Was haltet ihr von Gendern und ihr?

12 Antworten

Gleiche Meinung. Ich bleibe beim Klassischen "Damen und Herren", "Kollegen und Kolleginnen". Ansonsten ganz normal beim Generischen Maskulinum. Leute die gendern mit *, : und vor allem die, die es auch bei der Aussprache mit der Pause betonen nehme ich nicht für voll und ignoriere sie. Egal ob Kunde oder Vorgesetzter völlig egal.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Hallo,

es kommt auf die Form des Genderns an.

Das auf den (Gender)Stern oder sonstige Zeichen reduzierte Gendern sowie das Gendern durch substantivierte Partizipien (Studierende, Mitarbeitende, Lehrende usw.) sowie andere "Wortungetüme" lehne ich ab!

Deshalb nutze, spreche und schreibe ich den Genderstern auch nicht, und es nervt mich ungemein, wenn ich Nachrichtensprecher und Fernsehmoderatoren ihn aussprechen höre - was heißt aussprechen, es ist ja vielmehr eine Kunstpause.

Ich gendere durchgehend in der Form von Studentinnen und Studenten, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Lehrerinnen und Lehrer usw.; zumindest versuche ich es. Ich nutze aber auch das generische Maskulin - vor allem bei langen Texten - mit dem ich persönlich als Frau keine Probleme habe. Da bin ich selbstbewusst genug, dass ich keine Lippenbekenntnisse brauche.

Daneben verwende ich je nachdem, ob ich jemanden duze oder sieze, bei der Anrede die Pronomen du, dein, dir, dich oder Sie, Ihr, Ihnen, Sie. Ansonsten verwende ich die Personalpronomen ich, du, er, sie, es, wir, ihr, sie und die entsprechenden Possessiv- und Objektpronomen.

Das ist meiner Meinung nach völlig ausreichend; für manche Leute sogar schon viel zu viel.

AstridDerPu

Ich bin nicht grundsätzlich dagegen, finde aber dass die Entwicklung in eine falsche Richtung geht. Das größte Problem sehe ich daran, dass das Gendern zur Folge haben kann, die Geschlechterproblematik zu zementieren. Im Grunde geht es doch darum, niemanden zu benachteiligen aufgrund seines Geschlechtes. Der beste Weg wäre also wenn das Geschlecht außer im privaten Bereich überhaupt keine Rolle mehr spielt. Indem man aber immer und überall versucht alle Geschlechte zu nennen, stellt man die Geschlechtlichkeit stark in den Vordergrund.

Der Genderwahn sexualisiert die deutsche Sprache. Damit werden Probleme geschaffen, die es eigentlich nicht gibt, so man denn in der Schule aufgepasst hat...

Die große Mehrheit der Gesellschaft lehnt es ab. Das interessiert die kleine radikale Gruppe jedoch nicht.

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@RayAnderson

Und diese kleine radikale Gruppe dominiert die Behörden, die Medien, viele Internetseiten, selbst den Duden. Ich fühle mich dadurch gegängelt und als Frau diskriminiert.

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@Claud18

Anfangs hat es die Gesellschaft als einen nicht weiter zu beachtenden Spaß angesehen. Erst jetzt, wo es andere Ausmaße annimmt, steht die Gesellschaft auf. Das zeigen die Umfragen. Die Ablehnung der Gesellschaft, dem Genderwahn gegenüber, wächst zunehmend...

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@RayAnderson

Ich habe es anfangs auch als gelegentlichen Spaß und kleinen Seitenhieb gegen die patriarchalische Ordnung gesehen. Aber jetzt, wo es derartige Ausmaße angenommen hat, dass man sich in der eigenen Sprache nicht mehr zu Hause fühlt und sich außerdem als Frau als zu blöd für alles hingestellt sieht (denn warum wird sonst immer wieder betont, dass auch Frauen Zuschauer, Mieter, Kunden usw. sind, was früher selbstverständlich war), bin ich äußerst genervt. Bei Sternchen und Doppelpunkten mit -innen am Schluss denke ich sowieso nur und ausschließlich an Frauen (oder an die Inneneinrichtung), und meist lese ich dann den Artikel gar nicht mehr weiter.

Du hast recht, die meisten Leute lehnen das Gender-Neusprech ab und sind davon genervt, aber weder Politik noch Universitäten, Medien usw. scheint das zu interessieren. Wir sollen mit Gewalt zum Gender-Neusprech bekehrt werden. Allerdings habe ich die leise Hoffnung, dass es nicht klappt, da auch seit ca. 50 Jahren versucht wird, uns den Schraubenzieher und die Glühbirne abzugewöhnen (wir sollen Schraubendreher und Glühlampe sagen), was bisher auch nicht geklappt hat.

