Was haltet ihr von der Entwicklung, dass weihnachtliche Programme aus deutschen Schulen verschwinden, um anders Gläubige zu respektieren?

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13 Antworten

Sehr interessante und "armselige" Antworten stehen schon hier. Armselig deshalb, weil niemand darauf eingeht, was Weihnachten eigentlich gefeiert wird.

Man macht sich Sorgen um Andersgläubige, um Weihnachtsmärkte und Religions-Unterricht an den Schulen....

Was wird Weihnachten gefeiert?  - die Geburt von Jesus. Also ist Weihnachten ein christliches Fest. Punkt. 

Da wird über Glauben und Religion gewettert, was das Zeug hält. Aber die Feiertage, ja die nehmen wir doch alle gerne in Anspruch als bezahlte freie Zeit, oder?

Dass Religionen immer wieder als Grund für Kriege und Gemetzel herhalten mussten, ist mir vollkommen klar.  Herhalten mussten!...  Gäbe es Religionen nicht, würde man eben andere Gründe dafür finden. 

Ich wünsche Euch allen gesegnete, friedliche Weihnachten. 

Ich finde das in Ordnung, solang es sich um den halb-religiösen und kommerzialisierten Kitsch handelt, mit dem ich während meiner Schulzeit konfrontiert wurde. Wenn du mir ein Beispiel für ein unbedingt notwendiges Ritual o.ä. liefern kannst, ändere ich gerne meine Meinung. Christliche Gottesdienstbesuche sowie Wichtelgeschenke jedenfalls waren mir immer ein absoluter Graus, eben weil sie erzwungen und nicht freiwillig waren. Nur weil es "harmloser" Zwang ist, macht das den Zwang nicht weniger problematisch. Tradition und Ritual nur der Tradition und des Rituals wegen ("weil wir es halt schon immer gemacht haben und die Kinder es mögen") halte ich insbesondere in Schulen für bedenklich.

Die Extremform wäre es, wie in den USA die Nationalhymne singen zu müssen, um seine eigene "Freiheit" zu zelebrieren. Aber wehe, einer singt nicht mit, dann hat der wohl anscheinend was gegen "Freiheit"! Diese emotionale Überladung erzieht unsere Kinder zu irrationalen Hysterikern, die ihre Kultur für eine Art Fußballclub halten, dessen Hooligans sie sind und für den sie sich möglichst laut ins Zeug legen müssen, um zu beweisen, dass sie zu "uns" dazugehören. Dadrin ist das Ausschließen anderer schon enthalten.

Und Weihnachten als "kommerzieller Rausch" umgibt unsere Kinder schon so unnatürlich stark von allen Seiten, das müssen wir nicht noch befeuern. Als ob diejenigen, die kein Wichtelgeschenk bekommen, davon sterben würden. Die Idee, dass auch die Schule Weihnachten zu einer Festzeit erklären muss, damit auch ja kein Kind "zu kurz kommt", nur weil seine Familie z.B. zu arm für Geschenke ist, ist absoluter Schwachsinn. Die "Kultur des Vergleichens" der Wertigkeit der Geschenke wird damit nur noch verstärkt und es kann sich wirklich niemand mehr dieser Kommerzialisierung entziehen. Die ständige Überbetonung der angeblichen kulturellen Begründung für diese Kommerz-Orgie schließt eher diejenigen, die nicht mitmachen (dürfen/wollen), noch mehr aus, als dass es sie integriert. So war es zumindest an meiner Schule.

Meiner Meinung nach hat Religon in der Schule ohnehin nichts zu suchen, sollte endlich endgültig zur Privatsache erklärt werden. Dennoch können Religionen/religiöse Bräuche zum Unterrichtsstoff gehören, aber nicht deren Ausübung in der Schule.

Ganz meine Meinung, danke dafür.

