für die Vermögensbildung ist.

Die Dividenen liegen ja durchschnittlich bei 3%, richtig?

Kursschwankungen sind auch nichts neues.
Aber wie sieht es mit den Verschiedenen Währungen aus?

0
@skminga

Nicht die Höhe der Dividenden ist allein entscheidend, sondern, dass die beteiligten AGs regelmäßig über Jahre Dividende gezahlt haben und im Idealfall die Dividenden mehrmals erhöht haben.

Verschiedene Währungen bedeuten doch nicht anderes als weitere Kursschwankungen. Damit ist jedoch eindeutig ein zusätzliches Element von Risikostreuung in den Fonds eingebaut, was ihn langfristig stabiler machen dürfte.

3

Nichts, denn Aktien mit hoher Rendite sind entweder risikoreich oder teuer. Außerdem solltest du auf die Kosten einer Investmentanlage achten. Die sind meistens so hoch, dass eine positive Wertentwicklung dadurch vernichtet wird. Wenn du dich für Aktienanlagen interessierst, bist du auf dem richtigen Weg. Denn es gibt nichts besseres als Aktien - von guten Unternehmen. Aber du kommst nicht Drumherum, dir zuerst die hierzu erforderlichen Kenntnisse zu verschaffen. Ansonsten ist es ein Lotteriespiel.

Er redet von einer Dividendenstrategie - das hat nix mit hoher Aktienrendite zu tun, das ist dir schon klar, oder? ;)

2
@Treetop

Die Dividendenrendite bringt nichts, wenn gleichzeitig der Kursverlauf der Aktien negativ ist. Auf diese Strategie kann man dann verzichten. Ergänzend zu meinen obigen Ausführungen ist noch das Währungskursrisiko zu berücksichtigen, das eine "Dividendenstrategie" ebenso "Alt" aussehen lassen könnte. Allein in den vergangenen Wochen ist der US-$ gegenüber dem € z.Bsp. ca. 5% gefallen.

0
@Vierjahreszeit

Nein. Eine Dividendenstrategie wird im Normalfall so modelliert, dass die Netto-Zahlungsströme idealerweise ausschließlich real sind (vergleichbar mit Bonds Coupon Payments). D.h. man hedged die anderweitigen returns gegeneinander ab. Aus diesem Grund wird auch eine größere Scale benötigt.

1
@Treetop

Du scheinst der Meinung zu sein, dass deine Dividendenstrategie das Nonplusultra ist. Demzufolge ist alles Andere nichts.

0
@Vierjahreszeit

Du scheinst das grundlegende Prinzip des Investierens nicht verstanden zu haben: Es gibt kein "Nonplusultra". In einem (annähernd) effizienten Kapitalmarkt sieht sich jeder Investor mit Trade-offs konfrontiert (Risk/Return stellt wohl den Wichtigsten dar). Auch hat jeder Investor unterschiedliche Präferenzen bzw. einen anderen Investmenthorizont.

Ich bin persönlich kein Fan der Dividendenstrategie. Sehr konjunkturabhängig, sehr scale-abhängig und unflexibel, was Entry/Exit angeht. Wenn ich diese Art von Risk/Return-Profil haben wollen würde, würde ich persönlich wohl eher Blue-Chip Bonds oder meinetwegen Treasury Bills kaufen und mir gar nicht erst die Mühe mit dem Stockpicking machen...

0

Was möchtest Du wissen?