Was haltet ihr von einer Technokratie?

Das Ergebnis basiert auf 14 Abstimmungen

Ist schlecht 57%
Find ich gut 36%
Ist ok 7%

8 Antworten

Ist schlecht

Hei, Dude1235, von Politikerwarten wir Führung, Ziele und Ideen. Technokraten erfüllen eine aktuelle Aufgabe, ohne darüber hinaus kreativ zu sein. Das bedeutet politischen Stillstand, von dem keine Impulse zur gesellschaftlichen Weiterentwicklung kommen, woll? Grüße!

Ist schlecht

Da besteht eine hohe Gefahr, dass nur noch nach Brancheninteresse gehandelt wird. In der Demokratie wie sie momentan existiert wird zwar auch viel durch Lobbyismus beeinflusst, allerdings hat da der Wähler noch die Macht, seine Stimme wem anders zu geben, sodass das Wählerinteresse zumindest teilweise noch eine Rolle spielt.

Ist schlecht

Zum einen gibt es sehr viele Arten von Wissenschaftlern, zum Anderen, welche Kompetenz sollte jemand, der sich für gewöhnlich den ganzen Tag in der Kontrollzentrale Eines Kraftwerks oder einem Chemielabor aufhält für Regierungsarbeit haben?

Ich halte das im gegenteil für äußerst kontraproduktiv, weil diese Leute darauf gedrillt sind vor allem funktional zu denken und die in der Regel sehr irritiert sein werden, wenn man irgendwelche Widersprüche oder Bedürfnisse an sie heranträgt.

Eine solche Regierung würde von dem her einer Militärjunta sehr ähneln und das ist kein Modell, dass man dauerhaft haben möchte.

Ist schlecht

Da kümmert sich jeder nur um seine eigene Klientel.

Das haben wir ja zum Teil heute schon, wo bei der Finanzkrise mit Bänkern gesprochen wird, bei dem Dieselskandal sind die Verursacher weit aus öfter im Kanzleramt als die Geschädigten und Landwirtschaftspolitik wird mit dem Bauernverband gemacht.

Unabhängige Experten werden praktisch nicht gefragt.

Ist schlecht

Das ist schlecht und bezeugt unfassbar große Naivität. Der Aberglaube an Technokratien speist sich aus der naiven Vorstellung, diese würden rein rational und unabhängig konkreter Interessen die für alle beste Problemlösung favorisieren.

Aber den tatsächlich vorhandenen Pluralen Interessen einer Gesellschaft wird man nicht gerecht durch Unterdrückung, sondern dadurch, dass man ihnen Entfaltungsspielraum und Repräsentanz zubilligt.

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