Was haltet ihr von der Sache mit dem Geld?

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14 Antworten

Nun Geld hat sich geschichtlich durchgesetzt, weil es den Handel erleichtert. Es ist durchaus möglich zwischen Staaten einen reinen Tauschhandel einzurichten, oder vielleicht mit einer reinen Tauschwährung zu arbeiten. Das wäre sogar besser als das jetzige System, da es einen ausgeglichenen Außenhandel erzeugt und wir nicht mehr unsere Waren für wertloses Geld verschenken können.

Auf privater Ebene würde sicherlich recht schnell eine Tauschware zur neuen Währung aufsteigen, vielleicht Silber/Gold.

Auch beim Geld muss man zwischen verschiedenen Geldsystemen unterscheiden. Wir leben derzeit in einem Schuldgeldsystem, das bedeutet, dass nahezu alles neue Geld durch Schulden entsteht, z.B. ein Kredit bei einer Bank.

Dieses verzinste Schuldgeldsystem muss regelmäßig zusammenbrechen (das ist das was wir derzeit als Wirtschaftskrise bezeichnen) und wird früher oder später verschwinden, da der Zins eine konstante Umverteilung von Arm auf Reich bewirkt. Hier liegt auch der Grund warum das Geld als so essentiell wichtig dargestellt wird, damit ja niemand das System hinterfragt, denn die Superreichen verdienen sehr gut dadurch. Derzeit dient der Mensch dem Geld und nicht umgekehrt.

Deutlich besser wäre ein Schwundgeldsystem, das bedeutet, dass das Geld bspw. jeden Monat einen kleinen Teil seines Wertes verliert, sagen wir mal 3%. Dieses Geld könnte dann der Staat anstelle der Steuern für seine täglichen Ausgaben erhalten und zusätzlich noch ein bedingungsloses Grundeinkommen finanzieren, aber das ist ein anderes Thema :-)

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Geld im Tausch mit Gütern oder Dienstleistungen macht ja Sinn. Allerdings geht unsere Wirtschaft mehr und mehr dazu über, einen Handel nur mit Geld (Aktien, Wertpapieren, Krediten usw.) einzuführen, bei dem gar keine Güter oder Dienstleistungen mehr im Spiel sind. Das führt dazu, dass Menschen, die Geld haben, immer bessere Chancen haben, reich zu werden, während diejenigen, die Waren oder Dienstleistungen produzieren, immer schlechter gestellt werden.

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Geld ist eigentlichnichts anderes als ein tauschmittel, es hat nur den Vorteil das es handlicher ist und du es besser "lagern/sammeln" kannst als andere Güter! 

Und es gibt ja durchaus noch naturbelassene Völker die völlig ohne auskommen weil sie halt andere Dinge des Alltags direkt tauschen 

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Kommentar von Eirene2007
31.08.2015, 13:18

Ich finde es nur teilweise fraglich, was für (Geld-)werte der Mensch den einzelnen Produkten zu ordnet. Und das er sich bei manchen Produkten/ Waren überhaupt erdreistet dafür Geld zu verlangen...
Da fände ich tauschen (jeder produziert das, was er produzieren/anbauen kann) irgendwie WERTvoller.

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Das problem beim Tauschgeschäft ist ja das einer was hat und der andere was will. In unsere gesellschaft haben wir uns geeinigt das ein Stück papier mit einer 5 drauf die z.B. 2 KG Äpfel beschaft.

In einem Tauschsystem ohne wärung wäre das anders. Ich hab ein Huhn und möchte ein paar Schuhe. Der Schuhändler möchte aber kein Huhn sondern eine Tasche. Also muss ich erst jemanden finden der Huhn gegen Tasche tauscht um dann Tasche gegen Schuhe zu tauschen.

Würde ich mit meinem Huhn überall bezahlen können wäre es ja wieder eine Währung nur das es kein Papier wäre sondern in Tieren. 10 Kühe fürs neue Auto und 1 Schwein fürs Fahrrad ist nix anderes als 10 000 € fürs auto und 300 fürs Fahrrad. Nur das scheine besser transportabel sind.

