Was haltet ihr von einer geburtsbegleitende Hebamme?

10 Antworten

Nun ja - also grundsätzlich hast Du ja sowieso eine Hebamme bei der Geburt dabei. Der Vorteil (wenn man es denn so sieht), ist, dass Du dann eben die Hebamme schon kennst, die Dich entbindet.

Für mich persönlich war das aber auch nix. Ich wollte den Menschen gar nicht kennen, den ich da anschreie ;-).

Die Hebammen (meist ist ja irgendwann Schichtwechsel), die einem während der Geburt so über den Weg laufen, bringen ja auch alle immer etwas neuen oder anderen Input mit. Mir hat es z.B. sehr geholfen, als ich nach dem Schichtwechsel eine andere Hebamme hatte, die mich ganz anders angespornt hat. Da ging es dann plötzlich schneller und besser voran.

Für die Nachsorge allerdings würde ich (gerade beim ersten Kind) die Hilfe einer Hebamme auf jeden Fall in Anspruch nehmen. Sie wiegt das Kind, gibt Dir Ratschläge und Tipps, aber überrennt Dich damit nicht. Eine gute Hebamme weiß, wann sie auf das Bauchgefühl der Mutter vertrauen kann oder wann ein paar Hinweise angebracht sind.

Grundsätzlich finde ich Deine Einstellung aber gut. Lass es auf Dich zukommen (weglaufen kannst Du eh nicht ;-)), vertraue auf den Partner an Deiner Seite und auf die Natur. Du packst das schon! Und die Hebamme wird Dich leiten und Dir soweit helfen wie nötig, damit Du bald Dein kleines Wunder in den Armen hältst.

Alles Gute für Euch!

ne, dass stimmt weglaufen kann ich nicht.(lach)Was die Nachsorge angeht habe ich eine Hebamme.Das halte ich auch für wichtig.Denn ich glaube die meistens Fragen werden kommen, wenn das Kind da ist.

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@envogue123

Ja, das stimmt - solche Sachen wie der richtige Griff beim Baden des Babies, da ist es schon ganz nett, wenn jemand neben einem steht, der einen Blick drauf hat. Da nützt auch alles Lesen oder das Üben mit einer Puppe nur bedingt ;-). Oder auch bei Fragen zum eigenen Körper - es ändert sich ja doch einiges mit und nach der Geburt. Da ist es schön, wenn jemand einem persönlich sagt, dass das alles ganz normal ist und ganz bestimmt langsam besser wird (oder eben im Zweifel auch sagt, dass man damit doch mal lieber zum Arzt sollte).

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Du sprichst wahrscheinlich von einer selbstständigen, freiberuflichen Hebamme, die "Belegbetten" im Krankenhaus hat. Die dir also eine Eins-zu-Eins-Betreuung anbietet und dich als Fachfrau für Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett vom ersten Tag der Schwangerschaft bis zum Ende der Stillzeit eigenverantwortlich und kompetent betreut und begleitet. Zu Beginn der Geburt (also in der Latenzphase) bei Bedarf schon zuhause, ansonsten triffst du sie bei Wehenbeginn oder Blasensprung eben nach telefonischer Absprache im Krankenhaus.

Du bist dann nicht betroffen von Schichtwechseln und läufst nicht Gefahr, an eine dir unbekannte Krankenhaus-Hebamme zu geraten, mit der vielleicht die "Chemie" nicht stimmt. Auch kann dir dann egal sein, wie viel gerade im Kreißsaal zu tun ist, denn du hast "deine" Hebamme, die deine Bedürfnisse und Wünsche kennt.

Ich arbeite nun seit fast dreißig Jahren als angestellte Hebamme im Krankenhaus. Natürlich sind die Hebammen da auch kompetent, empathisch und nett und versuchen, auf dich einzugehen. Aber wir können eines nicht garantieren: Zeit!

Habt ihr schon Erfahrungen?

Ja, ich hatte bei meinen Kindern "meine" Hebamme und ich würde es immer wieder so machen.

Alles Gute für dich und eine gesunde und tolle Schwangerschaft und Geburt!

Oh ja, das Spiel mit dem Schichtwechsel.
Ich wollte immer "meine" Hebamme haben, allerdings gibt es bei uns weit und breit keine freiberufliche Hebamme, die Geburten begleiten darf (da die Versicherung ja so unfassbar teuer ist). Für meine zweite Schwangerschaft hatte ich mir in der nächstgrößeren Stadt ein Geburtshaus gesucht und dort eine tolle Hebamme gefunden, in der Hoffnung, dort eine entspanntere Entbindung zu haben, konnte das für die Geburt dann aber leider nicht in Anspruch nehmen, weil das Kind zu früh und sehr schnell kam. Ich landete wieder im städtischen Krankenhaus und die Beleghebamme dort hastete die ganze Zeit zwischen 3 Frauen hin und her und versuchte alle 3 noch vor dem Schichtwechsel zu entbinden.

Ich hätt viel lieber eine Hebamme gehabt, die Zeit hat, mir Zeit gibt und von mir aus die gaze Zeit um mich "herumwuselt", als dieser Stress, den die Hebamme dort machte, ständig rein in den Raum, raus aus dem Raum, und dann war sie nicht mal da, als die Presswehen anfingen, weil sie gerade bei einer anderen Frau war und mein Mann rannte los, um sie zu suchen, weil ich keinen Rufknopf hatte. (Ich hab nachts entubunden und bei uns im Krankenhaus ist nachts nur eine Hebamme da...tagsüber sind sie zu zweit).

Nichts gegen die Hebamme, die war toll, aber es war leider super stressig so.

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@MaraMiez

Ja ich weiß,die Zeit in Krankenhäuser ist begrenzt.Bin selbst Krankenschwester, jedoch arbeite ich im Intensivbereich.Also fremd wäre mir die Situation nicht.(grins)

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Eine Geburt ist immer eine ganz spezielle Situation. Manche Frauen werden unter den Wehen zu Furien, andere ganz zahm.

 Von der ersten Wehe an, bis zur eigentlichen Geburt kann es STUNDEN dauern - bei mir waren es insgesamt 18 Stunden *uff* (kann aber auch viel schneller gehen :-) ), und ich hätte nicht gewollt, dass dann ständig immer jemand um mich herumwuselt... (hab mir ruhige Musik eingelegt und versucht mich ganz bewusst zu entspannen)

Im Krankenhaus selbst hast Du sowieso eine Hebamme die Dir beisteht und Dir hilft. Oft kann man die Hebamme und den Kreissaal schon vorher besichtigen.

Mir persönlich hat ein Geburtsvorbereitungskurs mit seinen Informationen sehr geholfen.  Hier wurde uns gesagt, wir sollen in die Klinik gehen, wenn die Wehen alle 10 Min. kommen (je nachdem wie weit man in die Klinik hat). So hab ich es gemacht und es hat dann trotzdem noch 7 Stunden gedauert...

Auf jeden Fall: Je ENTSPANNTER Du der Geburt entgegen siehst und auch so in den Kreissaal gehst, desto LEICHTER geht  auch die Geburt vonstatten.

Alles Gute !

Vielen Dank, für dein Erfahrungsbericht.Das mit der Musik wurde mir auch empfohlen,dass finde ich eine gut Sache

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