Was haltet Ihr von der Zwei-Klassen-Medizin?

Das Ergebnis basiert auf 40 Abstimmungen

Zwei-Klassen-Medizin ? Weg damit ! 37%
Meine Meinung dazu ohne mich festzulegen: 32%
Zwei-Klassen-Medizin find ich juut ! 30%

51 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet
Zwei-Klassen-Medizin ? Weg damit !

Ein Schlag im Gesicht ist es.

Woher nimmt man sich das Recht die Menschen nach Klassen zu behandeln?

Schon mal darüber nachgedacht, dass die neuen medizinischen Geräte, die da so bei den Ärzten rumstehen nur bezahlt werden können, weil es eine zwei Klassenmedizin gibt?!

Die privat Versicherten zahlen so indirekt die Rechnungen der Gesetzlichen mit!

Also wer den Fortschritt in der Medizin bremsen möchte, der sagt "Weg damit."

Ich bin für eine Ein-Klassenmedizin auf dem Niveau eines Privatversicherten zum Preis der gesetzlichen Krankenversicherung!

Jedenfalls kann man davon ausgehen, dass wenn hier Änderungen vorgenommen werden, es für alle teurer, aber wohl nicht besser werden wird.

Ciao!

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@gufraflo

Es ist ja wohl besser, wenn alle gleichviel für die Krankenversicherung einzahlen würden und dafür auch alle ein Maximum einer gesundheitlichen Betreuung erhalten.

Und es geht ja hier nicht allein darum, ob es mehr kostet, sondern auch darum, dass man als gesetzlich Krankenversicherter ständig vor den Kopf gestoßen wird. Beispielsweise bei langen Wartezeiten für MRT-Termine.

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Zwei-Klassen-Medizin find ich juut !

Zuallererst, es gibt keine echte Zweiklassenmedizin in Deutschland.

Bei der Akutversorgung und bei chronischen Krankheiten bekommt jeder dieselbe Behandlung. Insbesondere die Versorgung von Kindern (regelmäßige Untersuchungen, Impfungen...) zeigt keinerlei qualitativen Unterschiede.

Die größten Unterschiede ergeben sich in administrativen Dingen, d.h. Privatversicherte habe wesentlich mehr Freiheiten (Arztwahl; Krankenhauswahl..) und sind sich der aktuell abgerechneten Kosten und Diagnosen durch die Rechnungstellung eher bewusst und dadurch auch oft mehr in der Diskussion mit dem Arzt.

Chefarztbehandlung und Einzelzimmer sind tarifabhängig; genauso wie die höhere Kostenübernahme bei Zahnersatz etc.

D.h. letztlich bezahlt man auch höherer Beiträge um eine bessere Risikoabdeckung (Kosten/Nutzen) zu bekommen.

Nicht zuletzt steht jedem Menschen frei sich eine Zusatzversicherung zu nehmen, die einen Teil der (meist eingebildeten) Ungerechtigkeiten und Mehrleistungen bezahlt. Zur Zeit gibt es ~24 Millionen Zusatzversicherungsverträge, mal gespannt wie die roten Rüben das in ihre Neiddebatte integrieren.

Ich sehe da zur Zeit noch ganz andere Probleme, nämlich die Verwirtschaftlichung der Krankenhäuser, den damit bedingten Personalmangel (durch Einsparungen) und die dadurch bedingte kritische Versorgung aller. Man mag gar nicht mehr ins Krankenhaus gehen, weil man den Eindruck hat, dort jedem zur Last zu fallen mit ganz bodenständigen Wünschen wie sauberen Verbänden, sauberer (regelmäßig gewechselter) Bettwäsche, Hilfe bei Toilettengängen wo nötig. Ich habe jetzt wieder zwei Positivbeispiele erlebt, einmal auf einer normalen Station, wo jeder bemüht und freundlich und sehr hilfsbreit war und einmal auf einer privaten Station, wo interessanterweise eher Zeitmangel bzw. Hetze herrschte, aber die Atmosphäre auch eher war "alles gut, hier wird Ihnen geholfen". (Beispiele als Besucherin erlebt). Davor auf zwei anderen Stationen: Normale Station, eine Pflegekraft für 40 Patienten in einer Nacht, Betten massenhaft auf dem Flur, teilweise wurde falsche Behandlung vorgeschlagen (Insulinspritze wurde angeboten, obwohl Patientin keine Diabetes hatte), teilweise mussten Patienten mit Schmerzen oder anderen Anliegen wie Toilettengang sehr lange (bis zu mehr als einer Stunde) warten.

Ganz chaotisch war die Notaufnahme, wo man das Gefühl hatte, gar nicht ernst genommen zu werden - okay, da war auch ein Notfall/ schwerer Unfall in der gleichen Nacht, aber es wurden auch Patienten wieder weggeschickt (älteres Ehepaar, offenes Bein des Patienten), die nicht wussten, wie sie es überhaupt ins Taxi schaffen sollten.

Ich könnte noch mehr Beispiele aufzählen von Zeitmangel, Überforderung, unsensiblem, schmerzenverursachenden Patientenumgang, beleidigendem Patientenumgang, teilweise etwas, das an Hilfeverweigerung grenzt. Lest euch mal die Bewertungen der Krankenhäuser in eurer Umgebung durch - da werdet ihr staunen, was Patienten alles berichten/ erdulden mussten!

Und DAS muss sich ändern!

Es kann nicht sein, dass Menschen nicht zum Arzt gehen, weil man ihnen vermittelt hat, dass sie nur auf hohem Niveau jammern! Natürlich weiß man normalerweise nicht, was man hat und es könnte etwas ganz Harmloses sein - aber was, wenn es anders ist und man nicht zum Arzt ging, weil man nicht als "Lapalienfall" angesehen werden wollte?

Ich habe jetzt schon mehrere Berichte von Patienten gehört, die nach Hause geschickt wurden, vor oder nach der Behandlung, ohne eingetlich alleine nach Hause kommen zu können (weil sie nicht laufen oder schlecht sehen konnten oder ihnen sehr schwindelig war und sie sich nicht auf den Beinen halten konnten) - und die nicht wussten, wie sie dort alleine zurecht kommen sollten. Trotzdem werden sie nach Hause geschickt. Ich frage mich, wie viele Patienten in Zukunft lieber zu Hause bleiben, bis es zu spät ist, als ihre Ärzte "zu belasten" - besonders die älteren, ärmeren, die gelernt haben, sich lieber bescheiden zurückzunehmen und keinem zur Last zu fallen.

Ich hätte nichts gegen ein Zwei-Klassen-System, wenn die erste Klasse echten Luxus, das Einzelzimmer, das edlere Bett, die teurere Bettwäsch etc. bekäme, aber schon, wenn es an der Grundversorgung und an Faktoren zum Gesundwerden hapert.

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