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Ich finde das gut, auch wenn ich die Begründung "Respekt gegenüber Andersgläubigen" für heuchlerisch halte: Wäre das so, würde ja nicht allein über einen Islam-Unterricht nachgedacht, sondern auch über einen koptischen, orthodoxen, hinduistischen, Zeugen-Jehovas-Unterricht usw...
Respekt vor Andersgläubigen ist ja schließlich nicht abhängig vom zahlenmäßigen Anteil an der Gesamtbevölkerung.

Ganz Klar: Es geht mir nicht darum, Weihnachten komplett abzuschaffen, wie auch immer das gehen sollte, sondern darum, Religion nicht mit staatlichem Bildungsauftrag zu vermischen.

Deswegen bin ich auch gegen die Einführung eines Islam-Unterrichts an Schulen. Und ich wäre auch dafür, rein christlich betriebenen Schulen wie z.B. Jesuiten-Internaten die staatliche Anerkennung zu entziehen und damit die Fördermittel.
Natürlich müssten auch sämtliche Kruzifixe in Klassenräumen abgehängt werden, anstatt irgendwann evtl. die Fahne des Propheten daneben zu hängen, denn das hielte ich für den völlig falschen Weg.

Ich bin zwar völlig einverstanden mit der Aussage, das die Geschichte des westlichen Europas christlich geprägt ist, meine aber, dass dies noch lange kein Grund ist, kritiklos und unveränderbar am Einfluss der beiden europäischen Großkirchen auf die Gesellschaft festzuhalten. Schließlich leben wir in keinem Gottesstaat, sondern in einer Demokratie mit einem Grundgesetz. Und deshalb sollte endlich klar zwischen Schulbildung und religiöser Erziehung getrennt werden, damit Schulkinder sich unvoreingenommen ein eigenes Bild und Urteil fassen, sich selbst frei entscheiden können, wie sie sich zu einer christlichen oder anderen  Religion positionieren.

Denn ich halte Religion und Glauben für reine Privatsache.


So, noch mal meinen Beitrag durchgelesen und nachgedacht:
Meine Antwort geht größtenteils an der Frage vorbei, Sorry dafür.

Weihnachtliche Programme ohne christliche Inhalte an Schulen finde ich gut und wichtig.

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@Neapelgelb

Oh, geht gut. Ich rede dabei nur von der Vorweihnachtszeit,
nicht von Heiligabend und Christmette. Wenn diese Zeit ohne Krippe veranstaltet wird, ist sie nicht weniger schön.
Lebkuchen, Plätzchen mit Kindern backen, Adventskalender, geschmückte Räume, kleine Geschenke.
Gemeinschaft, Besinnlichkeit, Kerzen.
Ich glaube sowieso nicht, dass viele Leute in der Vorweihnachtszeit an die Geburt Jesu denken, kaum einer spricht davon. Dann kann ich diese Zeit doch auch gleich dafür nutzen, mit Kindern allgemein Frieden und Achtsamkeit zu thematisieren.
Wie gesagt, geht gut. Kinder stehen sowieso drauf, und auf diese Weise lassen sich auch die Eltern mitnehmen, ganz gleich, welcher Religion sie anhängen.
Ganz ohne komische Gedanken und Gewissenskonflikte.
Ich jedenfalls habe sehr gute Erfahrungen damit gemacht.

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Ich halte nichts davon.

Weihnachten gehört zu Deutschland unabhängig von der religiösen Einstellung. Viele Menschen aus aller Welt kommen um diese Zeit nach Deutschland, um die "Deutsche Weihnacht" zu erleben.

Welch ein Irrsinn, unseren Schulkindern das vorzuenthalten.

Ich stimme Dir völlig zu.
Der folkloristische Anteil der Weihnachtszeit macht den weitaus größten aus: Der geschmückte Baum, kleine Geschenke, Adventskalender, Gewürzplätzchen und Lebkuchen backen, Weihnachtsmarkt mit Glühwein und Maronen, das alles ist wunderbar, solange es gemeinschaftlich und besinnlich angegangen wird. 

