Was haltet ihr von diesem Buchanfang?

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5 Antworten

Die Begeisterung der anderen User hier kann ich nicht teilen. Dein Text strotzt vor Kommafehlern, teilweise auch Rechtschreibfehlern und stilistischen Patzern. ich fang mal oben an:

Am Anfang war nichts. Kein Mensch, kein Tier nicht einmal das kleinste Lebewesen. Wenn dort nichts war - gar nichts - kannst Du den zweiten Satz weglassen. Nichts ist nichts, das braucht keine Erläuterung.

Alles schien so unglaublich merkwürdig zu sein. Wo ich nur hinsah sah ich nichts als eine kalte weiße Leere. Wo war ich bloß, etwa in einer Art Zwischenwelt, einer Welt zwischen Leben und Tot? Ich schloss die Augen. War ich wirklich tot? Kommasetzung und Rechtschreibung: Der Tod wird am Ende mit D geschrieben, tot mit t.

Der Gedanke gefiel mir nicht und ich fing an zu weinen, als wäre ich vom Glück immer verlassen worden. Ich wälzte mich am Boden und weinte so bitterlich wie ich es nie in meinem Leben je erwartet hätte. Wenn dort, wie Du oben schreibst, nichts war, wo kommt dann plötzlich der Boden her? Weiter -  das Dir der Gedanke, tot zu sein, nicht gefallen hat, dürfte ohnehin klar sein. Auch die Formulierung ist unglücklich gewählt. Wie wäre es mit: Ich begann zu weinen. Ich weinte wie nie zuvor in meinem Leben. Lebte ich denn noch? Ich weinte und spürte nichts.

Als ich mich dann nach einiger Zeit wieder beruhigt hatte sah ich, dass auch ich weiß geworden war. Ich trug ein weißes T-Shirt mit einer ebenfalls weißen Hose und weißen leichten Schuhen. Was sollte das? Wollte mich jemand zum Narren halten, war das vielleicht sogar ein Spiel? Nanu, eben noch völlig verzweifelt und nun glaubst Du an ein Spiel? Das wird Dir kein Leser abnehmen. Schreib doch lieber, was wahrscheinlicher ist, nämlich dass Du völlig verwirrt bist und nicht weißt, wie Du das alles deuten sollst.

Um endgültig zur Ruhe zu kommen setzte ich mich zu Boden. Schon wieder der Boden, der da eigentlich gar nicht sein dürfte...Willst Du zur Ruhe kommen oder lieber wissen, was da eigentlich los ist? Das wäre folgerichtig, und darauf deutet auch dein nächster Satz hin:

Dann fiel mir ein, was mir am Morgen passiert war. Eigentlich war ich  nur ganz normal zur Schule gelaufen wie an fast jedem anderen Tag auch. Hätte es nicht so bleiben können? Nein es geschah wie aus heiterem Himmel: Ein Fahrradfahrer schnitt mich an einer Weggabelung und warf mich, ich glaube es war nicht mal seine Absicht gewesen in den angrenzenden See. Wie hat der Radfahrer denn das angestellt? Hast Du nicht eher das Gleichgewicht verloren und bist von selbst in den See gestürzt?

Ich paddelte wie verrückt um mein Leben, da ich nicht schwimmen konnte, ich paddelte und paddelte so lange bis mir die Luft wegblieb. Die Verzweiflung, die ein Ertrinkender verspürt, kommt in diesem Satz nicht zum Ausdruck. Du solltest beschreiben, wie das Wasser immer höher stieg, wie es in Mund, Nase, Augen eindringt, wie Du um Hilfe geschrien hast... Wieso hat Dich da übrigens niemand gehört? Um diese Zeit - zur Schulgehzeit - warst Du ganz allein auf der Straße? Um diese Zeit gehen doch eigentlich viele Leute zur Arbeit und so weiter. und wieso war der See gleich am Ufer so tief, dass Du darin ertrinken konntest?

