Was haltet ihr von Eigentum?

10 Antworten

Unser Eigentum basiert zu großen Teilen auf Verbrechen. Irgendwann kam jemand an, schlug jemand anderem den Schädel ein und meinte, das sei nun seins. Und darauf basiert unser Eigentumsverständnis bis heute. Doch mit welchem Recht?

Wir kommen mit Nichts auf diese Welt - und wir verlassen sie mit Nichts. Dazwischen glauben wir, uns gehöre alles... Es ist dringend nötig, dass wir uns alle als GÄSTE auf dieser Welt begreifen! Ein Gast zerstört nicht das Heim seines Gastgebers und plündert es aus. Ein Gast verlässt seinen Gastgeber im Idealfall besser, als er ihn vorgefunden hat und schädigt ihn in keiner Weise. Dieses Verständnis sollte oberstes Gebot - neben der Nachhaltigkeit und Menschenrechten - für alle Menschen werden. Das bedeutet, dass es auch keiner Demokratie unterworfen werden darf. Sowas darf niemals abwählbar sein.

Es dürfte kein Eigentum an Teilen dieses Planeten geben. Grund und Boden müssten unveräußerbar sein - und die Rechte der Natur wiegen genau so schwer wie die der Menschen. Auch gesellschaftlich lebenswichtige Güter sollten in Gemeinbesitz sein und bleiben. Krankenhäuser, Infrastrukturen, Energieerzeugung, Wasser, Schulen - auch Bodenschätze etc. Und bei den Produktionsmitteln geht es weiter; die Ausbeutung des Menschen und der Natur durch den Menschen muss enden.

Bei persönlichen Dingen kann und darf es natürlich Eigentum geben; mein Bett, meine Zahnbürste, meine Klobrille, mein Schlüpper. Aber schon bei Individualverkehrsmitteln wirds überlegenswert. Die allermeisten Autos stehen die allermeiste Zeitr nur rum. Das raubt Unmengen an Platz und Ressourcen. Das könnte bereits anders und besser organisiert sein.

Eigentum ist eine feine Sache!

Eigentum sollte natürlich vererbt werden, es sollte nicht mit Waffengewalt (also Privateigentum) verteidigt werden. Grenzen fallen mir keine ein. Wenn jemand Eigentum hat, sollte er es auch nutzen können oder Nutzen daraus ziehen können.

Kollektiveigentum ist immer ein Anlass zu Streit und Gewalt.

es sollte nicht mit Waffengewalt (also Privateigentum) verteidigt werden. 

Dann wäre Eigentum nutzlos, weil es jederzeit weggenommen werden kann.

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@VirageXO

Verteidigst Du Dein Auto mit der Pistole? Ich vertraue da eher auf das Rechtssystem. (Naja.....)

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@turalo
Verteidigst Du Dein Auto mit der Pistole?

Sicher.

Ich vertraue da eher auf das Rechtssystem. (Naja.....)

Klar, ich doch auch.

Und das Rechtssystem gewährt mir mit § 32 StGB/§ 227 BGB das Recht, jedes Individualrechtsgut ohne Berücksichtigung einer Angemessenheit, Verhältnismäßigkeit oder sonstigen Güterabwägung zu verteidigen, weil staatliche Hilfe regelmäßig nicht sofort zu bekommen ist.

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Selbst wenn wir alle nur Besitzer sein würden, müsste es jemanden geben, der Eigentümer der Sachen/Dinge ist, die wir nur besitzen.

Ich hoffe, ich habe dich jetzt nicht verwirrt.

Der Vermieter einer Immobilie ist der Eigentümer (rechtliche Herrschaft) und der Mieter ist der Besitzer (tatsächliche Verfügungsgewalt).

Geh doch mal anders herum vor: Was wäre, wenn es kein (Privat-)Eigentum gäbe?

Vielleicht könnte die Klimakreise gestoppt werden und alle wären glücklicher und sicherer. Was ist dein Argument?

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@aberli

Oder Chaos würde ausbrechen weil keinem irgendwas gehört und jeder den anderen dafür abschlachtet.

Du bist wieder.

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@aberli

Wer würde irgendwas anbauen? Selbst wenn man etwas pflanzt, kann jeder davon ernten. Was isst du also?

Wo wohnst du? Die Hütte, die du dir selber zusammenbaust, wird dir von einem anderen genommen, der stärker ist als du.

Was ziehst du an? Etc.

Selbst in der Steinzeit gab es sicher das Konzept Eigentum: unsere Höhle, meine Keule, mein Beil. Ich hab das Mammut erlegt, also darf ich über die Verteilung bestimmen und mir anschließend ein Kleidungsstück aus der Haut machen.

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Eigentum ist immer sinnvoll, denn ich lehne es ab, meine Zahnbürste und Unterhosen mit anderen zu teilen.

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