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@Claud18

Das es von den Medien schnell und stark aufgegriffen wird, hängt mit der strukturellen und/oder politischen Ausrichtung der Sender ab, ebenfalls ähnlich vertreten bei den Journalisten, die für die Tagespresse verantwortlich sind.

Die "Gegenbewegung", nämlich die Mehrheit der Gesellschaft, formiert sich gerade erst, aber sie wird von Monat zu Monat stärker. Das lässt sich sogar an Umfragen ablesen.

Leider ist es mit dem Wahn schon heftig eingeschliffen. Das wird eine Weile benötigen, bis es wieder verschwunden ist.

Spätestens wenn eine Klage vor den höchsten Gerichten durchgedrückt wird, dass kein Deutscher dazu verpflichtet werden kann, dafür zahlen zu müssen, sich selbst beleidigen zu lassen.

Bislang waren die Pflichtbeiträge immer durchgewunken worden.

Nun aber wird die breite Gesellschaft täglich in den Öffentlich-Rechtlichen genervt, beleidigt und diffamiert.

Wenn dadurch die Gebühren abgeschafft werden oder es droht, dass sie abgeschafft würden, dann ist es vorbei.

Ich bin sehr für Gleichberechtigung, Gleichbehandlung, gleiche Bezahlung für gleiche Arbeit, etc... aber der Dreck hat damit nichts zu tun. Sorry.

Diverse sollen sich darüber freuen, dass sie als Sternchen angesprochen werden? Ich würde mich darüber nicht freuen, wenn ich zu dieser Gruppe gehören würde, aber vielleicht habe ich nicht die richtige Sichtweise darauf.

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Hallo,

Was haltet ihr von Gendern und ihr?

NICHTS

Dieser Genderwahn verursacht Ungleichheit und Diffamierung. Gendern ist eine Diskriminierung gegenüber dem männlichen Geschlecht. Das Einzige was der Genderwahn schafft ist eine Spaltung der Gesellschaft.

Der Genderwahn wird nur von einer sehr kleinen, aber lauten Gruppe Radikaler verteidigt und voran getrieben. Die große Mehrheit der deutschen Bevölkerung ist gegen den Genderwahn, auch eine Mehrheit aller Frauen.

Der Genderwahn ist eine Sexualisierung der deutschen Sprache und dabei sogar eine sehr einseitige.

Derer Gründe gibt es viele, wie es gerade passt.

Egal wie sachlich und differenziert Du argumentierst, sobald es kritisch gegen den Genderwahn gerichtet ist, werden Dir Befürworter immer erklären, dass es völlig anders gemeint ist und Du das nur nicht verstehst.

Fakt ist, die deutsche Sprache ist bereits gendergerecht. Sie ist nämlich eines nicht, sexualisiert. Im Moment der Sexualisierung werden Ungleichheiten geschaffen. Damit genau das nicht passiert, wurde eine sachlich, neutrale Form gewählt.

Beispiel: DER Schüler - damit ist selbstredend ein Schüler gemeint. Es ist eine geschlechterneutrale Form. Wer dem widerspricht, der müsste auch im Umkehrschluss bei DIE Schüler davon ausgehen, dass es sich um mehrere Schülerinnen handeln würde. Das widerum wird natürlich von den Befürwortern des Genderwahns abgestritten. Denn das wäre etwas völlig anderes. Wer alle Formen ankreidet, die das generische Maskulinum voransetzen, die müssten eigentlich auch aufschreien, wenn bei DIE Schüler, DIE Lehrer... im plural der weibliche Artikel genutzt wird. Auch hier ist die deutsche Sprache geschlechterneutral.

Aus vergleichbaren Gründen hat Religion und Staat immer getrennt zu werden. Wer möchte darf glauben, an was auch immer, aber es ist eine private Angelegenheit. Die deutsche Sprache ist aus genau diesem Grund auch neutral. Sobald Interpretationen, Emotionen oder Sexualisierungen ins Spiel kommen wird es ungerecht oder aber es könnte sich jemand ungerecht behandelt fühlen. Dem wollte man entgegentreten.

Hat es jemals eine Debatte darüber gegeben warum fast alle plural Varianten weiblich sind...? Schließlich könnte man mit gleicher Argumentation auch das behaupten. Welch eine Ungerechtigkeit... Ist es jedoch nicht, denn sowohl im singular, als auch im plural wird nicht sexualisiert. Wer anderes glauben möchte, der darf das gerne, aber damit wären wir bei der Religion... eine private Angelegenheit!

Bei Kritik werden sofort schwere Geschütze aufgefahren, da wird ausgegrenzt, Menschen werden rassistisch beschimpft, als alter, weißer Mann, Radikaler, etc..