Bei mir hört es einfach auf, wenn in staatlichen und staatlich geförderten oder auch nur staatlich zugelassenen Schulen fachfremd (also außerhalb des Religionsunterrichtes) bewusst auf die Bezugsvermittlung zu christlichen Inhalten Wert gelegt wird, also z.B. unter dem geschmückten Baum im Eingangsbereich wochenlang wie selbstverständlich eine Krippenlandschaft herum steht. Das geht mir zu weit, aber nicht, um Andersgläubige nervlich zu schonen, sondern weil hier m.M.n. der demokratische Bildungsauftrag überschritten wird.

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Ist doch nicht schlimm,  Religion hat meiner Meinung nach ohnehin nichts in der schule bzw im Unterricht zu suchen und ob der Weihnachtsmarkt von einigen Leuten jetzt Wintermarkt genannt wird ist mir ehrlich gesagt zimlich egal 

Gar nichts.

Ein Weihnachts-, Christkindlmarkt sollte genau so genannt werden, denn das ist HIER alte Tradition.

Wintermarkt kann man gern in seinem Heimatland feiern, aber nicht von der eingeborenen Bevölkerung verlangen, dass die ihre Bräuche abschafft, nur um zu gefallen.

Naja, und das Ding in Instanbul war unterste Schublade: die Lehrer werden vom dt. Steuerzahler gelöhnt und Herr von Altai funkt rein.

Aber das Verbot wurde stracks zurückgenommen: sei ja nicht so gemeint gewesen - nat - nat...

Allerdings halte ich gar nix von, als deutsche Frau nicht mal ins Schwimmbad zu dürfen, weil Muslimas da ihren Badetag haben...

Sind die andere Frauen als ich?

Gute Frage, ehrlich. Aber warum stellt uns eigentlich so ne Fragen nicht das Kanzleramt oder sonst mal irgend ein Wortführer des politischen Establishments?

Wenn du so ne Fragen bloß in sozialen Medienforen und dann auch noch politisch unkorrekt beantwortest, fällt die ganze Karawane guter Menschen über einen her und beißt ihn in die Waden, den Denkabweichler. Aber genauso wenig, wie man die Sonne mit Pferdeäppeln zuschmeißen kann, kann man die öffentliche Meinung auf Dauer zudeckeln. Das haben die Nazi nicht geschafft und die Honnis haben das nicht geschafft, na und die Frau, die zur illegalen Masseneinwanderung sagt "wir schaffen das", na die wirds ja wohl noch weniger schaffen.

Zu deiner Frage: es geht ja auch gar nicht um anders Gläubige, sondern ausschließlich um Sunniten, deren innenpolitischer Einfluß inzwischen überproportional ist.

Also um Sunnitenverbände und deren immer impertinentere Forderungen nach Sonderrechten, gegen Lehrplaninhalte an staatlichen Schulen usw - in Deutschland, also ihrem Gastland.

Daß sich dagegen immer mehr Menschen hier verwahren, ist nicht sehr verwunderlich, oder?

In den USA geht das schon seit Jahren schleichend. Dort ist nicht mal mehr "Happy X-Mas" pc, das sind nur noch "Happy Holidays".

Zum Glück ist die Entwicklung von der du sprichst doch noch recht schwach ausgeprägt!

Man muss trotzdem diesem Trend, eigene Bräuche und Traditionen zu "opfern", entschieden begegnen, um ein dummes Volk, aus übertriebenem Toleranzgebaren heraus, vor der Selbstaufgabe zu schützen.

Ich glaube, kein zweites westliches und nicht islamisches Land verhält sich ähnlich "dumm" wie der deutsche "Michel".  

 

Ich bin Moslem Feier kein Weihnachten aber es sollte "nicht" abgeschafft werden
Ich meine wir müssen uns euch und nicht andersrum anpassen

DH + LG.

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Weihnchten will und kan auch niemand abschaffen, es geht um die Ausübung christilicher Rituale an Schulen. 

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Kann diese Entwicklung nicht bestätigen. Woher kommen deine Infos? 

Quatsch !! Weihnacht an schulen aufgeben damit sich die Musels nicht beleidigt fühlen ?? Soweit kommts noch !

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