Wahrscheinlich war ich ertrunken und zu gleich erstickt. Man kann immer nur einen Tod sterben. Es wird nicht schlimmer oder anschaulicher durch zwei Todesarten.

Mir floss eine Träne die Wange herunter über den Hals bis auf mein Shirt. Doch ich versuchte stark zu bleiben. Ok.

Mit geballten Fäusten lief ich los, irgendwo musste doch etwas zu finden sein, so konnte mein Lebensende doch nicht ewig sein. Sorry, das geht gar nicht. Du solltest beschreiben, was Du finden wolltest und das Du ein Ende dieses Zustandes angestrebt hast. Ein "ewiges Lebensende" gibt es nicht. Der Tod ist für immer, aber nicht das Lebendende. Das stellt eine Übergangsphase dar, die irgendwann zu Ende ist.  Außerdem bist Du sicher nicht gleich einfach so losgerannt, sondern hätest erst mal versucht, wie es sich in dieser Scheinwelt fortbewegen lässt. Wie wäre es so: Vorsichtig setzte ich einen Fuß vor den anderen. Dann noch einmal. Und noch einmal, diesmal schneller. Dann begann ich zu laufen. Irgendwo hin. ich wollte sehen, ob es hier wirklich nichts gab. Ob diese weiße Leere ein Ende hatte.

Also: Ganz viel an Deinem Schreibstil arbeiten, an Satzbau, Grammatik und Ortografie.

Ich finde die Idee schon ganz nett. Hier und da sind ein paar Fehler und der Schreibstil ist noch etwas ungeschliffen, aber das ist am Anfang ganz normal.
Ich gehe jetzt nur auf ein paar Auffälligkeiten ein, über die ich beim Lesen gestolpert bin:
"Alles schien so unglaublich merkwürdig zu sein"
Merkwürdig ist sehr wage und hilft dem Leser nicht wirklich sich in die Situation hineinzu versetzen. Warum ist es merkwürdig? Meinst du vielleicht eher unwirklich? Wie ist es mit Geräuschen? Gibt es welche? Kann die Person sich zum Beispiel selbst hören?
Ich würde auch "Der Gedanke gefiel mir nicht" weglassen und direkt zum Weinen kommen. Hier steht dann auch gleich, dass sich die Person auf dem Boden wälzt. Wenige Sätze später steht allerdings: "Um endgültig zur Ruhe zu kommen setzte ich mich zu Boden." Ist die Person denn zwischendurch aufgestanden? Kleiner Gedankenfehler.
Abgesehen von diesen beiden Dingen (und den Rechtschreibfehlern und ein paar falschen Worten), gefällt es mir schon recht gut. Es ist interessant und man wird neugierig wie es weiter geht. Für einen ersten Entwurf reicht das daher schon aus. Am Ende geht es mir allerdigns etwas schnell und generell würde ich gern etwas mehr Atmosphäre haben, sodass sich der Leser richtig gut mit dem Charakter identifiziert. Das sind aber alles Digne an denen man auch im Nachhinein arbeiten kann.
Solltest du mal einen Betaleser brauchen oder ein paar Tipps haben wollen wie man bestimmte Dinge schreibt etc., würde ich dir Enny empfehlen. http://www.enny-wilsbrook.com/
Einfach über die angegebene Mailaddresse oder das Kontaktformular bei ihr melden.
Schln fleißig weiterschreiben und an dir arbeiten, viel Spaß haben und dann wird das alles :D

Ich finde, dass dir der Text sehr gelungen ist :) eventuell würde ich ein paar Absätze für einen besseren Überblick einbauen.

Aber ich habe einen Fehler entdeckt in Zeile 12 statt "Dann viel mir ein..." musst du schreiben: "Dann fiel mir ein..." (Infinitiv: auffallen)

Viel Glück beim weiteren Verfassen des Buches.

Also ich finde es gut geschrieben..... und das meine ich ohne Sarkasmus. Ist echt toll.👍

Mfg.
SixFeedUnder

Unausgegoren und holprig

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