Es ist die einfachste Methode jede Kritik gegen diesen Genderwahn als unsachlich abzustempeln.

Damit wird suggeriert, dass es nicht der Großteil der Gesellschaft und die Mehrheit aller deutschen Frauen wären, die es ablehnt, sondern nur radikale, demokratiefeindliche Randgruppen.

Das Gegenteil ist die Realität.

Die Ablehnung kommt aus der Mitte der Gesellschaft und der Genderwahn ist lediglich ein Ausdruck einer radikalen Minderheit, die keinen Respekt vor der Gesellschaft haben, keinen Sinn für Demokratie zeigen und lediglich zur Spaltung beitragen.

Das nennt sich Täter Opfer Umkehr (victim blaming).

Das von den Befürwortern des Genderwahns jede statistische Erhebung, jede Umfrage, als mutmaßlich nicht repräsentativ angesehen wird, daran lässt sich viel ableiten.

Nicht nur, dass die große Mehrheit der deutschen Gesellschaft es ablehnt. Statistiken offenbaren sogar, dass diese Ablehnung stetig wächst. Es ist kein Wunder, dass anfangs die Mehrheit erst gering war, aber nun zunimmt. Am Anfang haben sich viele Menschen gedacht, Mal einen Spaß, dieser Unsinn ist bald vorbei. Mittlerweile nimmt es jedoch andere Züge an und die Gesellschaft wird mit dem groben Unsinn täglich konfrontiert. Daraus resultiert die in Statistiken stark ansteigende Ablehnung.

Eigentlich sollte nun allen klar sein, die Mehrheit möchte es nicht. Wir leben in einer Demokratie, also weg damit. Und hier greift der radikale Kern der Befürworter. Sie erkennen die demokratischen Werte nicht an.

Das verdeutlicht einmal mehr wer hier radikal ist und wer nicht.

Die deutsche Sprache ist bereits gendergerecht.

Wer das nicht versteht, hätte in der Schule im Deutschunterricht lediglich besser aufpassen sollen. Manchen hätte es wahrscheinlich geholfen auf wöchentliches Schule schwänzen zu verzichten.

Was scheinbar nicht verstanden wird oder bewusst missverstanden werden soll, Genus ist nicht Sexus. Prof. Dr. Richard Schröder hat darüber eine Abhandlung geschrieben, um die offensichtlichen Missverständnisse, der deutschen Sprache aufzuklären. Nachfolgend ein Auszug daraus...

Die Idee, durch Änderung des Sprachgebrauchs reale Machtverhältnisse zu verändern, ist eine Schnapsidee. Schein- und Ersatzkämpfe mit Sternchen und anderen Zeichen führen ins Leere. Sprache ist zu dynamisch für starre Regeln – wie das Leben selbst.

in Lehrer ist eine Person, die lehrt. Dieses Wort hat das grammatische Geschlecht (= genus) „männlich“ oder lateinisch „maskulin“. Wäre ein Lehr-er eine Person, die lehrt, und außerdem nach dem biologischen Geschlecht (= sexus) männlich ist, wäre die Lehr-er-in eine Person, die lehrt, männlichen (-er-) und zudem weiblichen (-in) Geschlechts (sexus) ist, also ein biologischer Zwitter. Das ist aber offenbar nicht gemeint. Im Deutschen gibt es nur eine Täter-Endung, nämlich -er, und die ist männlich (qua genus, nicht qua sexus). Weder der Hocker noch der Seufzer haben einen Penis. Sind wir inzwischen vielleicht so heftig sexualisiert, dass wir den Unterschied zwischen genus und sexus gar nicht mehr wahrnehmen? Merke: Genus ist nicht sexus. Im Lateinischen ist das anders. Da heißt der männliche (sexus) Sieger victor und der weibliche (sexus) Sieger victrix. Wenn wir das nachmachen wollten, müsste aus der Lehrerin die Lehrin werden. Ärztin ginge ja, Rechtsanwältin auch, bloß die Malerin, das wäre schon wieder ein Zwitter.

Die Nachsilbe -in bezeichnet ursprünglich gar nicht den weiblichen Täter, also die Täterin (schon wieder die Zwitterfalle!), sondern war besitzanzeigend (schrecklich, aber wahr). Die Frau Apothekerin war ursprünglich nicht eine Frau, die Pharmazie studiert hatte, sondern die Frau des Apothekers. Eine Königin war vor Einführung der weiblichen Thronfolge nicht eine weibliche Person, die das Königsamt wahrnimmt, sondern die Frau des Königs. Herrschaft konnte sie nur ausüben als Königswitwe und Vormund (oder Vormündin?) des unmündigen Thronfolgers...