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Primitiv, du müsstest einen Großteil deiner Zeit dafür aufwenden einen geeigneten Tauschpartner zu finden, z.B. einen frischgefangen Fisch gegen ein Fell, wenn der mit dem Fell aber keinen Fisch will, sondern einen Räucherschinken, dann musst du erstmal jemanden finden, der einen Räucherschinken gegen einen frischen Fisch tauscht und wenn du dich nicht beeilst, ist der Fisch vergammelt und nichts mehr wert. Würde man so wirtschaften, würde wir heute noch in der Steinzeit leben. Vielleicht ist auch das der Grund warum sich manche Urvölker nie weiterentwickelt haben (ist nicht wertend gemeint), weil sie kein Geld- und Zinswesen hatten, weswegen ihre Zivilisationen nie Fortschritt und Wachstum erlebt haben.


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Kommentar von Eirene2007
03.09.2015, 08:36

Ist dieser Fortschritt den der Mensch bis jetzt gemacht hat denn wirklich notwendig gewesen? Ich finde der Mensch legt durch das Geld ganz falsche Prioritäten. Es ist wichtiger mit nem schicken Auto durch die Gegend zu düsen, anstatt sich darüber einen Kopf zu machen, was diese Maschinen der Welt antun, in der wir mit den anderen Lebewesen der Erde zusammenleben...

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Naja. Der Handel mit Geld ist ja auch nur ein tauschgeschäfft, was für alle Beteiligten von Vorteil ist. Was ist das Problem beim Handel mit Waren abseits von Geld? Die waren werden von der einzelnen Person evtl. Nicht gebraucht. Das würde dafür sorgen, dass die Leute mehr suchen müssen um einen Tauschpartner zu finden. In der Stadt mag das vielleicht noch gehen, auf dem Land wird es schwerer. Was ist also der Vorteil von Geld? Ich gebe dir eine Sache, die du gegen andere Sachen eintauschen kannst.

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Im Grunde ist unser Geld doch nicht anderes als ein universelles Tauschmittel. Wenn wir uns etwas anderes als Geldersatz nehmen werden wir sehr schnell wieder bei der aktuellen Situation sein nur Geld ist dann XXX.

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Unsere Gesellschaft ist eine Handels- und Tauschgesellschaft. Früher hat man vielleicht Fleisch gegen Brot getauscht, daber das setzt voraus, dass jedermann erwas lebensnotwendiget produziert. In unserer Gesellschaft werden aber eben auch viele sachen Sachen hergestellt, die man nicht essen kann oder zum Wohnen braucht, einfach weil sie unser Leben leichter und angenehmer machen. In diesem Fall ist eine Währung als Zahlungsmittel das fairste da man deren Wert kennt und dieser für jeden gleich ist. Man tauscht sozusagen Waren gegen Geld.

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Und was gibst du dem Tauschpartner ( also mir) wenn du ein neues Handy willst? oder ein Auto? oder ein Haus? Ich hätte alles, brauch es aber nicht zwingend, also mach mir ein Angebot.

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Im Tausch gegen Waren,Güter oder Gegenständen kann man auch Dienstleistungen anbieten. Wird bei uns auf den Dörfern heute noch gerne gemacht. " Für die Menge Brennholz schneide ich dir die Hecke und mähe deine Wiese"

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Beispielsweise eine reine Handels- und Tauschgesellschaft?

Das wuerde am Ende auf das gleiche hinauslaufen. Man waere bloss entsprechend eingeschraenkter, da man immer Leute finden muesste, die das gewuenschte Produkt haben und das eigene angebotene Produkt haben wollen. Dann doch lieber Scheine, Steine, Muscheln oder sonstwas als Zwischending.

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Vor dem klassischen "Geld" hat man meistens nicht einfach 1 Huhn für 1 Schuh getauscht o.ä. Es war eher wie ein Kredit system, zumindest in kleinen Gemeinden, du gibst ihm ein Huhn und dafür wird er dir in Zukunft auch etwas geben/eine Arbeit leisten die ungefähr den Wert eines Huhns hat. 

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Würde heute nicht funktionieren da es zuviele konsume und Güter gibt, ich kann z.b. als Bäcker nicht die Kfz werkstatt mit Brötchen bezahlen wenn diese mein Auto reparieren.

Aber Bargeld soll ja in absehbarer Zeit ja abgeschafft werden.

LG

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Im Kommunismus wird auch Geld abgechafft. 

Das hat gravierende Auswirkungen. Geld ist ja neben dem u.g. Tauschmittel auch ein Wertaufbewahrungsmittel und ermöglicht somit Macht, Bestechung, Raub, u.v.a.m.  

Im Kommuismus ist Tausch eigentlich nicht vorgesehen als Hauptinstrument der Versorgung.  Jeder kriegt was er braucht Wohnung Essen, Kleidung etc.- je nach dem wie man das in demokratischen Entscheidungen festgelegt hat.

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