Quelle: Welt, Prof. Dr. Richard Schröder (Sprachwissenschaftler), 17.12.2018

Dieser Genderwahn verursacht Ungleichheit und Diffamierung. Gendern ist eine Diskriminierung gegenüber dem männlichen Geschlecht. Das Einzige was der Genderwahn schafft ist eine Spaltung der Gesellschaft.

Wer bitteschön ist Kund, Russ oder Ärzt? Bei einer sehr kleinen Gruppe von Radikalen Befürwortern, vornehmlich bei den Grünen forcierte Art zu gendern, wird der männliche Part oft verstümmelt. Gerechtigkeit oder Gleichheit sieht anders aus.

Es hat seine Gründe warum eine große Mehrheit der Gesellschaft, auch unter Frauen, diesen Genderwahn ablehnt.

Alles Gute Dir... und bleib gesund.

Gruß, RayAnderson  😏

2 Grafiken dazu, die auch aufzeigen, dass hier eine Entwicklung stattfindet. Lediglich 26% der deutschen Bevölkerung befürworten eine geschlechterinklusive Sprache (Mai 2021). Ein Jahr zuvor waren es noch 9% mehr. Damit ist eine mehr oder mindere Zustimmung oder Befürwortung, innerhalb von 2020 auf 2021, von 35%, auf 26% gefallen. Mittlerweile ist wieder ein Jahr vergangen. Die nächste Statistik wird wahrscheinlich noch deutlicher ausfallen.

So viel zum Demokratieverständnis in Deutschland...

 - (Politik, Sprache, Philosophie und Gesellschaft)  - (Politik, Sprache, Philosophie und Gesellschaft)

Und wie Forschungen ergeben haben, verwendete man bereits im Mittelalter die sog. maskuline Form für beide Geschlechter. Erst später entwickelte sich die weibliche Form, und zwar nicht unbedingt für Frauen, sondern für Dinge oder auch für Männer.

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Generell halte ich Gendern, also gendersensible(re) Sprache, für eine sinnvolle Maßnahme. Gekonnt eingesetzt ist gendersensible Sprache für mich dann, wenn sie aus einer Kombination der verschiedenen Möglichkeiten und nicht aus dem strikten Einsatz einer einzigen Variante besteht. 

Dazu gehört auch, dass man versteht, bei welchen Wörtern eine "gegenderte" Variante angebracht ist und bei welchen nicht, einem klar ist, dass nicht jede Situation/jeder Kontext eine gendersensible Anpassung der Sprache benötigt, und dass nicht jede Form gendergerechterer Sprache (aktuell) gleichermaßen barrierefrei ist.

Außerdem ist gendersensible Sprache kein Allheilmittel, sondern ein Baustein von vielen für eine Gesellschaft, in der Nicht-Männer sichtbarer sind als in unserer heutigen, da durch gendersensible Sprache der männliche Bias im Deutschen abgemindert wird.

Woher ich das weiß:Beruf – eigene linguistische Forschungstätigkeit zum Gendern
kein Allheilmittel, sondern ein Baustein von vielen für eine Gesellschaft

... nein, es ist der Vorschlaghammer, welcher die Gesellschaft nur weiter spaltet.

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@JamesBaxter

Das ist deine Meinung. Meine Antwort repräsentiert meine Meinung.

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@Adomox

Das Gros teilt die Meinung, dass dieser gendern quatsch ist. Natürlich kann die Mehrheit sich irren, aber warum geht man diesen dann so penetrant auf den Sack damit?

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@JamesBaxter

Ich kann dir leider nicht beantworten, warum Leute das Thema immer wieder öffentlich diskutieren.

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@Adomox

... schon mal auf die Idee gekommen, dass wir damit ungefragt konfrontiert werden.. und dies auf eine sehr penetrante Art und Weise?

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@JamesBaxter

Ich werde auch ungefragt mit Sprache und Inhalten konfrontiert, trotzdem thematisiere ich das nicht dauernd.

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@Adomox

Natürlich thematisiert du es ständig.. du bist mit denselben Sprachschatz aufgewachsen wie ich.. dann hast du dieses Neusprech entdeckt und hältst es für den heiligen Gral. Ich kenne nicht eine homosexuelle Person, die diese Sprachverhutzelung, und gesellschaftsspaltende Energie dahinter, toll findet.

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@JamesBaxter
Natürlich thematisiert du es ständig..

Nein, ich thematisiere Dinge, die mir sprachlich ungefragt präsentiert werden, nicht dauernd in der Öffentlichkeit.

dann hast du dieses Neusprech entdeckt und hältst es für den heiligen Gral

Unsinnige Unterstellung.

Ich kenne nicht eine homosexuelle Person

Gendern zielt nicht auf Sexualität ab; ergo weiß ich nicht, welche Autorität hier Homosexuelle haben sollten.

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